Coronavirus: Informationen zu Tests und Testmöglichkeiten in Essen

Corona-Tests ermöglichen die schnelle Aufdeckung und Vermeidung von Infektionsketten. Essener Bürger*innen können sich in Teststellen sowie bei niedergelassenen Ärzten*Ärztinnen auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen.

Kostenlose Coronatests

Nach der Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW und der Coronavirus-Testverordnung des Bundes können in Nordrhein-Westfalen verschiedene Anbieter Schnelltests durchführen. Die sogenannten Bürgertestungen sind für alle kostenlos. Alle asymptomatischen Personen haben Anspruch auf eine kostenfreie Testung, mindestens einmal in der Woche, mittels PoC-Antigentests. Bürger*innen erhalten vor Ort einen Nachweis über das Testergebnis – schriftlich oder digital.

Teststellen für Schnelltests in Essen

Im gesamten Essener Stadtgebiet gibt es mehrere Hundert Teststellen. Eine Karte bietet einen Überblick über diese und hält weitere Informationen zu den einzelnen Standorten bereit:

Zur Übersichtskarte mit den Essener Testzentren

Es ist möglich, dass die aufgeführten Arztpraxen die Schnelltests in Abhängigkeit von ihrer Kapazitäten nur ihren eigenen Patient*innen anbieten.

Beschäftigtentestung

Unternehmen der Privatwirtschaft, Körperschaften des Privatrechts sowie Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, die ihren anwesenden Beschäftigten kostenlose Coronaschnelltests (nach § 2 Absatz 3 Nummer 1 der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vom 17. März 2022 (BAnz AT 18.03.2022 V1) in der jeweils geltenden Fassung) anbieten, können die Testungen bei zugelassenen Teststellen oder -zentren auf ihre Kosten beauftragen oder durch geschultes oder fachkundiges Personal selbst vor Ort durchführen. Auch Selbsttests unter Aufsicht durch geschultes Personal (siehe "Mindestanforderungen an Teststellen" der Anlage 1) sind vor Ort möglich.

Wenn von den getesteten Personen gewünscht und organisatorisch möglich, soll im Anschluss an die Testung vor Ort eine Bescheinigung über das Testergebnis ausgestellt werden. Die Nachweise dürfen ausnahmsweise auch für ehrenamtlich Tätige ausgestellt werden, wenn sie im Hinblick auf die ausgeübte Tätigkeit und die Einbeziehung in Organisation und Betriebsablauf mit entgeltlich Beschäftigten vergleichbar eingesetzt werden.

Arbeitgeber*innen, die die Möglichkeit zur Erstellung von Testnachweisen anbieten wollen, müssen dies dem Gesundheitsamt Essen als untere Gesundheitsbehörde vor dem Beginn der Erteilung von Testnachweisen mitteilen: über das Kontaktformular unter https://www.mags.nrw/coronavirus-beschaeftigtentestung-anzeige. Die Bescheinigung darf nur durch das geschulte beziehungsweise fachkundige Personal und unter Verwendung des Musters (siehe Anlage 2 "Muster-Testbescheinigung für Beschäftigte) ausgestellt werden.

Corona-Selbsttest

Auch in Essen sind Selbsttests auf das Coronavirus im Einzelhandel verfügbar. Dabei handelt es sich um frei verkäufliche Antigen-Tests. Sie weisen ein Virusteil (Antigen) nach und fallen insbesondere dann positiv aus, wenn man akut erkrankt ist. Will man einen Selbsttest für die Nutzung eines bestimmten Angebots nutzen, so ist zu beachten, dass der Selbsttest unter Aufsicht fachkundiger oder geschulter Personen, die zur Durchführung von Schnelltests befugt sind, erfolgen muss, die das Ergebnis auch bestätigen.

Verhalten bei positivem Selbsttest
Fällt ein Selbsttest positiv aus, muss unverzüglich ein Coronaschnelltest oder ein PCR-Test (Kontrolltest) bei einer Teststelle erfolgen. Bis zu einem Termin sollten Betroffene dringend Kontakte vermeiden. Sie sollten dafür ihre*n Hausärztin*Hausarzt oder eine Teststelle kontaktieren.

Diese Corona-Tests gibt es

Bei den Testverfahren auf das SARS-CoV-2-Virus, die nur von geschultem Personal durchgeführt werden dürfen, wird zwischen molekularbiologischen Tests ("PCR-Test") und PoC-Antigen-Tests ("Coronaschnelltest") unterschieden.

PCR-Testungen gehören zu den Standardverfahren in der Diagnostik von Viren. Dafür werden die Proben nach dem Abstrich in ein Labor gebracht, wo das das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt.

Antigen-Tests weisen die Eiweißstrukturen des Coronavirus nach. Dazu werden die Proben nach einem Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Ist das Coronavirus in der Probe enthalten, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen. In diesem Fall wird eine Verfärbung auf dem Teststreifen sichtbar.

Während für PCR-Testungen ca. vier bis fünf Stunden zuzüglich Transportzeit, Vorbereitungszeit und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen hohen Probeaufkommens anfallen, liefert der Coronaschnelltest in weniger als 30 Minuten ein Ergebnis. Zudem ist er aufgrund seiner leichten Handhabung auch außerhalb von Laboren einsetzbar, z.B. in Pflegeeinrichtung.

Da Antigen-Tests weniger sensitiv als PCR-Testungen sind, ist eine größere Virusmenge für ein positives Ergebnis nötig. Daher schließt ein negatives Antigen-Testergebnis die Möglichkeit einer Coronavirus-Infektion nicht aus. Ein positives Antigen-Test-Ergebnis muss zudem über einen PCR-Test bestätigt werden, da es häufiger zu positiven Ergebnissen bei gar nicht infizierten Personen kommt.

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