Zum eigenen Schutz vor dem Coronavirus und dem von Mitmenschen ist die Beachtung der sogenannten "AHA"-Formel hilfreich: Abstand halten, Hygiene beachten und im Alltag Maske tragen. Genauso wichtig ist es, von der Corona-Schutzimpfung Gebrauch zu machen und sich im Verdachtsfall richtig zu verhalten. Auch Räume regelmäßig zu lüften und weniger Kontakte leisten einen wichtigen Beitrag.
Gemeinsam gegen Corona: Schutzmaßnahmen
Themenüberblick
Abstand halten: mindestens 1,5 Meter
Das Coronavirus wird über Tröpfchen übertragen – zum Beispiel beim Husten oder Niesen, Sprechen, Lachen oder Singen. Eine Ansteckung ist ebenso über Aerosole möglich, winzige luftgetragene Flüssigkeitspartikel und Tröpfchenkerne. Auch wenn eine Person noch gar keine Symptome hat, kann sie bereits ansteckend sein und das Coronavirus auf andere übertragen. Damit das nicht passiert, hilft es, zu anderen Personen auf Distanz gehen: 1,5 bis 2 Meter Abstand sind ideal.
Mehr zum Abstandhalten...
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So werden die Infektionsketten unterbrochen und die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt sich. Durch das Abstandhalten schützen Bürger*innen sich selbst und andere – beispielsweise bei der Arbeit, beim Einkaufen, beim Spaziergang oder bei einem Treffen im Freundeskreis.
Maske tragen: einfache Schutzmaßnahme
Mehr zur Maske...
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Als Mund-Nase-Bedeckung kommen Schals und Tücher in Frage oder Alltagsmasken aus Stoff, die mit der Nähanleitung der Stadt Essen und der Feuerwehr Essen einfach selbst hergestellt werden können. Einen sehr viel besseren Schutz bieten jedoch medizinische Masken, also sogenannte OP-Masken, und Atemschutzmasken des Standards FFP2 oder KN95/N95 ohne Ausatemventil.
Damit die Masken wirken, müssen Bürger*innen sie richtig tragen: Der Mund und die Nase müssen komplett abgedeckt sein. Zudem muss die Maske eng anliegen, damit keine Luft vorbeiströmt. Gesichts- oder Kinnvisiere aus Plastik bieten nicht den gleichen Schutz wie medizinische Masken, die wie eine Barriere wirken und die Verteilung von Tröpfchen mindern können.
Maske zu tragen ist vor allem wichtig, wenn Abstand zu halten schwierig ist oder wenn mehrere Menschen in einem Raum längere Zeit zusammen sind. Auch mit Maske ist es trotzdem besser, Abstand zu anderen Personen zu halten.
Bei der Nutzung der Maske spielt Hygiene eine große Rolle:
- Vor dem Anlegen die Hände mindestens 20 Sekunden gründlich mit Seife waschen.
- Die Maske während des Tragens nicht berühren und sie in der Zwischenzeit nicht um den Hals tragen.
- Ist die Maske durchfeuchtet, muss eine neue genutzt werden.
- Beim Absetzen nicht die Maske berühren und sie nur an den seitlichen Bändern oder Gummis anfassen.
- Hände gründlich waschen.
Während Einwegmasken in den Müll kommen, können wiederverwendbare mit Vollwaschmittel am besten bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine gereinigt werden. Hier erhalten Interessierte weitere Informationen zur Nutzung von FFP2-Masken .
Die Einhaltung von Hygieneregeln ist sowohl bei der Nutzung von Masken als auch beim Husten, Niesen und Händewaschen wichtig, damit es nicht zu einer Infektion mit dem Coronavirus kommt.
