Internationaler Tag zur gewaltfreien Erziehung – Jugendamt bietet für gestresste Eltern ein breites Unterstützungsangebot

30.04.2021

Heute (30.04.) ist der Internationale Tag zur gewaltfreien Erziehung. Das Jugendamt der Stadt Essen nutzt den besonderen Tag, um auf seine Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche und Eltern aufmerksam zu machen.

Einen "Rettungsring", nach dem Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern greifen können - gerade in der Corona-Pandemie - genau den bietet das Jugendamt der Stadt Essen. In jedem Stadtbezirk gibt es Unterstützungsmöglichkeiten der Sozialen Dienste des Jugendamtes und Unterstützung des Familienberatungstelefons. "Die Sozialen Dienste sind zur Stelle, wenn Familien Unterstützungsbedarfe haben – dies galt vor der Pandemie, aber natürlich gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit“, sagt Carsten Bluhm, Jugendamtsleiter der Stadt Essen.

Von Schulproblemen über Konflikte in der Familie – vieles könne Kindern und Jugendlichen das Leben schwer machen oder sie sogar aus der Bahn werfen. "Die Corona-Pandemie hat in vielen Familien diese Probleme noch verschärft: Nicht raus können – Kita, Schule sowie Kinder- und Jugendarbeit im Notmodus, kaum Möglichkeiten seine Freunde zu treffen, kein Sport, kein Verein. Die Aufzählung ist lang und auch nur ein kleiner Auszug, was den jungen Menschen seit vielen Monaten fehlt. "Viele Familien meistern die Situation hervorragend. Gerade aber dann, wenn sich das Leben überwiegend in der Wohnung abspielt, liegen die Nerven schnell blank", so Bluhm. Wichtig ist ihm zu betonen, dass Eltern Hilfe bekommen können. "Praktische Unterstützung zu geben, das ist unser Job. Das Spektrum an Hilfe, das die Sozialen Dienste dabei anbietet, ist breit: von Beratung über ambulante Unterstützung bis hin zu einer Trennung auf Zeit, wenn es nicht mehr anders geht, reichen die Hilfsangebote des Jugendamtes", so Carsten Bluhm.

Eltern oder Kinder wenden sich oft selbst an das Jugendamt. "Aber auch Menschen aus dem Umfeld melden sich, wenn sie sich Sorgen um ein Kind machen: Vor der Corona-Pandemie kamen Hinweise oft aus Kitas, Schulen und Nachbarn. Jetzt sind es verstärkt Nachbarn, die merken, wenn Hilfe vom Jugendamt gebraucht wird. Wenn das Wohl von Kindern gefährdet ist, dann ist das ein absolut ernstes Thema. Es ist wichtig, hier die Augen im Alltag offenzuhalten", so der Leiter des Jugendamtes.

Im Fokus stehen beim Jugendamt der Stadt Essen immer die Kinder, die Jugendlichen und natürlich deren Eltern: "Wenn es darum geht, dass das Wohl der Kinder gefährdet ist, dann ist der persönliche Kontakt mit den Eltern enorm wichtig – egal, ob es einen Lockdown gibt oder nicht", sagt Carsten Bluhm. Das Jugendamt setze nämlich alles daran, den "menschlichen Lockdown" in Familien zu verhindern. Oft reiche es für den Schutz der Kinder bereits aus, den Eltern konkrete Hilfen anzubieten. "Denn das ist häufig schon der Schlüssel zum Erfolg. Wer die Eltern stärkt, schützt damit oft auch gleich die Kinder: starke Eltern, starke Kinder", davon ist Bluhm überzeugt.

Kinder- und Jugendnottelefon 0201 265050

Für Kinder und Jugendliche, die in Essen in Not geraten, gibt es eine Telefonnummer, unter der sie rund um die Uhr Rat, Hilfe und Schutz bekommen können. 26 50 50 lautet die hilfreiche Nummer. Auch Eltern und Angehörige, die unmittelbar Rat und Hilfe benötigen, können dort jederzeit anrufen. Jugendamt und Diakoniewerk Essen teilen sich den Dienst am Telefon. Während der Notruf tagsüber vom Jugendamt entgegengenommen wird, erreichen Anrufer außerhalb der Bürozeiten das Diakoniewerk Essen.

Bezirksstellen der Sozialen Dienste

Die Bezirksstellen der Sozialen Dienste sind nach wie vor mit Termin in den Bezirksstellen erreichbar. Die Ansprechpartner*innen vor Ort sind hier zu finden www.essen.de/sozialedienste.

Familienberatungstelefon 0201 8851033

Unter der Nummer 88 51 033 erreichen Kinder, Jugendliche und Eltern ein Familienberatungstelefon mit Fachkräften wie Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen, Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen. Das Team unterstützt Eltern, Kinder und Jugendliche beim Finden von Lösungen und beim Meistern kleiner und größerer familiärer Krisen. Auch Beschäftigungsangebote, Informationen zur Tagesstruktur, Fragen zum Lernen und zur Hausaufgabenunterstützung oder Tipps zu Gesprächen mit Kindern über die Corona-Erkrankung können dort erfragt werden. Das gemeinsame Familienberatungstelefon ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr erreichbar. Die Beratung erfolgt freiwillig, vertraulich und kostenfrei.

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