Coronavirus: Behelf-Mund-Nasen-Schutz

Näh- und Pflegeanleitung

Weltweit treten Krankheitsfälle durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) auf und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft es als Pandemie ein. In Essen, wo der erste Fall am 1. März auftrat, bleibt die Zahl der Neuinfektionen stabil. Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, sind insbesondere eine gute Händehygiene, die Einhaltung der Husten- und Nies-Etikette sowie mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen wichtig. Soziale Kontakte sollten auch im Interesse der eigenen Gesundheit weitestgehend eingeschränkt werden. Zudem kann das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Leben dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und andere Menschen, insbesondere Risikogruppen, vor Infektionen zu schützen, da er die Verteilung von Tröpfchen mindert, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen.

Maskenpflicht in NRW

In Nordrhein-Westfalen gilt eine Maskenpflicht. Damit ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes unter anderem in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen verpflichtend. Detaillierter Informationen finden Interessierte hier. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen sind auch weiterhin insbesondere eine gute Händehygiene, die Einhaltung der Husten- und Nies-Etikette sowie mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen wichtig.

Richtige Handhabung wichtig

Voraussetzung dafür ist, dass genügend Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen sowie richtig mit dieser umgehen: So muss die Bedeckung durchgehend eng anliegend über Mund und Nase getragen werden. Sie darf während der Nutzung weder zurechtgezupft noch um den Hals getragen werden. Sobald der Mund-Nasen-Schutz durchfeuchtet ist, muss er gewechselt werden. Weitere Informationen, auch zur Handhabung und Pflege, erhalten Interessierte hier in einem Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Schutz, insbesondere für Pflegende sowie Patientinnen und Patienten

Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung empfiehlt sich insbesondere in Situationen, in denen mehrere Menschen in geschlossenem Räumen zusammentreffen oder wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann, beispielsweise in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Damit vor allem ältere Patient*innen sowie Pflegebedürftige geschützt werden, sollten auch Pflegedienste und pflegende Angehörige einen sogenannten Behelf-Mund-Nasen-Schutz (BMNS) tragen.

Nähanleitung der Stadt Essen – auch in verschiedenen Sprachen

Da Mund-Nasen-Schutz derzeit kaum erhältlich ist und sehr einfach selbst eine Alternative hergestellt werden kann, stellen die Stadt Essen und die Feuerwehr eine einfache Anleitung dafür zur Verfügung. Sie erklärt die Herstellung schrittweise mithilfe von Bildern.

Um den Mund-Nasen-Schutz selbst herzustellen, benötigen Bürger*innen kochfeste Baumwolle und einen biegsamen Draht sowie eine Nähmaschine, eine Schere und ein Bügeleisen. Der Mundschutz ist wiederverwendbar und muss dementsprechend nach der Nutzung gewaschen und getrocknet werden. Dieser Behelf-Mund-Nasen-Schutz entspricht nicht dem genormten Mund-Nasen-Schutz, kann aber eine hilfreiche Alternative sein, wenn es im Handel zu Lieferengpässen kommt.

Haftungsausschluss

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Stadt Essen keine Haftung für die Wirksamkeit, die Herstellung oder die sachgerechte Verwendung des Behelfs- Mund-Nasen-Schutzes übernimmt. Jeglicher Schadensersatzanspruch gegenüber der Stadt Essen wegen Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit - unabhängig, ob vom Verwender oder dem jeweiligen Gegenüber - ist ausgeschlossen.

Die Herstellung bzw. Verwendung des Behelfs-Mund-Nasen-Schutzes erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr. Es wird darauf hingewiesen, dass auf jeden Fall die Hygienevorschriften des Robert Koch-Instituts zu beachten sind.

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