Reger Austausch auf der 5. Demokratiekonferenz

29.11.2019

"Ich verstehe die Welt nicht mehr!" hieß das Motto der 5. Demokratiekonferenz, zu der das Kommunale Integrationszentrum, das Jugendamt der Stadt Essen in Kooperation mit der Jugendhilfe Essen gGmbH am vergangenen Dienstag (26.11.) eingeladen hatten. Die Tagung in der Zeche Carl beschäftigte sich mit dem stärker werdenden Rechtsdruck in der Gesellschaft.

"Extremismus, Rassismus, Antisemitismus und die wachsende Islam- beziehungsweise Muslimfeindlichkeit sind Herausforderungen auf die auch die Gesellschaft der Stadt Antworten finden muss", erklärte Galina Borchers, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Essen.

Im Rahmen der 5. Demokratiekonferenz wurden unter anderem 38 Demokratie-Coaches zertifiziert, die zukünftig auch an den Essener Schulen ohne Rassismus Workshops durchführen werden, um Schülerinnen und Schüler für demokratiefeindliche Themen zu sensibilisieren. Nico Mokros, vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld, erläuterte im Rahmen der Konferenz zudem die Forschungsergebnisse rund um das Werk "Verlorene Mitte - Feindselige Zustände: Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2018/19" der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Die Demokratiekonferenz findet jährlich im Rahmen des Bundesprogramm "Demokratie leben!" statt und bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Fachkräften und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren neben Impulsvorträgen und thematischen Workshops Raum für Diskussionen und Debatten rund um das Thema Demokratie.

"Seit 2015 schafft die Stadt Essen als Partner des Bundesprogramms 'Demokratie leben!' in der politischen Jugendbildung nachhaltige Strukturen, um Extremismusprävention pro aktiv zu betreiben", so Ulrich Engelen, Leiter des Jugendamtes der Stadt Essen.

Interessierte am Projekt "Demokratie leben!" können sich bei Jonas Ploeger, Fachstelle "Achtung Mensch! Partnerschaft für Demokratie Essen" der Jugendhilfe Essen gGmbH unter Telefon: 0201-8854316 oder per E-Mail unter j.ploeger@jh-essen.de melden.

Zum Hintergrund:

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage ist eine bundesweite Initiative für alle Schulmitglieder, die sich aktiv gegen jede Form von Diskriminierung einsetzen und einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft leisten wollen. Ziel der Initiative ist es, Zivilcourage zu entwickeln und ein Schulklima zu schaffen, in dem "anders sein" als Normalfall akzeptiert wird. In Essen sind 23 Schulen im Netzwerk der Courage-Schulen aktiv. Das Kommunale Integrationszentrum ist lokaler Koordinator für das Bundesprogramm Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage.

Um das friedliche Zusammenleben in Essen zu sichern und die Demokratie aktiv zu stärken, ist die Stadt Essen seit Juni 2015 Partner beim Bundesprogramm "Demokratie leben!" Im Projektzeitraum sollen nachhaltige Strukturen geschaffen werden, um dem Phänomen der "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" adäquat zu begegnen und Präventionsstrategien zu erarbeiten. Diesen Prozess sollen möglichst viele engagierte und interessierte Bürgerinnen und Bürger, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren und insbesondere auch Jugendliche mitgestalten. Gemeinsam soll ein starkes und funktionierendes Netzwerk aufgebaut werden, das in der kommenden Förderphase (2020 - 2025) und darüber hinaus, das friedliche und respektvolle Zusammenleben in Essen befördert.

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