Coronavirus: Informationen zu Tests und Testmöglichkeiten in Essen

Coronatests – ob PCR- oder Schnelltests – ermöglichen die schnelle Aufdeckung und Vermeidung von Infektionsketten. Essener Bürger*innen können sich in eingerichteten Teststellen sowie bei niedergelassenen Ärzten*Ärztinnen auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Eine nachgewiesene Immunisierung durch Impfung oder Genesung ist dem Nachweis eines negativen Testergebnisses durch einen Coronaschnelltest gleichgestellt und lässt die entsprechende Testverpflichtung entfallen.

Bürger*innen müssen darüber hinaus die Quarantäne-Regelungen beachten.

Kostenfreier Coronatest für alle Bürger*innen

Auf Basis der Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW und der Coronavirus-Testverordnung des Bundes können in Nordrhein-Westfalen verschiedene Anbieter Schnelltests durchführen, die Bürger*innen mindestens einmal wöchentlich kostenfrei nutzen können. Kostenlose Tests mehrfach in der Woche sind demenstsprechend nach Verfügbarkeit möglich. Neben Antigen-Schnelltests sind seit 1. Juli auch überwachte Selbsttests zur Eigenanwendung möglich.

Die Kosten für diese sogenannten "Bürgertests" übernimmt der Bund. Bürger*innen erhalten vor Ort einen Nachweis über das Testergebnis – schriftlich oder digital.

Teststellen für kostenfreie Schnelltests in Essen

Wichtiger Hinweis:
Es ist möglich, dass die aufgeführten Arztpraxen die kostenlosen Schnelltests in Abhängigkeit von ihrer Kapazitäten nur ihren eigenen Patient*innen anbieten.

Zur Übersichtskarte mit den Essener Testzentren

Ausbau und Betrieb der Teststellen

Den organisatorischen und rechtlichen Rahmen für den Ausbau der Teststruktur in NRW regelt die Corona-Teststrukturverordnung NRW.

Die Kreise und kreisfreien Städte koordinieren den Aufbau der Angebotsstruktur und die Beauftragung weiterer Teststellen. Die kostenlosen Schnelltests können in Apotheken, Zahnarztpraxen, ärztlich oder zahnärztlich geführten Einrichtungen, medizinischen Laboren, Tierarztpraxen, bei Rettungs- und Hilfsorganisationen und weiteren Anbietern wie Drogerien, die eine ordnungsgemäße Durchführung garantieren, durchgeführt werden. Alle Teststellen melden dem Gesundheitsamt täglich die Zahl der vorgenommenen und der positiven Tests, um die Wirkung der Maßnahme einschätzen zu können.

Ein vorübergehendes Aussetzen führt nicht zum Erlöschen der Beauftragung. Die Wiederaufnahme des Testangebots muss gemeldet werden. Ebenso muss eine Beendigung des Testangebots gemeldet werden.

Die Beauftragung einer Teststelle soll insbesondere dann widerrufen oder aufgehoben werden, wenn

  • der*die Betreiber*in der Teststelle die gewerberechtliche Zuverlässigkeit nicht oder nicht mehr besitzt
  • der*die Betreiber*in die Maßgaben der Corona-Teststrukturverordnung NRW nicht einhält und entsprechende Mängel trotz Aufforderung nicht unverzüglich abstellt,
  • Testverfahren nicht ordnungsgemäß angewendet werden,
  • unrichtige Testnachweise erstellt werden,
  • Archivierungspflichten nicht ordnungsgemäß erfüllt werden oder
  • andere Gründe erkennbar werden, die nach § 35 Absatz 1 Gewerbeordnung eine Gewerbeuntersagung rechtfertigen würden.

Als Gründe für einen Widerruf oder eine Aufhebung der Beauftragung können Tatsachen herangezogen werden, die die unteren Gesundheitsbehörden oder die örtlichen Ordnungsbehörden im Rahmen eigener Kontrollen feststellen oder die ihnen durch andere zuständige Stellen mitgeteilt werden. Bei einer Mitteilung von Unregelmäßigkeiten in den Meldungen zur Abrechnung ist im Regelfall von einer Unzuverlässigkeit der*des Betreiberin*Betreibers auszugehen.

Teststellen, die erst nach dem 30. April 2021 einen Antrag auf Beauftragung stellen, erhalten aufgrund der zwischenzeitlich bereits flächendeckend aufgebauten Testangebotsstruktur auch im Fall einer Beauftragung durch die unteren Gesundheitsbehörden (nach § 3 Absatz 5) keine Finanzierung (nach Absatz 3). Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales kann auf Antrag der unteren Gesundheitsbehörden Ausnahmen zulassen, wenn im Einzelfall vor Ort noch eine unzureichende Angebotsstruktur vorliegt und durch die zusätzlichen Teststellen hier Abhilfe geschaffen werden kann.

Beschäftigtentestung

Laut SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, sind Arbeitgeber*innen verpflichtet, Beschäftigten, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal wöchentlich einen Coronatest anzubieten.