Hygiene: richtig husten, niesen und Hände waschen
Vom Streicheln des Haustieres über das Naseputzen bis hin zum Kochen: Im Alltag fassen Menschen ständig etwas an und kommen dadurch häufig mit Keimen in Kontakt. Krankheitserreger, wie das Coronavirus, werden mit den Händen weiter verbreitet. So können Erreger, die Infektionen auslösen, beim Berühren des Gesichts beispielsweise über Mund, Nase oder Augen eindringen. Damit das nicht passiert, ist regelmäßiges und richtiges Händewaschen wichtig.
Mehr zur Hygiene...
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Für das richtige Händewaschen sind folgende Schritte wichtig:
- Hände unter fließendes Wasser halten.
- Hände gründlich einseifen: auch die Fingerspitzen und Zwischenräume.
- Seife rundherum 20 bis 30 Sekunden verreiben.
- Hände unter fließendem Wasser gründlich abspülen.
- Hände sorgfältig abtrocknen – auch zwischen den Fingern. Am besten mit Einmalhandtüchern oder einem eigenen Handtuch.
Um das Ansteckungsrisiko für andere Menschen zu verringern, ist Hygiene auch beim Husten und Niesen von Bedeutung:
- Mindestens einen Meter Abstand halten.
- Sich von anderen Personen wegdrehen.
- Am besten in ein Taschentuch husten oder niesen, alternativ in die Armbeuge.
- Taschentuch nur einmal benutzen und dann direkt wegschmeißen.
- Nach dem Husten und Niesen immer gründlich die Hände waschen.
Diese einfachen Hygieneregeln helfen dabei, dass sich Erreger wie das Coronavirus nicht weiterverbreiten können. Damit schützen wir uns selbst und andere vor Krankheiten.
Lüften – aber richtig
Weiteren Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus bietet richtiges Lüften, denn in geschlossenen Räumen sammeln sich mit der Zeit immer mehr Aerosole an. Das sind winzig kleine Flüssigkeitspartikel, die das Coronavirus übertragen können. Sie verteilen sich beispielsweise im Büro, Klassenzimmer oder der Wohnung, sodass das Infektionsrisiko steigt. Dagegen hilft regelmäßiges und richtiges Lüften.
mehr zum Lüften...
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Wichtig ist, die verbrauchte und abgestandene Luft durch möglichst viel Frischluft auszutauschen. Das funktioniert mit dem sogenannten Stoßlüften: Dafür werden die Fenster komplett geöffnet. Möglich ist aber auch das Querlüften: Dabei werden an verschiedenen Punkten im Raum Fenster geöffnet.
10 bis 15 Minuten Lüften sind ideal. Im Winter, wenn der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen höher ist, reichen auch 5 bis 10 Minuten für den Luftaustausch. Im Winter ist es wichtig, dass die Räume nicht auskühlen, beispielsweise durch ständig geöffnete Fenster. Denn ohne den großen Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen bewegt sich die Luft viel langsamer.
Die Häufigkeit des Lüftens muss auch an die Zahl der anwesenden Personen angepasst werden. So wird in Schulen beispielsweise empfohlen, alle 20 Minuten für fünf Minuten zu lüften. Auch zu Hause ist der regelmäßige Luftaustausch wichtig, damit Bürger*innen sich nicht mit dem Coronavirus infizieren.
Impfung: freiwillig und kostenfrei Schutz erhalten
Am 21. Dezember 2020 wurde in Europa der erste Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen. Die Corona-Schutzimpfung trägt zum individuellen Schutz bei sowie zur Eindämmung der Pandemie. Da das Virus auch durch Personen ohne Symptome übertragen werden kann und generell sehr leicht übertragbar ist, breitet es sich schnell aus. Durch eine Impfung kann das Infektions- und Erkrankungsrisiko sehr stark reduziert werden.
Mehr zur Impfung...
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Effektive und sichere Impfungen können einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten, denn dafür ist es wichtig, dass ein Großteil der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus entwickelt. Durch die Impfung und Immunisierung wird so auch das Risiko schwerer COVID-19-Erkrankungen sehr stark reduziert. Impfungen sind in Arztpraxen und einigen Apotheken möglich.
