Foto: Die am Projekt "Stärker mit Games" beteiligten Akteure und einige Gäste bei der Gesprächsrunde zum Ferienworkshop. Die beteiligten Akteure und einige Gäste bei der Gesprächsrunde zum Ferienworkshop "Let's play-Stärker mit Games". Foto: Stadt Essen

Ferienworkshop "Let’s play-Stärker mit Games" ein voller Erfolg

12.11.2019

Der Ferienworkshop "Let's play – Stärker mit Games“" lockte in der zweiten Herbstferienwoche rund 20 Jugendliche ins Heinz-Nixdorf-Berufskolleg in Essen. Im Rahmen des Workshops, der unter der Leitung der Game-Designerinnen Tolke Weinhold und Svenja Anhut stattfand, hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, verschiedene Rollen der Spieleentwicklung auszuprobieren und ihre eigenen "Games" zu entwickeln. Manch einer war überrascht, dass der erste Workshop-Tag in einem Raum ohne Computer zugebracht wurde, doch die Entwicklung eines Games beginnt alt hergebracht - mit Papier und Stift. So mussten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst eine Idee für ihr Spiel überlegen. Nachdem die Gruppe gemeinsam die "Bausteine" für ein Spiel erarbeitet hatte, kreierten die Jugendlichen ihre eigenen Spielfiguren und überlegten sich Geschichten sowie Aufgaben, die in ihrem Spiel gelöst werden sollten. In kleinen Teams wurden einige Konzepte dann weiterentwickelt und digitalisiert. Vom digitalen Zeichnen der Figuren, über das Erstellen einer Spielumgebung bis hin zum Programmieren lernten die Jugendlichen jeden Schritt bis zum fertigen Spiel.

Am vorletzten Tag des Workshops empfing Jörg Gleißner (Schulleiter Heinz-Nixdorf-Berufskolleg) alle beteiligten Akteure und einige interessierte Gäste zu einer Gesprächsrunde. Auch der Dezernent für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen, Muchtar Al Ghusain, war dabei, um seine Unterstützung für das Projekt zu zeigen, aber auch aus Neugierde, denn das Thema "Gaming" ist in der schulischen Welt noch ein neues Thema, über das auch er gerne mehr erfahren wollte. Dem schulischen Bildungssystem kommt vermehrt die Aufgabe zu, digitale Fertigkeiten zu vermitteln und das gelingt am besten mit Aufgabenstellungen, für die sich die Jugendlichen wirklich interessieren. „Hier können Computer-Spiele einen großen Beitrag leisten, sie sind eine gute Chance, Jugendliche zu erreichen und Lerninhalte und Fähigkeiten zu vermitteln“, so Muchtar Al Ghusain.

Wie beim gesamten Projekt, standen auch bei dieser Gesprächsrunde die Jugendlichen im Vordergrund. So nahmen auch zwei Vertreter der Workshop-Gruppe am Austausch teil und wurden natürlich nach ihrer Motivation zur Teilnahme an einem Workshop in den Ferien und ihren Eindrücken gefragt. Der Spaß und das Interesse am Spiel haben beide motiviert, sich anzumelden.

Im Anschluss präsentierten die Gamerinnen und Gamer ihre Spiele und zeigten, wie sie diese entwickelt und programmiert haben. Die Ideen waren vielfältig und fantasievoll – ein Hai, der versucht sich vor dem vielen Plastikmüll im Meer zu schützen und diesen zu vernichten, eine bunte Katze, die mit einem Pinsel durch die Welt läuft und Farbeimer einsammeln muss, um die Welt bunter machen und die düstere Ratte bekämpfen zu können oder auch ein "Windows Defender"- ein Schild, das einen Computer vor bösen Viren schützt. Natürlich durften auch die "Erwachsenen" mal Probespielen.

Zum Schluss hatten die Jugendlichen dann noch die Möglichkeit, ihre Fragen an Carsten Widera-Trombach, Spieleentwickler und Geschäftsführer von CEO Crenetic GmbH Studios in Mülheim an der Ruhr, zu richten und mehr über die Möglichkeiten und beruflichen Chancen in der Gaming-Branche zu erfahren.

Der Workshop konnte als erfolgreiches Pilotmodell verbucht werden, so dass sich alle Beteiligten schon im November wiedertreffen wollen, um über eine Fortführung und Ausweitung dieses Projektes zu sprechen.

Zum Hintergrund:

Die Stadt Essen und das gemeinnützige BildungsCentrum der Wirtschaft als Trägerin des zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen haben eine Kooperationsvereinbarung mit der Initiative "Stärker mit Games" unterzeichnet. Projektträger der Initiative ist die Stiftung Digitale Spielekultur. Die Initiative wird über das Bundesprogramm "Kultur macht stark" mit Mitteln des Bundes gefördert.

Ziel der Initiative ist es, Schülerinnen und Schülern digitale Fertigkeiten durch sogenannte Serious Games zu vermitteln. Durch den Einsatz und die Entwicklung von Gaming-Elementen können im Bildungssystem Teamarbeit, strategisches Denken, Taktik, Ausdauer wie auch Konzentration gefördert werden.

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