Coronavirus: Informationen zur Impfung

Am 27. Dezember 2020 starteten in Essen die freiwilligen Impfungen gegen das Coronavirus. Für die Terminvereinbarung sowie die medizinische Aufklärung und die eigentliche Impfung ist die Kassenärztliche Vereinigung zuständig. Da zu Beginn noch nicht ausreichend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung steht, wurde eine Reihenfolge der zu impfenden Personen festgelegt.

Zweitimpfungen mit dem Impfstoff AstraZeneca - Termine werden verschoben

Das Land NRW hat entschieden, dass bei Personen unter 60 Jahren, die eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben, die Zweitimpfung entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) mit einem mRNA-Impfstoff (beispielweise BioNTech) in einem Abstand von 12 Wochen erfolgen soll.

Die Termine wurden bisher mit einem Abstand von neun Wochen vergeben und sollen nun entsprechend um drei Wochen verschoben werden. Für Impftermine im Impfzentrum Essen bedeutet dies, dass Tag und Uhrzeit des bestehenden Termins bestehen bleiben, dieser aber genau drei Wochen später stattfindet.

Davon betroffen sind insbesondere die priorisierten Berufsgruppen, die bisher geimpft wurden. Für diese Woche bedeutet das, dass rund 1.800 Termine, die mit Mitarbeiter*innen der ambulanten Pflegedienste als erste priorisierte Gruppe vereinbart wurden, verschoben werden. Teilweise erhalten auch die Beschäftigten von Arztpraxen, Zahnarztpraxen und Hospizen neue Termine, die nun alle schnellstmöglich informiert werden – entweder über den Berufsverband oder das Impfzentrum selbst.

Personen der vorgenannten Gruppe, die über 60 Jahre alt sind und ausdrücklich eine Zweitimpfung mit AstraZeneca wünschen, können diese erhalten, sofern keine Kontraindikation vorliegt. Die Durchführung der Impfung mit AstraZeneca erfolgt nach ärztlichem Ermessen.

Verbesserte Abläufe im Impfzentrum Essen:

Nachdem es in der Woche nach Ostern immer wieder zu langen Wartezeiten und Schlangen vor dem Impfzentrum Essen kam, wurde bereits zum Ende der 14. Kalenderwoche das Impfzentrum auf die Halle 5 der Messe Essen erweitert sowie die Arbeitsabläufe verändert. Grund für die Verzögerungen im Ablauf war insbesondere die zusätzliche administrative Arbeit für die neuen Impfgruppen.

Nun wurden mehr Anmeldestationen aufgebaut sowie das Back-Office erweitert, außerdem werden weitere Impfstraßen folgen. Damit können die Kapazitäten im Impfzentrum Essen langfristig auf über 3.000 Impfungen pro Tag ausgebaut werden.

Das Impfzentrum Essen bittet aber auch weiterhin darum, die vergebenen Termine und die vereinbarte Uhrzeit einzuhalten.

Warum sollte man sich gegen COVID-19 impfen lassen?

COVID-19 ist eine Erkrankung, die durch die Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 auftreten kann. Der Krankheitsverlauf variiert hinsichtlich Symptomatik und Schwere: Es können asymptomatische, symptomarme oder schwere Infektionen auftreten, die bis zum Tod führen können. Ein Teil der COVID-19-Patient*innen hat sich auch Wochen oder Monate nach Beginn der Erkrankung noch nicht wieder erholt.

Da das Virus auch durch asymptomatische Personen übertragen werden kann und generell sehr leicht übertragbar ist, breitet es sich schnell aus. Durch eine Impfung kann das Infektions- und Erkrankungsrisiko sehr stark reduziert werden. Sie trägt somit zum individuellen Schutz sowie zur Eindämmung der Pandemie bei und wird es ermöglichen, Kontaktbeschränkungen mittelfristig zu lockern. Dafür muss zunächst jedoch ein Großteil der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus entwickeln. Durch die Impfung und damit verbundene Immunisierung wird so auch das Risiko schwerer COVID-19-Erkrankungen sehr stark reduziert.

Wer wird wann geimpft?

Die Verteilung des Impfstoffes wird über die bundesweite Coronavirus-Impfverordnung geregelt. Sie sieht eine feste Reihenfolge von Personengruppen bei der Impfung vor: nach höchster, hoher und erhöhter Priorität.

Von der Reihenfolge kann abgewichen werden, wenn dies für eine effiziente Organisation der Schutzimpfungen oder eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist, insbesondere um einen Verwurf von Impfstoffen zu vermeiden. Abweichungen sind auch möglich, um eine dynamische Ausbreitung des Coronavirus aus hochbelasteten Grenzregionen (Ringimpfung) sowie in oder aus Hochinzidenzgebieten in der Bundesrepublik Deutschland (Riegelimpfung) zu verhindern.

Für wen gibt es aktuell ein Impfangebot?

NRW regelt weitere Impfangebote per Erlass

Das NRW-Gesundheitsministerium regelt per Erlass, welchen Personengruppen aus der Impfverordnung als nächstes Impfangebote gemacht werden sollen.