Verdacht auf Corona: richtiges Verhalten
mehr zum Verhalten im Verdachtsfall...
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Im Verdachtsfall sollten Bürger*innen ihre*n Ärztin*Arzt kontaktieren. Alternativ können sich Bürger*innen beim Kassenärztlichen Notdienst unter 116 117 melden. In akuten Notfällen, beispielsweise bei Atemnot, sollten sie den Notruf 112 nutzen. Dort erhalten Personen, die den Verdacht haben, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, Informationen über das weitere Vorgehen. Dabei sollten sie auch Bescheid geben, wenn sie zur Risikogruppe gehören.
Je nachdem, wie die Lage eingeschätzt wird, kann ein Coronatest zur Abklärung nötig sein. Positiv getesteten Personen wird empfohlen, sich eigenverantwortlich und rücksichtsvoll zu verhalten. Es kann bei einem positiven Coronatest sinnvoll sein, in Innenräumen außerhalb des eigenen Zuhauses mindestens eine medizinische Maske zu tragen und unnötige Kontakte zu vermeiden. Zudem ist eine gute Hygiene, unter anderem mit regelmäßigem Händewaschen und Lüften, ratsam.
Coronatest: im Verdachtsfall
Coronatests – ob PCR-, Schnell- oder Selbsttests – ermöglichen die schnelle Aufdeckung und Vermeidung von Infektionsketten und können so zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beitragen. Bei Bedarf testen niedergelassene Ärzten*Ärztinnen Bürger*innen mit Symptomen auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus. Bürger*innen können sich auch selbst zu Hause mit einem Antigen-Selbsttests testen oder in Abhängigkeit vom jeweiligen Angebot auf eigene Kosten in einem Testzentrum im Stadtgebiet.
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Bürger*innen erhalten vor Ort einen Nachweis über das Testergebnis – schriftlich oder digital. Ein tagesaktueller Schnelltest kann beispielsweise in medizinischen Einrichtungen nötig sein. Er bietet aber auch eine gewisse Sicherheit, etwa beim Besuch von Verwandten. Aus Studien ist bekannt, dass Infizierte die höchste Viruslast haben, bevor sie überhaupt etwas von der Krankheit bemerken. Gerade dann können Betroffene andere Menschen leicht anstecken – auch wenn sie sich gesund fühlen. Da Schnelltests bereits nach rund 15 Minuten ein Ergebnis liefern, können sie helfen, Infizierte früher zu entdecken und zu isolieren, sodass sie keine weiteren Personen mehr anstecken können.
Kontakte: beschränken und merken
Zum Schutz vor dem Coronavirus ist das individuelle Verhalten jedes*jeder Einzelnen von Bedeutung. Da das Coronavirus von Mensch zu Mensch übertragen wird, hilft es, die persönlichen Kontakte zu reduzieren und außerhalb des eigenen Haushalts weniger Menschen zu treffen, zum Beispiel durch die verstärkte Nutzung des Homeoffice.
Mehr zur Kontaktreduktion...
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Manchmal lässt sich das Zusammentreffen mit anderen Menschen nicht vermeiden, beispielsweise bei der Arbeit. Dann kommt es insbesondere auf regelmäßiges Lüften in geschlossenen Räumen an. Da das Infektionsrisiko im Gedränge hoch ist, sollten Bürger*innen Gruppen meiden und zum Schutz Masken tragen. Da das Coronavirus durch Tröpfchen, zum Beispiel beim Sprechen, übertragen wird, hilft es, auch in Gesprächen 1,5 Meter Abstand zu halten und eine Maske zu tragen.
Trotz aller Vorsicht kann es bei den Begegnungen im Alltag passieren, dass sich Bürger*innen mit dem Coronavirus infizieren. Um Infektionsketten zu unterbrechen, ist es hilfreich, wenn positiv Getestete allen Personen Bescheid geben, mit denen sie in den letzten vier Tagen Kontakt hatten. So können Bürger*innen helfen, andere vor dem Coronavirus zu schützen.