Kultur und Freizeit in Bergerhausen

Sehenswürdigkeiten

  • Das Krause Bäumchen
    Zu Ehren von Bischoff Altfried von Hildesheim pflanzten die Bewohner Bergerhausens eine Linde – das „Krause Bäumchen“ – die der Überlieferung nach über 1000 Jahre alt wurde, ehe Blitzschlag sie 1885 zerstörte. Bis heute erinnert ein Kreuz daran, auch eine Linde wurde neu gepflanzt. Die alte Essener Redewendung „Du bist noch lange nicht am Krausen Bäumchen“ im Sinne von „Du hast noch einiges zu tun“, bedeutet ursprünglich, dass sich ein Flüchtiger noch auf Essener Boden befand und somit der Gerichtsbarkeit des Stiftes unterstand. War er jedoch jenseits des „Krausen Bäumchens“, hatte er die Grenze zu Rellinghausen überschritten und war frei.
  • Der Schürmannhof
    Der Schürmannhof in der Kaninenberghöhe ist das letzte bestehende Bauwerk in Bergerhausen, das an die landwirtschaftliche Vergangenheit des Stadtteils erinnert. Von 1938 an bewirtschaftete die Familie Gantenberg den Hof. Im Jahr 2004 verkaufte die Stadtverwaltung das Areal an den Investor Dieter Ochel. Dieser gestaltete den Schürmannhof um und so ist aus dem letzten Bauernhof von Bergerhausen ein Wohnheim für Senioren geworden. Die Altbaufassaden wurden erhalten und stellen immer noch eine Sehenswürdigkeit dar. Außer dem historischen Gebäude wundern sich die Besucher über die außergewöhnlichen Bewohner der Vorwiese. Die vier Lama ähnlichen Alpacas haben schon so manchen Spaziergänger an die Grenze ihres zoologischen Wissens gebracht.
  • Die Kirche auf der Billebrinkhöhe
    Seit 1965 empfängt die evangelische Kirche auf der Billebrinkhöhe interessierte Besucher. Die Kirche versteht sich als offene und einladende Gemeinde. Entsprechend ist die Fassade zur Straße hin mit großen Glasfenstern gestaltet, die den Blick ins Foyer gewähren. Dieses empfängt nicht nur die Besucher hinter dem Portal, sondern ist zugleich Raum der Begegnung. Deshalb lohnt es sich besonders, einen Blick hinein zu werfen. Außerdem spielt das „TAB –Theater auf der Bille“ aktuelle Stücke und lädt zu einem Besuch ein.
  • Kunstwerkerhütte
    1820 ließ der Industrielle Franz Dinnendahl (1775-1826) eine Gießerei inklusive Maschinenfabrik in Bergerhausen bauen, nachdem seine vorherige Fabrik in Altendorf abbrannte. Die Fabrik produzierte hauptsächlich für den Bergwerks- und Hüttenbedarf unter anderem Dampfmaschinen, Bohrmaschinen, Grubenventilatoren und Luftkompressoren. Inzwischen wurde die Halle zu stilvollen Loftwohnungen umgebaut. Der Gebäudebestand steht seit 1992 unter Denkmalschutz.

Freizeit

  • Wanderweg Fünfkirchenblick
    Der Pfad beginnt an der Kunstwerkerhütte. An der ehemeligen Dinnendahl'schen Fabrik schlängelt sich der schmale Pfad zwischen Bäumen und manch prachtvoller Wohneinheit nach oben. Geht man am Knappschaftskrankenhaus vorbei, gelangt man zum Aussichtspunkt Fünfkirchenblick. Dem Namensgeber des Wanderweges. Von hier genießt man einen tollen Ausblick über die Ruhraue, die Trasse und das Spillenburger Wehr. Anschließend kann man dem Wanderweg zum Steeler Stadtgarten folgen.
  • Radwege
    Der Ruhrtalradweg tangiert Bergerhausen an seiner Stadtteilgrenze für wenige Kilometer. Entlang der Ruhr kann man radeln und flanieren. Außerdem lohnt es sich, entlang der Ruhrauen seine Picknickdecke mitzunehmen.
  • Das Siepental
    Das Bergerhauser Siepental beherbergt neben dem großen Kinderspielplatz mehrere Liegewiesen und auch zwei große Hundewiesen, auf denen man seinen Vierbeiner ohne Leine laufen lassen darf. Das Siepental ist gut über mehrere kleine Seitentäler von den angrenzenden Wohngebieten erreichbar.
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