Laut Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW können Unternehmen der Privatwirtschaft, Körperschaften des Privatrechts sowie Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts die Beschäftigtentestungen selbst mit eigenem fachkundigem oder geschultem Personal durchführen oder bei Teststellen oder -zentren, die auch Bürgertestungen vornehmen, auf ihre Kosten beauftragen. Soweit möglich soll eine Bescheinigung über das Testergebnis erfolgen, auch bei Selbsttests unter Aufsicht.

Testnachweise können nach dem Muster der Anlage der Corona-Test- und Quarantäneverordnung NRW durch Arbeitgeber*innen erstellt werden.

Arbeitgeber*innen, die diese Möglichkeit anbieten, müssen vorab das Gesundheitsamt Essen als untere Gesundheitsbehörde mit folgendem Kontaktformular informieren:
www.mags.nrw/coronavirus-beschaeftigtentestung-anzeige.

Weitere Informationen und FAQ zur Corona-Arbeitsschutzverordnung

Schultestungen

In öffentlichen Schulen, Ersatzschulen oder Ergänzungsschulen finden regelmäßige Testungen gemäß den besonderen Bestimmungen der Coronabetreuungsverordnung statt. Schulen müssen den getesteten Personen auf Wunsch für jede Testung, an der sie unter Aufsicht teilgenommen haben, einen Testnachweis ausstellen. Bei Personen, die an einer beaufsichtigten Schultestung in Form einer PCR-Pooltestung teilgenommen haben, gilt als Zeitpunkt der Testvornahme der Zeitpunkt der Ergebnisfeststellung.

Personen mit einem positiven PCR-Pool-Test müssen sich einer Kontrolltestung mittels individuellem PCR-Test unterziehen. Bis zum Erhalt eines negativen Ergebnisses des Kontrolltests müssen sie sich bestmöglich absondern, Kontakte vermeiden und Hygiene- sowie Infektionsschutzmaßnahmen einhalten.

Weitere Informationen zum Betrieb von Schulen und den Regelungen der Testpflicht

Weitere Testmöglichkeiten

Essener Bürger*innen können unabhängig von den kostenfreien Tests auch Testungen an entsprechenden Teststationen sowie bei niedergelassenen Ärzten*Ärztinnen durchführen lassen, beispielsweise wenn sie einen entsprechenden Nachweis für eine Reise benötigen. Eine vorherige telefonische Ankündigung wird empfohlen.

Weitere Informationen der KVNO

Corona-Selbsttest

Auch in Essen sind Selbsttests auf das Coronavirus im Einzelhandel verfügbar. Dabei handelt es sich um frei verkäufliche Antigen-Tests. Sie weisen ein Virusteil (Antigen) nach und fallen insbesondere dann positiv aus, wenn man akut erkrankt ist. Will man einen Selbsttest für die Nutzung eines bestimmten Angebots, z. B. im Rahmen von Click & Meet, nutzen, so ist zu beachten, dass der Selbsttest unter Aufsicht fachkundiger oder geschulter Personen, die zur Durchführung von Schnelltests befugt sind, erfolgen müssen, die das Ergebnis auch bestätigen.

Verhalten bei positivem Selbsttest
Fällt ein Selbsttest positiv aus, muss eine PCR-Testung durchgeführt werden. Betroffene, die keine akuten Krankheitssymptome haben, sollten dafür ihre*n Hausärztin*Hausarzt kontaktieren. Bis zu einem Termin für eine PCR-Testung sollten sie dringend Kontakte vermeiden. Haben die Betroffenen krankheitsbedingte Symptome, sollten sie ebenfalls Kontakte vermeiden, jedoch das Bürgertelefon der Stadt Essen unter 0201 88-88999 anrufen: Es ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr erreichbar.

Diese Coronatests gibt es

Bei den Testverfahren auf das SARS-CoV-2-Virus, die nur von geschultem Personal durchgeführt werden dürfen, wird zwischen molekularbiologischen Tests ("PCR-Test") und PoC-Antigen-Tests ("Coronaschnelltest") unterschieden.

PCR-Testungen gehören zu den Standardverfahren in der Diagnostik von Viren. Dafür werden die Proben nach dem Abstrich in ein Labor gebracht, wo das das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt.

Antigen-Tests weisen die Eiweißstrukturen des Coronavirus nach. Dazu werden die Proben nach einem Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Ist das Coronavirus in der Probe enthalten, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen. In diesem Fall wird eine Verfärbung auf dem Teststreifen sichtbar.

Während für PCR-Testungen ca. vier bis fünf Stunden zuzüglich Transportzeit, Vorbereitungszeit und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen hohen Probeaufkommens anfallen, liefert der Coronaschnelltest in weniger als 30 Minuten ein Ergebnis. Zudem ist er aufgrund seiner leichten Handhabung auch außerhalb von Laboren einsetzbar, z.B. in Pflegeeinrichtung.

Da Antigen-Tests weniger sensitiv als PCR-Testungen sind, ist eine größere Virusmenge für ein positives Ergebnis nötig. Daher schließt ein negatives Antigen-Testergebnis die Möglichkeit einer Coronavirus-Infektion nicht aus. Ein positives Antigen-Test-Ergebnis muss zudem über einen PCR-Test bestätigt werden, da es häufiger zu positiven Ergebnissen bei gar nicht infizierten Personen kommt.

© 2021 Stadt Essen