Coronavirus: Informationen zu Tests und Testmöglichkeiten in Essen

Corona-Tests – ob PCR- oder Schnelltests – ermöglichen die schnelle Aufdeckung und Vermeidung von Infektionsketten. Essener Bürger*innen können sich in eingerichteten Teststellen sowie bei niedergelassenen Ärzten*Ärztinnen auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Eine nachgewiesene Immunisierung durch Impfung oder Genesung ist dem Nachweis eines negativen Testergebnisses durch einen Coronaschnelltest gleichgestellt und lässt die entsprechende Testverpflichtung entfallen.

Informationen für Reisende sind unter essen.de/coronavirus_reisen zu finden.

Corona-Tests nicht länger für alle kostenlos

Nach der Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW und der Coronavirus-Testverordnung des Bundes können in Nordrhein-Westfalen verschiedene Anbieter Schnelltests durchführen. Seit 11. Oktober haben nur noch folgende asymptomatischen Personen Anspruch auf eine kostenfreie Testung, mindestens einmal in der Woche, mittels PoC-Antigentests:

  • Kinder unter 12 Jahre bzw. Kinder, die in den letzten drei Monaten vor der Testung das zwölfte Lebensjahr vollendet haben
  • Personen, die zum Testzeitpunkt oder in den drei Monaten davor aufgrund einer medizinischen Kontraindikation, insbesondere einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel, nicht gegen das Coronavirus geimpft werden konnten
  • bis zum 10. Dezember 2021: vormals Schwangere bzw. Stillende, für die die generelle Impfempfehlung der STIKO erst am 10. September erfolgte. (Nachweis für Anspruchsberechtigung: Mutterpass)
  • bis zum 31. Dezember 2021:
  • Personen, die zum Testzeitpunkt oder in den drei Monaten davor an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus teilnehmen bzw. teilgenommen haben
  • Personen, die sich zum Testzeitpunkt mit nachgewiesener Corona-Infektion in Quarantäne befinden, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist.

Die Kosten übernimmt in den genannten Ausnahmefällen der Bund.

Alle anderen Personen müssen die Testungen selbst zahlen. Derzeit gibt es keine rechtlichen Vorgaben, wie hoch die Preise für Selbstzahler*innen sein dürfen.

Bürger*innen erhalten vor Ort einen Nachweis über das Testergebnis – schriftlich oder digital.

Gültigkeitsdauer der Tests

Um die sogenannte 3G-Regelung zu erfüllen, die nach der Coronaschutzverordnung für den Besuch einer Einrichtung oder der Teilnahme eines Angebots vorgeschrieben ist, müssen Nicht-Geimpfte und Nicht-Genesene weiterhin einen Testnachweis erbringen. Das ist beispielsweise für Veranstaltungen in Innenräumen, bei Sport- und Wellnessangeboten, bei körpernahen Dienstleistungen oder in der Innengastronomie notwendig. Der negative Testnachweis darf dafür höchstens 48 Stunden alt sein.

Für den Besuch von Clubs, Diskotheken oder einer privaten Feier mit Tanz ist sogar ein Nachweis über einen negativen PCR-Test notwendig. Dieser kann durch einen maximal sechs Stunden alten Antigen-Schnelltest ersetzt werden.

Bei impfunfähigen Personen, also denen, die auch weiterhin einen kostenlosen Test erhalten, darf mit der neuen Regelung ab 11. Oktober der Antigen-Schnelltest bis zu 24 Stunden alt sein.

Teststellen für Schnelltests in Essen

Im gesamten Essener Stadtgebiet verteilt gibt es mehrere Hundert Teststellen. Zur besseren Übersichtlichkeit wurde eine Karte erstellt, die weitere Informationen enthält:

Zur Übersichtskarte mit den Essener Testzentren

Wichtiger Hinweis:
Es ist möglich, dass die aufgeführten Arztpraxen die Schnelltests in Abhängigkeit von ihrer Kapazitäten nur ihren eigenen Patient*innen anbieten.

Beschäftigtentestung

Laut SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, sind Arbeitgeber*innen verpflichtet, Beschäftigten, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal wöchentlich einen Corona-Test anzubieten.

Laut Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW können Unternehmen der Privatwirtschaft, Körperschaften des Privatrechts sowie Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts die Beschäftigtentestungen selbst mit eigenem fachkundigem oder geschultem Personal durchführen oder bei Teststellen oder -zentren auf ihre Kosten beauftragen. Sie können eine Bescheinigung über das Testergebnis ausstellen, auch bei Selbsttests unter Aufsicht.

