Informationen zur Sperrung der A42

Überblick über die Maßnahmen auf der A42

Die Rhein-Herne-Kanal-Brücke auf der A42 weist starke Schäden auf. Deswegen hat die Autobahn GmbH die Brücke bis voraussichtlich Mitte April voll gesperrt, davon betroffen ist auch der Autobahnabschnitt zwischen den Anschlussstellen Bottrop-Süd und Essen-Nord. Der Verkehr wird dort von der Autobahn ab- und unter anderem über das Essener Stadtgebiet umgeleitet.

Für Autobahnverkehre ohne Ziel in Essen gibt es großräumige Umleitungen über die A2 und A40. Die eingerichtete Umleitung über das Essener Stadtgebiet führt über die Bottroper Straße, Sulterkamp, Vogelheimer Straße und Gladbecker Straße zurück auf die A42.

Stadt Essen verbessert den Verkehrsfluss

Der umgeleitete Verkehr hat erhebliche Auswirkungen insbesondere auf den Stadtteil Vogelheim. Die Stadt hat an der Kreuzung Vogelheimer Straße / Gladbecker Straße die Verkehrsführung geändert, damit mehr Fahrzeuge dort abbiegen können: Wer aus Richtung Altenessen kommt, kann nicht mehr direkt auf die Gladbecker Straße rechts abbiegen, sondern wird schon vorher über die Fünfhöfestraße auf die Gladbecker Straße geleitet. Dadurch können aus der anderen Richtung deutlich mehr Fahrzeuge von der Vogelheimer Straße auf die Gladbecker Straße links abbiegen. Dort muss kein Gegenverkehr mehr durchgelassen werden. Die Fünfhöfestraße selbst wird vorübergehend zur Einbahnstraße, eine Zufahrt vom Teilungsweg aus ist derzeit nicht möglich.

Busse der Ruhrbahn können allerdings die gewohnte Strecke fahren, sie bekommen vorübergehend eine eigene Busspur über die Kreuzung der Vogelheimer Straße / Gladbecker Straße. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen müssen einen kleinen Umweg nehmen: Sie können die Kreuzung nur an der südlichen Seite überqueren, die nördliche Querung ist gesperrt.

Außerdem stimmt sich die Stadt mit Polizei, Ruhrbahn sowie weiteren Partnern ab, um die Situation kontinuierlich zu verbessern. Auch die Planung von Baustellen wird angepasst. Bürger*innen in betroffenen Bereichen sollen frühzeitig informiert werden, wenn sich die Verkehrsführung ändert.

Besondere Umleitungen

Wie geht es weiter?

In den kommenden Monaten wird die Autobahn GmbH die Schäden an der Brücke weiter untersuchen und Instandsetzungsmaßnahmen umsetzen. Geplant ist zunächst, die Brücke voraussichtlich im April wieder für Pkw bis 3,5 Tonnen freizugeben. Um schwere Fahrzeuge nicht mehr über die Brücke fahren zu lassen, soll eine Wiege- und Schrankenanlage zur Kontrolle des Verkehrs eingerichtet werden. Schwere Fahrzeuge werden weiterhin abgeleitet.

Geplant war ursprünglich, die Schäden an der Brücke zu beheben, bis sie ohnehin durch einen Neubau ersetzt wird. Dabei, so die Autobahn GmbH, seien weitere Schäden an Brückenhängern aufgetreten, die mit neuester Technik festgestellt und bewertet werden müssen. Unter anderem werden Drohnen in den Brückenbogen eingesetzt, um auch Aussagen zum Inneren des nicht begehbaren Bogenkastens zu bekommen. Sämtliche Hänger sollen untersucht und detektierte Schäden an der Brücke näher erfasst und anschließend saniert bzw. geschweißt werden. Darüber hinaus wird ein umfängliches elektronisches Monitoring-System installiert, damit kleinste Veränderungen an der Brücke unmittelbar festgestellt werden können, wenn der Verkehr wieder fließt. Dazu zählt auch der Aufbau einer Wiege- und Schrankenanlage zur Kontrolle des Verkehrs. Das erlaubt es, die Brücke für Pkw, die die Infrastruktur weniger stark belasten als der Schwerverkehr, schneller wieder zu öffnen.

Brücke ist über 50 Jahre alt

Die Rhein-Herne-Kanal-Brücke wurde 1970 für den Verkehr freigegeben. Sie war in dieser Form eine der ersten Stabbogenbrücken. 85.000 Fahrzeuge nutzen täglich die Brücke, darunter 14.000 Lkw.


Die Brücke ist seinerzeit nicht für die heutigen Belastungen geplant worden. Zudem musste sie in der jüngeren Vergangenheit zusätzlich den Verdrängungsverkehr aufgrund der gesperrten A40 in Duisburg aufnehmen.

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