Coronavirus: Regelungen zur Isolierung und Quarantäne

Land passt Test- und Quarantäneverordnung an

Das Land passt die Test- und Quarantäneverordnung NRW zum 30. November 2022 an. Wer positiv auf eine Coronainfektion getestet wurde, soll dann grundsätzlich fünf Tage in eine Isolierung. Die Isolierung endet automatisch nach fünf Tagen und die bisherige Pflicht zur Freitestung entfällt. Die neuen Regelungen ab dem 30. November gelten auch für Isolierungen gelten, die bereits vor dem 30. November 2022 begonnen haben.

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Online-Formular für positiv Getestete: positiven Coronatest melden, Nachweise übersenden und individuelle Berechnung der Quarantänedauer erhalten

Online-Formular für Personen in Isolierung: Nachweise für Freitesten übersenden

Themenüberblick

Aufgrund der Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW müssen sich positiv getestete Personen automatisch und ohne gesonderte Anordnung in Isolierung begeben. Es genügt der Testnachweis. Auch für das Ende der Isolierung ist keine gesonderte behördliche Anordnung nötig.

Stand: 28.11.2022

Wer muss in Isolierung?

In Isolierung müssen automatisch und ohne extra Bescheinigung des Gesundheitsamtes:

  • Personen mit einem positiven PCR-Test
  • Personen, die sich wegen eines positiven Coronaschnelltests einem PCR-Test unterzogen haben, bis zum Vorliegen des Testergebnisses
  • Personen mit positivem Coronaschnelltest

Es gelten gesonderte Regelungen zur Entisolierung von Patient*innen im stationären Bereich sowie Bewohner*innen in Alten- und Pflegeheimen.

Reisende aus Risikogebieten müssen zudem die für sie geltenden Quarantänepflichten beachten. Zu weiteren Informationen für Reisende.

Das Gesundheitsamt kann grundsätzlich individuelle Anordnungen zur Isolierung bzw. Quarantäne treffen.

Wann endet die Isolierung?

Die Dauer einer Isolierung richtet sich nach der Anordnung des Gesundheitsamtes oder den Regelungen der Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW.

Die Isolierung endet in der Regel:

  • für Personen, die auf das Ergebnis eines PCR-Tests warten und sich währenddessen in Isolierung befinden, nach Erhalt des negativen Testergebnisses.
  • für Personen mit positivem PCR-Test und für Personen mit einem positivem Coronaschnelltest, die keinen PCR-Kontrolltest durchführen lassen, nach 5 Tagen ab dem Tag der Vornahme des ersten positiven Tests (PPCR-Test oder Coronaschnelltest).

Was gilt für Beschäftigte im Gesundheitswesen?

Für Personen, die gemäß § 20a Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes der Verpflichtung zur Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises unterliegen (einrichtungsbezogene Impfpflicht), besteht mit Beginn der Isolierung ein berufliches Tätigkeitsverbot nach § 31 des Infektionsschutzgesetzes. Eine gesonderte Anordnung der Behörde ist weder für die Feststellung des Beginns noch des Endes des Tätigkeitsverbots erforderlich. Der individuelle Beginn ergibt sich automatisch aus dem Erhalt eines positiven Testergebnisses.

Das Tätigkeitsverbotes endet mit Vorliegen eines Coronaschnelltests mit negativem Ergebnis sowie eines PCR-Tests mit negativem Ergebnis oder einem CT-Wert über 30.

Ist das Ergebnis des Tests positiv und, soweit ein PCR-Test erfolgt ist, der CT-Wert unter oder gleich 30, darf ein erneutet Test zur Beendigung des Tätigkeitsverbotes frühestens nach 24 Stunden vorgenommen werden.

Der Testnachweis ist der jeweils für den Betrieb beziehungsweise die Einrichtung verantwortlichen Person vorzulegen.

Was gilt für Kontaktpersonen?

Personen, die von einer infizierten Person über ein positives Testergebnis informiert wurden und damit Kontaktpersonen sind, wird empfohlen, für fünf Tage enge Kontakte zu anderen Personen, insbesondere in Innenräumen und größeren Gruppen, zu vermeiden und, sofern möglich, im Homeoffice zu arbeiten. Für Kontaktpersonen gelten keine automatischen Quarantänen mehr, auch nicht für Haushaltsangehörige. Ihnen wird eine Kontaktreduzierung, ein Selbstmonitoring (besonderes Achten auf Symptome sowie Messen der Körpertemperatur, tägliche Nutzung von Selbsttests und Bürgertestung) und das Tragen mindestens einer medizinischen Maske bei Kontakt zu anderen Personen bis zum fünften Tag empfohlen.

Treten innerhalb der ersten zehn Tage nach dem Kontakt zur positiv getesteten Person Symptome auf, sind die betroffenen Bürger*innen verpflichtet, umgehend eine Testung durchzuführen.

Wen muss ich informieren?

Personen mit einem positiven PCR-Test oder Coronaschnelltest müssen unverzüglich alle Personen informieren, mit denen sie in den zwei Tagen vor dem Test oder seit der Durchführung engen persönlichen Kontakt hatten. Das sind Personen, mit denen länger als 10 Minuten und mit weniger als 1,5 Metern Abstand ein Kontakt bestand, wobei beide keine Maske getragen haben. Ebenfalls zu den engen Kontaktpersonen zählen alle, mit denen ein*e Betroffene*r längere Zeit in einem schlecht oder nicht belüfteten Raum verbracht hat.

