Coronavirus: Informationen zu Tests und Testmöglichkeiten in Essen

Corona-Tests ermöglichen die schnelle Aufdeckung und Vermeidung von Infektionsketten. Essener Bürger*innen können sich in Teststellen sowie bei niedergelassenen Ärzten*Ärztinnen auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen.

Die bundesweit gültige Testverordnung (Änderungen zuletzt am 25. November) regelt grundsätzlich den Anspruch auf Coronavirus-Tests im Bereich der Prävention bei asymptomatischen Personen bzw. zur Bestätigung positiver Schnelltestergebnisse. Dagegen werden Testungen symptomatischer Personen im Rahmen der Krankenbehandlung vergütet.

Deshalb sollten Personen mit Symptomen in eine Arztpraxis gehen, die bei Bedarf einen Test vornehmen kann. Die Abrechnung erfolgt über die Krankenkasse.

Von anlasslosen Tests wird abgeraten. Die Regelung zu Corona-Tests mit einer Eigenbeteiligung von 3 Euro ist zum 25. November ausgelaufen.

Kostenloser Coronatest

Anlasslose Testungen asymptomatischer Personen sind angesichts des Pandemieverlaufs nicht mehr notwendig, so das Bundesgesundheitsministerium. Es gilt nun darum, den Blick auch weiterhin auf die besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen zu lenken, da diese ein besonders hohes Risiko haben, schwer an Covid-19 zu erkranken. Einen Anspruch auf kostenlose Bürgertests haben daher:

  • Besucher*innen und Behandelte/Betreute/Gepflegte oder Bewohner*innen in folgenden Einrichtungen:
    • Krankenhäuser
    • Rehabilitationseinrichtungen
    • stationäre Pflegeeinrichtungen
    • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
    • Einrichtungen für ambulantes Operationen
    • Dialyseeinrichtungen
    • ambulante Pflege
    • ambulante Dienste oder stationäre Einrichtung der Eingliederungshilfe
    • Tageskliniken
    • Entbindungseinrichtungen
    • ambulante Hospizdienste und Palliativversorgung
    • Obdachlosenunterkünfte
    • Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerber*innen, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedler*innen
  • Leistungsberechtigte, die im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach § 29 SGB IX Personen beschäftigen, sowie Personen, die bei Leistungsberechtigten im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach § 29 SGB IX beschäftigt sind
  • Pflegende Angehörige

Folgendes muss für die Testung vorgelegt werden:

Bei Besuchen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern kann ein kostenloser Test vor Ort gemacht werden oder der Besuch wird der Teststelle gegenüber glaubhaft gemacht. Insoweit kann das nach Bestätigung durch das Pflegeheim zur Vorlage bei der Teststelle genutzt werden.

Pflegende Angehörige müssen ebenfalls gegenüber der Teststelle darlegen, dass sie einen pflegebedürftigen Angehörigen pflegen, z.B. durch formlose Selbstauskunft oder einen Beleg des Pflegestatus.

Auch Leistungsberechtigte im Rahmen eines Persönlichen Budgets und bei ihnen beschäftigte Personen müssen diesen Umstand darlegen. Eine leistungsberechtigte Person nach § 29 SGB IX kann dies regelhaft durch einen entsprechenden Bescheid nachweisen.

Weitere Informationen zu den kostenlosen Bürgertests und Nachweisen in den FAQ des Bundesgesundheitsministeriums

Kann ich mich ohne Grund testen lassen?

Wenn Sie keinen der oben genannten Gründe für einen kostenlosen Bürgertest haben (Besuch in bestimmten Einrichtungen, pflegende Angehörige) und dennoch getestet werden wollen, ist das abhängig vom Angebot des Testzentrums weiterhin möglich, muss aber selbst bezahlt werden. Sie können sich auch zu Hause mittels eines Antigen-Selbsttests selbstständig testen.

Teststellen für Schnelltests in Essen

Im gesamten Essener Stadtgebiet gibt es mehrere Hundert Teststellen. Eine Karte bietet einen Überblick über diese und hält weitere Informationen zu den einzelnen Standorten bereit:

Zur Übersichtskarte mit den Essener Testzentren

Es ist möglich, dass die aufgeführten Arztpraxen die Schnelltests in Abhängigkeit von ihrer Kapazitäten nur ihren eigenen Patient*innen anbieten.

Beschäftigtentestung

Unternehmen der Privatwirtschaft, Körperschaften des Privatrechts sowie Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, die verpflichtet sind, ihren anwesenden Beschäftigten eine Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 anzubieten oder auf freiwilliger Basis oder aufgrund der Gefährdungsbeurteilung eine Testung anbieten, können die Testungen bei zugelassenen Teststellen oder -zentren auf ihre Kosten beauftragen oder durch geschultes oder fachkundiges Personal selbst vor Ort durchführen. Auch Selbsttests unter Aufsicht durch geschultes Personal (siehe "Mindestanforderungen an Teststellen" der Anlage 1) sind vor Ort möglich.