Testnachweise können nach dem Muster der Anlage der Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW durch Arbeitgeber*innen erstellt werden.

Arbeitgeber*innen, die diese Möglichkeit anbieten, müssen vorab das Gesundheitsamt Essen als untere Gesundheitsbehörde mit folgendem Kontaktformular informieren:
www.mags.nrw/coronavirus-beschaeftigtentestung-anzeige.

Weitere Informationen und FAQ zur Corona-Arbeitsschutzverordnung

Schultestungen

In öffentlichen Schulen, Ersatzschulen oder Ergänzungsschulen finden regelmäßige Testungen gemäß den besonderen Bestimmungen der Coronabetreuungsverordnung statt. Schulen müssen den getesteten Personen auf Wunsch für jede Testung, an der sie unter Aufsicht teilgenommen haben, einen Testnachweis ausstellen. Bei Personen, die an einer beaufsichtigten Schultestung in Form einer PCR-Pooltestung teilgenommen haben, gilt als Zeitpunkt der Testvornahme der Zeitpunkt der Ergebnisfeststellung.

Personen mit einem positiven PCR-Pool-Test müssen sich einer Kontrolltestung mittels individuellem PCR-Test unterziehen. Bis zum Erhalt eines negativen Ergebnisses des Kontrolltests müssen sie sich bestmöglich absondern, Kontakte vermeiden und Hygiene- sowie Infektionsschutzmaßnahmen einhalten.

Weitere Informationen zum Betrieb von Schulen und den Regelungen der Testpflicht

Corona-Selbsttest

Auch in Essen sind Selbsttests auf das Coronavirus im Einzelhandel verfügbar. Dabei handelt es sich um frei verkäufliche Antigen-Tests. Sie weisen ein Virusteil (Antigen) nach und fallen insbesondere dann positiv aus, wenn man akut erkrankt ist. Will man einen Selbsttest für die Nutzung eines bestimmten Angebots nutzen, so ist zu beachten, dass der Selbsttest unter Aufsicht fachkundiger oder geschulter Personen, die zur Durchführung von Schnelltests befugt sind, erfolgen müssen, die das Ergebnis auch bestätigen.

Verhalten bei positivem Selbsttest
Fällt ein Selbsttest positiv aus, muss eine PCR-Testung durchgeführt werden. Betroffene, die keine akuten Krankheitssymptome haben, sollten dafür ihre*n Hausärztin*Hausarzt kontaktieren. Bis zu einem Termin für eine PCR-Testung sollten sie dringend Kontakte vermeiden. Haben die Betroffenen krankheitsbedingte Symptome, sollten sie ebenfalls Kontakte vermeiden, jedoch das Bürgertelefon der Stadt Essen unter 0201 88-88999 anrufen: Es ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr erreichbar.

Diese Corona-Tests gibt es

Bei den Testverfahren auf das SARS-CoV-2-Virus, die nur von geschultem Personal durchgeführt werden dürfen, wird zwischen molekularbiologischen Tests ("PCR-Test") und PoC-Antigen-Tests ("Coronaschnelltest") unterschieden.

PCR-Testungen gehören zu den Standardverfahren in der Diagnostik von Viren. Dafür werden die Proben nach dem Abstrich in ein Labor gebracht, wo das das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt.

Antigen-Tests weisen die Eiweißstrukturen des Coronavirus nach. Dazu werden die Proben nach einem Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Ist das Coronavirus in der Probe enthalten, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen. In diesem Fall wird eine Verfärbung auf dem Teststreifen sichtbar.

Während für PCR-Testungen ca. vier bis fünf Stunden zuzüglich Transportzeit, Vorbereitungszeit und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen hohen Probeaufkommens anfallen, liefert der Coronaschnelltest in weniger als 30 Minuten ein Ergebnis. Zudem ist er aufgrund seiner leichten Handhabung auch außerhalb von Laboren einsetzbar, z.B. in Pflegeeinrichtung.

Da Antigen-Tests weniger sensitiv als PCR-Testungen sind, ist eine größere Virusmenge für ein positives Ergebnis nötig. Daher schließt ein negatives Antigen-Testergebnis die Möglichkeit einer Coronavirus-Infektion nicht aus. Ein positives Antigen-Test-Ergebnis muss zudem über einen PCR-Test bestätigt werden, da es häufiger zu positiven Ergebnissen bei gar nicht infizierten Personen kommt.

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