Bisher wurde für folgende Personen- und Berufsgruppen Regelungen für ein Impfangebot getroffen:

Wo kann ich mich impfen lassen?

Die Verteilung von COVID-19-Impfstoffen erfolgt derzeit über Impfzentren, die von den Bundesländern eingerichtet werden. Zusätzlich gibt es mobile Impfteams, die beispielsweise in stationären Pflegeeinrichtungen Impfungen durchführen. Bei der Impfung in Einrichtungen wie Krankenhäusern ist auch der Einsatz von Betriebsärzten*ärztinnen für die Impfung eine Option. Arztpraxen sollen in einem nächsten Schritt ebenfalls Patient*innen gegen das Coronavirus impfen können.

In Essen ist ein zentrales Impfzentrum in der Halle 4 der Messe Essen eingerichtet, in unmittelbarer Nähe der Grugapark-Therme.

Wie bekomme ich einen Termin im Essener Impfzentrum?

Die Terminvergabe für das Impfzentrum Essen ist je nach Impfangebot unterschiedlich organisiert.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) organisiert die Impftermine für die über 80 bzw. über 70-jährigen Personen über die Patientenhotline 0800 116 117 01 (8 bis 22 Uhr) und online auf www.116117.de bzw. termin.corona-impfung.nrw.

Die Terminvergabe für andere aktuelle Impfangebote, beispielsweise für die laut Impfverordnung priorisierten Berufsgruppen, erfolgt über die Impfzentren selbst. Unter der Rubrik "Für wen gibt es aktuelle ein Impfangebot" ist die Vorgehensweise für jedes Impfangebot hinterlegt. Auch diese Personen sollen die notwendigen Unterlagen für eine Impfung bereits ausgefüllt mitbringen.

Wer telefonisch oder online einen Termin über die KVNO bucht, benötigt eine Registrierung. Diese ist Voraussetzung dafür, dass die Dokumente für die Impftermine vor Ort zugesandt werden können.

Notwendige Dokumente

Jeder Impfling erhält neben der Einladung zum Termin einen sogenannten Anamnesebogen, der bereits ausgefüllt mitgebracht werden soll, sowie einen Aufklärungsbogen, der gut durchgelesen und ebenfalls bereits unterschrieben ins Impfzentrum mitgenommen werden muss. Die Dokumente können auch hier heruntergeladen werden. Um bei der Impfung im Impfzentrum Zeit zu sparen werden die Unterlagen am besten in doppelter Ausfertigung mitgebracht.

Ebenfalls zum Impftermin mitbringen müssen die Bürger*innen die Terminbestätigung sowie ihren Lichtbildausweis.

Für die Impfung muss eine Impfberechtigung nachgewiesen werden. Sind Bürger*innen aufgrund ihres Alters berechtigt, geimpft zu werden, reicht dafür ein Lichtbildausweis. Sollten Vorerkrankungen vorhanden sein, ist ein ärztliches Zeugnis notwendig. Bürger*innen, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit impfberechtigt sind, müssen eine Bescheinigung des*der Arbeitsgebers*Arbeitgeberin nachweisen. Bürger*innen, die enge Kontaktperson sind, benötigen, sobald sie an der Reihe sind, eine Bestätigung der pflegebedürftigen oder schwangeren Person.

Je nach Impfstoff ist es möglich, dass für einen vollständigen Schutz eine zweite Impfdosis notwendig ist. Bei einigen Impfstoffen ist eine Zweitimpfung nach nach einer bestimmten Zeit nötig. Sowohl der erste als auch der zweite Termin wird über die Patienten-Hotline oder online vereinbart.

Personen, die in Alten- oder Pflegeeinrichtungen leben, benötigen keinen Termin im Impfzentrum. Dieser wird über die mobilen Teams direkt mit den Einrichtungen abgestimmt.

Wie läuft die Impfung im Essener Impfzentrum ab?

Den Impflingen wird empfohlen, pünktlich zu ihrem Termin zu erscheinen. Sie sollten jedoch nicht zu früh kommen, da es im Impfzentrum keinen Wartebereich vor dem Einlass gibt. Für einen reibungslosen Ablauf ohne Warteschlangen und ohne Menschenansammlungen ist es daher am besten, wenn die Bürger*innen zur vereinbarten Uhrzeit erscheinen.

Impflinge, die liegend transportiert werden müssten, können derzeit nicht im Impfzentrum Essen geimpft werden. Es gibt keine Rollliegen vor Ort und es muss insofern eine Mobilität vorhanden sein, die es erlaubt, den Weg durch das Impfzentrum mit geringer Unterstützung zu schaffen.

Für gehbehinderte Menschen stehen für den Weg durch das Impfzentrum Rollstühle zur Ausleihe bereit. Ehrenamtliche unterstützen die Bürger*innen zudem bei Bedarf bei ihrem Gang durch das Impfzentrum. Alle Impflinge dürfen grundsätzlich nur eine Begleitperson mit ins Impfzentrum bringen und dort gelten die Maskenpflicht und das Abstandsgebot.