Wird die Testung vor Ort durchgeführt, gelten für das mit der Durchführung der Testung beauftragte Personal die Mindestanforderung der Anlage 1.

Wenn von den getesteten Personen gewünscht und organisatorisch möglich, soll im Anschluss an die Testung vor Ort eine Bescheinigung über das Testergebnis ausgestellt werden. Die Nachweise dürfen ausnahmsweise auch für ehrenamtlich Tätige ausgestellt werden, wenn sie im Hinblick auf die ausgeübte Tätigkeit und die Einbeziehung in Organisation und Betriebsablauf mit entgeltlich Beschäftigten vergleichbar eingesetzt werden.

Arbeitgeber*innen, die die Möglichkeit zur Erstellung von Testnachweisen anbieten wollen, müssen dies dem Gesundheitsamt Essen als untere Gesundheitsbehörde vor dem Beginn der Erteilung von Testnachweisen mitteilen: über das Kontaktformular unter https://www.mags.nrw/coronavirus-beschaeftigtentestung-anzeige. Die Bescheinigung darf nur durch das geschulte beziehungsweise fachkundige Personal und unter Verwendung des Musters (siehe Anlage 2 "Muster-Testbescheinigung für Beschäftigte) ausgestellt werden.

Corona-Selbsttest

Auch in Essen sind Selbsttests auf das Coronavirus im Einzelhandel verfügbar. Dabei handelt es sich um frei verkäufliche Antigen-Tests. Sie weisen ein Virusteil (Antigen) nach und fallen insbesondere dann positiv aus, wenn man akut erkrankt ist. Will man einen Selbsttest für die Nutzung eines bestimmten Angebots nutzen, so ist zu beachten, dass der Selbsttest unter Aufsicht fachkundiger oder geschulter Personen, die zur Durchführung von Schnelltests befugt sind, erfolgen muss, die das Ergebnis auch bestätigen.

Wie verhalte ich mich bei einem positiven Test?

Bei einem positiven Testergebnis gelten unterschiedliche Vorgaben und Regelungen automatisch auf Grundlage der Test- und Quarantäneverordnung NRW.

Bei einem positiven Selbsttest sind Bürger*innen verpflichtet, unverzüglich zur Kontrolle einen Coronaschnelltest oder einen PCR-Test (Kontrolltest) durchführen zu lassen. Bis dahin sollten sie sich so gut wie möglich von anderen Personen absondern.

Bei einem positiven Coronaschnelltest (in einer Teststelle durchgeführt) gilt automatisch eine Pflicht zur Isolierung. Man muss nicht zwingend einen PCR-Kontrolltest durchführen, dazu wird aber geraten.

Bei einem positiven PCR-Test gilt ebenfalls automatisch eine Pflicht zur Isolierung.

Zu den Regeln für die Isolierung bzw. Quarantäne und den damit verbundenen Informationspflichten

Diese Corona-Tests gibt es

Bei den Testverfahren auf das SARS-CoV-2-Virus, die nur von geschultem Personal durchgeführt werden dürfen, wird zwischen molekularbiologischen Tests ("PCR-Test") und PoC-Antigen-Tests ("Coronaschnelltest") unterschieden.

PCR-Testungen gehören zu den Standardverfahren in der Diagnostik von Viren. Dafür werden die Proben nach dem Abstrich in ein Labor gebracht, wo das das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt.

Antigen-Tests weisen die Eiweißstrukturen des Coronavirus nach. Dazu werden die Proben nach einem Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Ist das Coronavirus in der Probe enthalten, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen. In diesem Fall wird eine Verfärbung auf dem Teststreifen sichtbar.

Während für PCR-Testungen ca. vier bis fünf Stunden zuzüglich Transportzeit, Vorbereitungszeit und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen hohen Probeaufkommens anfallen, liefert der Coronaschnelltest in weniger als 30 Minuten ein Ergebnis. Zudem ist er aufgrund seiner leichten Handhabung auch außerhalb von Laboren einsetzbar, z.B. in Pflegeeinrichtung.

Da Antigen-Tests weniger sensitiv als PCR-Testungen sind, ist eine größere Virusmenge für ein positives Ergebnis nötig. Daher schließt ein negatives Antigen-Testergebnis die Möglichkeit einer Coronavirus-Infektion nicht aus. Ein positives Antigen-Test-Ergebnis muss zudem über einen PCR-Test bestätigt werden, da es häufiger zu positiven Ergebnissen bei gar nicht infizierten Personen kommt.

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