Auch das Gesundheitsamt benötigt von positiv getesteten Personen weitere Informationen. Dafür steht Bürger*innen das Online-Formular zur Meldung positiver Coronatests zur Verfügung.

Weiterhin müssen die Betroffenen das zuständige Gesundheitsamt über das Freitesten aus der Isolierung informieren: über dieses Online-Formular für Personen in Isolierung.

Nachweis über die Isolierung

Die Pflicht zur Isolierung gilt automatisch aufgrund der Regelungen der aktuell gültigen Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW. Als Nachweis für die Isolierung genügt der Nachweis des positiven Tests (Schnelltest oder PCR-Test), insbesondere auch für Ansprüche zur Lohnfortzahlung (§ 56 IfSG).

Das Ende der Isolierung muss nicht durch das Gesundheitsamt bestätigt werden. Bei einer vorzeitigen Beendigung wird diese durch das negative Testergebnis nachgewiesen.

Welche Regeln gelten in der Isolierung?

Personen, für die eine Isolierung gilt, müssen sich zu Hause und abgeschottet von anderen aufhalten. Sie dürfen insbesondere keinen Besuch empfangen. Zudem sollen sie den Kontakt mit Personen des eigenen Haushalts möglichst gering halten. Bei unverzichtbaren Kontakten ist mindestens eine medizinische Maske (sogenannte OP-Maske), möglichst jedoch eine FFP-2-Maske ohne Ausatemventil oder eine vergleichbare Maske (insbesondere KN95/N95) zu tragen, wenn nicht ausnahmsweise eine gesetzlich geregelte Ausnahme von der Pflicht zum Tragen einer Maske gegeben ist.

Gehört ein Balkon, eine Terrasse oder ein Garten zur Häuslichkeit, dürfen Personen, die in Isolierung sind, sich dort aufhalten, wenn der Bereich nur von ihnen oder Personen, die mit ihnen zusammenleben, genutzt wird. Darüber hinaus gelten für Personen in Isolierung bestimmte Verhaltensregeln, die das Robert Koch-Institut im Hinweisblatt "Häusliche Isolierung bei bestätigter Covid 19-Infektion" zusammenfasst.

Personen, die einen PCR-Test oder Schnelltest benötigen, dürfen die Isolierung zur Vornahme dieses Tests in einer entsprechenden Teststelle sowie die dazu erforderliche unmittelbare Hin- und Rückfahrt verlassen. Bei Verlassen der Häuslichkeit müssen sie die allgemeinen Infektionsschutzregelungen gewissenhaft einhalten und insbesondere durchgängig möglichst eine FFP-2-Maske ohne Ausatemventil oder eine vergleichbare Maske (insbesondere KN95/N95), mindestens aber eine medizinische Maske, tragen und einen Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Metern einhalten, soweit dies nicht aus zwingenden Gründen ausgeschlossen ist. Die Verpflichtungen zum Tragen einer Atemschutzmaske (nach § 28b Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes) bleiben unberührt.

Das Verlassen der Isolierung ist auch erlaubt, wenn dies zum Schutz von Leib und Leben zwingend erforderlich (zum Beispiel Hausbrand, akuter medizinischer Notfall oder eine wesentliche Verschlechterung der Corona-Symptomatik) oder ein Arztbesuch notwendig ist.

Personen, denen die Personensorge für geschäftsunfähige oder in der Geschäftsfähigkeit beschränkte Personen zukommt, die in Quarantäne oder Isolierung müssen, müssen dafür Sorge tragen, dass die Pflichten, die sich aus der Quarantäneverordnung ergeben, erfüllt werden. Dies gilt ebenso für gesetzliche Betreuer*innen von quarantäne- bzw. isolierungspflichtigen Personen, wenn dies zu ihren Aufgaben gehört.

Isolierungspflichtige Personen unterliegen der Beobachtung durch das Gesundheitsamt. Individuelle Anordnungen zur Isolierung bzw. Quarantäne von örtlichen Ordnungs- oder Gesundheitsbehörden haben Vorrang vor den Regelungen der Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW.

Wie muss ich mich bei einem positiven Test verhalten?

Bei einem positiven Testergebnis gelten unterschiedliche Vorgaben und Regelungen automatisch auf Grundlage der Test- und Quarantäneverordnung NRW.

Bei einem positiven Selbsttest sind Bürger*innen verpflichtet, unverzüglich zur Kontrolle einen Coronaschnelltest oder einen PCR-Test (Kontrolltest) durchführen zu lassen. Bis dahin sollten sie sich so gut wie möglich von anderen Personen absondern.

Bei einem positiven Coronaschnelltest (in einer Teststelle durchgeführt) gilt automatisch eine Pflicht zur Isolierung: weitere Informationen siehe oben. Man muss nicht zwingend einen PCR-Kontrolltest durchführen, dazu wird aber geraten.

Bei einem positiven PCR-Test gilt ebenfalls automatisch eine Pflicht zur Isolierung: siehe oben.

Coronatests: Weitere Informationen und Teststellen

Die Stadt Essen hat umfangreiche Informationen zu den Coronatests und Teststellen zusammengefasst.

Zu den weiteren Informationen

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