Im Impfzentrum Essen sind sogenannte "Impfstraßen" eingerichtet, die jeder Impfling durchläuft:

Anmeldung
Bei der Einlasskontrolle wird per Stirnthermometer Fieber gemessen, da Menschen mit Krankheitssymptomen von der Impfung ausgeschlossen sind. Danach wird die Terminbestätigung überprüft.

Registrierung
Im Wartebereich erfolgt die Registrierung des Impflings. Dort haben die Bürger*innen Zeit, die notwendigen Unterlagen auszufüllen, die ihnen die Kassenärztliche Vereinigung (KVNO) nach der Vereinbarung des Impftermins zum Download zur Verfügung gestellt hat. Dies können sie aber auch bereits im Vorfeld bequem zu Hause erledigen, denn dies beschleunigt den Prozess im Impfzentrum. Anschließend wird ihnen eine freie Impfstraße zugewiesen.

Impfung, bei Bedarf Aufklärungsgespräch
Ein Arzt überprüft die ausgefüllten Dokumente und führt auf Wunsch ein ausführliches Aufklärungsgespräch durch. Im Anschluss erfolgt die eigentliche Impfung.

Nachbeobachtung
In einem speziellen Wartebereich nehmen geimpfte Personen noch einmal Platz. Dort werden sie nach der Impfung mindestens 30 Minuten beobachtet, ob eine akute Impfreaktion auftritt. In dieser Zeit kann auf mögliche Nebenwirkungen reagiert werden, da medizinisches Personal vor Ort ist.

Im Anschluss an die Impfung werden die Unterlagen bzw. Kopien und ein Einlegeblatt für den Impfausweis ausgehändigt und der Impfling kann das Impfzentrum wieder verlassen.

Ist das Impfzentrum Essen barrierefrei?

Impflinge, die liegend transportiert werden müssten, können derzeit nicht im Impfzentrum Essen geimpft werden. Es gibt keine Rollliegen vor Ort und es muss insofern eine Mobilität vorhanden sein, die es den Bürger*innen erlaubt, den Weg durch das Impfzentrum mit geringer Unterstützung zu schaffen.

Alle Impflinge dürfen grundsätzlich nur eine Begleitperson mit ins Impfzentrum bringen. Ebenso erlaubt ist ein Assistenzhund. Zudem unterstützen Ehrenamtliche die Bürger*innen bei Bedarf im Impfzentrum.

Für gehbehinderte Menschen stehen für den Weg durch das Impfzentrum kostenfrei Rollstühle zur Ausleihe bereit. Diese können jedoch nicht außerhalb des Impfzentrums genutzt werden, beispielsweise für den Weg zum Parkplatz. Dafür steht den Bürger*innen eine Haltezone an der Halle 4 zur Verfügung. Selbstverständlich können Bürger*innen auch ihre eigenen Rollstühle nutzen.

Im Impfzentrum Essen gibt es einen rollstuhlgerechten barrierefreien Toilettenraum, der entsprechend ausgeschildert ist. Zudem werden Stellplätze für Rollstühle ausgewiesen.

Weitere Informationen zur Anfahrt zum Impfzentrum

Wie sicher sind die neuen COVID-19-Impfstoffe?

Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht. Nach seiner Zulassung erfolgt eine ständige Kontrolle ("Surveillance") zum Erfassen der Wirksamkeit und möglicher Nebenwirkungen. Nebenwirkungen und Impfreaktionen werden in Deutschland zentral – und herstellerunabhängig – vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erfasst. Durch die Zusammenfassung von nationalen und internationalen Beobachtungen wird sichergestellt, dass auch Risiken von Impfstoffen erfasst werden, die so selten sind, dass sie erst bei einer sehr großen Anzahl durchgeführter Impfungen sichtbar werden.

Auch bei einem neuen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 ist es möglich, dass sehr seltene Nebenwirkungen – z. B. ein Fall von mehr als 10.000 Geimpften – erst im Verlauf der Surveillance erfasst werden. Sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) haben angekündigt, den Zulassungsprozess aufgrund der Dringlichkeit in einzelnen Punkten zu vereinfachen. Dabei bleibt die Sicherheit der Impfstoffe jedoch oberste Priorität.

Antworten auf weitere häufig gestellte Fragen rund um die Coronavirus-Schutzimpfung

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, die in Essen für die Terminvereinbarung, die medizinische Aufklärung und die eigentliche Impfung zuständig ist, hat Antworten auf zahlreiche Fragen zur Schutzimpfung, zur Terminvereinbarung und damit verbundenen technischen Problemen sowie zu weiteren organisatorischen Aspekten zusammengestellt.

Zu den FAQ zur Terminvergabe auf der Website der KVNO

Zu den FAQ zur Corona-Schutzimpfung auf der Website der KVNO

Dr. Stefan Steinmetz von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein beantwortet Fragen zur Impfung gegen das Coronavirus (Stand: 01.02.2021)

Bürgertelefone zur Corona-Schutzimpfung

Bürgertelefon der KVNO
Telefon: 0800 116117-01

Bürgertelefon des Landes NRW
Telefonnummer: 0211 9119-1001
Montag bis Freitag: 8 bis 20 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 bis 18 Uhr

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