NRW-Studie zu Schadstoffen im Urin von Kita-Kindern

Kinder der städtischen Kita Portendieckstraße werden untersucht

11.09.2020

Im Rahmen einer Studie des Landes Nordrhein-Westfalen werden auch Kinder der Kita Portendieckstraße auf Schadstoffe im Urin untersucht. Mit dem Einverständnis der Eltern werden nun bereits zum vierten Mal Urinproben von Kindern aus dieser Kita untersucht. Die Kita wurde neben vier weiteren Einrichtungen aus Essen vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) für diese Studie ausgewählt.

Die Studie soll Erkenntnisse über den zeitlichen Verlauf von Schadstoffbelastungen bei Kindern im Kindergartenalter liefern. Die Eltern werden über die individuellen Ergebnisse ihrer Kinder informiert. Bei ungewöhnlich hohen Werten oder bei Überschreitung von Bewertungskriterien wird den Eltern eine Beratung angeboten.

Zur Studie

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) führt seit 2011 alle drei Jahre eine Studie in Kindertagesstätten in NRW durch, in der der Urin von circa 250 Kindern gesammelt und anschließend auf ausgewählte Schadstoffe oder deren Abbauprodukte analysiert wird.

Ziel der Studie ist es, die Höhe der Belastung bei Kindern aus NRW im Alter von zwei bis sechs Jahren zu ermitteln und auch die Änderung der Belastungshöhe im Laufe der Zeit zu beobachten.

Die Schadstoffe stammen aus Produkten, mit denen die Kinder im Alltag sehr häufig in Berührung kommen. Es handelt sich dabei zum Beispiel um Weichmacher, die in Kunststoffen eingesetzt werden, um diese weich und biegsam zu machen. Beispiele sind Lebensmittelverpackungen, Spielsachen aber auch Kleidung, wie zum Beispiel Gummischuhe oder Regenkleidung. Ein weiteres Beispiel sind Konservierungsstoffe, die unter anderem in Körperpflegemittel eingesetzt werden, um die Haltbarkeit der Produkte zu verlängern. Da Kinder sich noch in der Entwicklung befinden, sind sie besonders empfindlich gegenüber Einflüssen wie Schadstoffen. So können sich zum Beispiel einige dieser Schadstoffe auf die Entwicklung des Hormonsystem der Kinder auswirken.

Mit den Ergebnissen der Urinanalysen kann dann bispielsweise die Wirksamkeit von in der Vergangenheit erlassenen Verboten bestimmter Schadstoffe überprüft werden.

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Mitarbeiterinnen des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz untersuchen Schadstoffbelastung im Urin von Kita-Kindern.
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