Coronavirus: Informationen zu Tests und Testmöglichkeiten in Essen

Coronatests – ob PCR- oder Schnelltests – ermöglichen die schnelle Aufdeckung und Vermeidung von Infektionsketten. Essener Bürger*innen können sich in eingerichteten Teststellen sowie bei niedergelassenen Ärzten*Ärztinnen auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus testen lassen.

Kostenfreier Coronatest für alle Bürger*innen

Auf Basis der Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW und der Coronavirus-Testverordnung des Bundes können in Nordrhein-Westfalen verschiedene Anbieter Schnelltests durchführen, die Bürger*innen mindestens einmal wöchentlich kostenfrei nutzen können. Die Schnelltestzentren können also Personen, die sich mehrfach in der Woche kostenlos testen lassen wollen, nicht abweisen. Die Kosten für diese sogenannten "Bürgertests" übernimmt der Bund.

Bürger*innen erhalten vor Ort einen Nachweis über das Testergebnis – schriftlich oder digital. Ein tagesaktueller Schnelltest ist beispielsweise für die Nutzung körpernaher Dienstleistungen wie bei Kosmetiker*innen nötig, wenn die Maske nicht getragen werden kann. Ist ein tagesaktueller Test erforderlich, darf die Testvornahme bei der Inanspruchnahme des Angebots höchstens 24 Stunden zurückliegen.

Teststellen für kostenfreie Schnelltests in Essen

Hier zu einer Übersichtskarte der Essener Testzentren.

Wichtiger Hinweis:
Es ist möglich, dass die hier aufgeführten Arztpraxen die kostenlosen Schnelltests in Abhängigkeit ihrer Kapazitäten nur ihren eigenen Patient*innen anbieten.

Ausbau der Teststruktur

Den organisatorischen und rechtlichen Rahmen für den Ausbau der Teststruktur in NRW regelt die Corona-Teststrukturverordnung NRW.

Die Kreise und kreisfreien Städte koordinieren den Aufbau der Angebotsstruktur und die Beauftragung weiterer Teststellen. Die kostenlosen Schnelltests können in Apotheken, Zahnarztpraxen, ärztlich oder zahnärztlich geführten Einrichtungen, medizinischen Laboren, Tierarztpraxen, bei Rettungs- und Hilfsorganisationen und weiteren Anbietern wie Drogerien, die eine ordnungsgemäße Durchführung garantieren, durchgeführt werden. Alle Teststellen melden dem Gesundheitsamt täglich die Zahl der vorgenommenen und der positiven Tests, um die Wirkung der Maßnahme einschätzen zu können.

Die Stadtverwaltung ist mit weiteren Anbietern im Gespräch, um über das ganze Stadtgebiet hinweg an verschiedenen Stellen kostenlose Schnelltests zu ermöglichen.

Hinweis für Arbeitgeber zur Beschäftigtentestung

Testnachweise können nach dem Muster der Anlage 3 der Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW durch Arbeitgeber erstellt werden.

Arbeitgeber, die diese Möglichkeit anbieten, haben dies vorab dem Gesundheitsamt Essen als untere Gesundheitsbehörde mit folgendem Kontaktformular anzuzeigen:
www.mags.nrw/coronavirus-beschaeftigtentestung-anzeige

Weitere Testmöglichkeiten in Essen

Essener Bürger*innen können unabhängig von dem wöchentlichen kostenfreien Test auch Testungen an entsprechenden Teststationen sowie bei niedergelassenen Ärzten*Ärztinnen durchführen lassen, beispielsweise wenn sie diesen für eine Reise benötigen. Eine vorherige telefonische Ankündigung wird empfohlen.

Weitere Informationen der KVNO

Corona-Selbsttest

Auch in Essen sind Selbsttests auf das Coronavirus im Einzelhandel verfügbar. Dabei handelt es sich um frei verkäufliche Antigen-Tests. Sie weisen ein Virusteil (Antigen) nach und fallen insbesondere dann positiv aus, wenn man akut erkrankt ist. Will man einen Selbsttest für die Nutzung eines bestimmten Angebots, z. B. im Rahmen von Click & Meet, nutzen, so ist zu beachten, dass der Selbsttest unter Aufsicht fachkundiger oder geschulter Personen, die zur Durchführung von Schnelltests befugt sind, erfolgen müssen.

Verhalten bei positivem Selbsttest
Fällt ein Selbsttest positiv aus, muss eine PCR-Testung durchgeführt werden und Betroffene, die keine akuten Krankheitssymptome haben, sollten ihre*n Hausärztin*Hausarzt kontaktieren. Bis zu einem Termin für eine PCR-Testung sollten sie dringend Kontakte vermeiden. Haben die Betroffenen krankheitsbedingte Symptome, sollten sie ebenfalls Kontakte vermeiden, jedoch das Bürgertelefon der Stadt Essen unter 0201 88-88999 anrufen: Es ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr erreichbar, samstags von 8 bis 15 Uhr.

Diese Coronatests gibt es

Bei den Testverfahren auf das SARS-CoV-2-Virus, die nur von geschultem Personal durchgeführt werden dürfen, wird zwischen molekularbiologischen Tests ("PCR-Test") und PoC-Antigen-Tests ("Coronaschnelltest") unterschieden.

PCR-Testungen gehören zu den Standardverfahren in der Diagnostik von Viren. Dafür werden die Proben nach dem Abstrich in ein Labor gebracht, wo das das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt.

Antigen-Tests weisen die Eiweißstrukturen des Coronavirus nach. Dazu werden die Proben nach einem Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Ist das Coronavirus in der Probe enthalten, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen. In diesem Fall wird eine Verfärbung auf dem Teststreifen sichtbar.

Während für PCR-Testungen ca. vier bis fünf Stunden zuzüglich Transportzeit, Vorbereitungszeit und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen hohen Probeaufkommens anfallen, liefert der Coronaschnelltest in weniger als 30 Minuten ein Ergebnis. Zudem ist er aufgrund seiner leichten Handhabung auch außerhalb von Laboren einsetzbar, z.B. in Pflegeeinrichtung.

Da Antigen-Tests weniger sensitiv als PCR-Testungen sind, ist eine größere Virusmenge für ein positives Ergebnis nötig. Daher schließt ein negatives Antigen-Testergebnis die Möglichkeit einer Coronavirus-Infektion nicht aus. Ein positives Antigen-Test-Ergebnis muss zudem über einen PCR-Test bestätigt werden, da es häufiger zu positiven Ergebnissen bei gar nicht infizierten Personen kommt.

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