Coronavirus: Informationen zur Impfung

Den rechtlichen Rahmen für die Schutzimpfung gegen das Coronavirus bildet die Coronavirus-Impfverordnung. Am 27. Dezember 2020 starteten in Essen die freiwilligen Impfungen gegen das Coronavirus. Im Impfzentrum Essen stehen 25 Impfstraßen zur Verfügung, sodass rund 3.000 Personen pro Tag geimpft werden können.

Aktueller Hinweis

Mit Erlass des Landes NRW vom 2. Juni werden im Impfzentrum Essen bis Mitte Juni nur noch Termine für Zweitimpfungen durchgeführt. Vereinbarte Impftermine bleiben bestehen. Auch für Reservelisten in Impfzentren ist vorrangig vorgesehen, dass Zweitimpfungen vorgenommen werden. Mobile Impfungen in stationären und teilstationären Einrichtungen sowie bei pflegebedürftigen oder bettlägerigen Patient*innen sind nur noch von niedergelassenen Ärztinnen*Ärzten vorzunehmen.
Sobald wieder ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, werden wieder Termine für Erstimpfungen freigegeben.

Wer hat Anspruch auf eine Impfung?

Da zu Beginn der Impfkampagne noch nicht ausreichend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stand, wurde zunächst eine feste Reihenfolge von Personengruppen bei der Impfung festgelegt: nach höchster, hoher und erhöhter Priorität. Seit 7. Juni ist die Impf-Priorisierung entfallen, sodass seither alle Bürger*innen ab 12 Jahren einen Termin für eine Coronavirus-Schutzimpfung vereinbaren können - unabhängig von Alter, Vorerkrankungen oder Beruf.

Im Rahmen der Verfügbarkeit der vorhandenen Impfstoffe haben folgende Personen Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung:

  • Personen, die in Deutschland in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind
  • Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort in Deutschland
  • Personen, die laut der Coronavirus-Impfverordnung in der bis zum 6. Juni geltenden Fassung anspruchsberechtigt waren (Priorisierung gemäß § 1 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 bis 5, siehe weiter unten)
  • in Deutschland Beschäftigte

Auch im Juni steht nur eine begrenzte Menge von Impfstoff zur Verfügung. Daher können nicht alle Impfwilligen umgehend geimpft werden. Termine, die Personen aufgrund der zuvor bestehenden Priorisierungsregelungen bereits erhalten haben, bleiben bestehen.

Wer kann sich wo impfen lassen?

Impfungen sind möglich:

  • in Impfzentren und durch mobile Impfteams, die ihnen angegliedert sind
  • in Arztpraxen, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen
  • in privatärztlichen Praxen
  • bei Fachärzt*innen für Arbeitsmedizin und Ärzt*innen mit der Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin", sowie von Arbeitgeber*innen bestellten Betriebsärzt*innen und überbetrieblichen Diensten von Betriebsärzt*innen

Betriebsärztinnen*Betriebsärzte sowie die Arzt- und Facharztpraxen erhalten ihre Impfdosen vom Bund. Sie impfen und entscheiden in eigener Verantwortung, an welche Patient*innen sie Impftermine vergeben. Alle Bürger*innen können sich bei ihnen um einen Impftermin bemühen.

Das NRW-Gesundheitsministerium regelt zudem per Erlass, welche Personengruppen aus der Impfverordnung als nächstes Impfangebote erhalten. Bisher hat es für folgende Personen- und Berufsgruppen Regelungen für ein Impfangebot getroffen:

Vom 3. bis 5. April konnten Personen über 60 Jahre ein zeitlich befristetes Impfangebot mit AstraZeneca wahrnehmen.

Wie bekomme ich einen Termin für die Impfung?

Alle Bürger*innen können sich grundsätzlich um einen Impftermin in Arzt- und Facharztpraxen sowie bei Betriebsärztinnen*Betriebsärzte bemühen. Sie impfen und entscheiden in eigener Verantwortung, an welche Patient*innen sie Impftermine vergeben.

Die Terminvergabe für das Impfzentrum Essen ist je nach Impfangebot unterschiedlich organisiert: Je nach berechtigtem Personenkreis werden die Termine von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) oder dem Impfzentrum Essen selbst vergeben. Den für sie richtigen Kontakt für die Terminvereinbarung finden Bürger*innen, die ein Impfangebot imImpfzentrum wahrnehmen können, weiter oben in der Rubrik "Wer kann sich wo impfen lassen?".

Termin für die Zweitimpfung
Je nach Impfstoff ist es möglich, dass für einen vollständigen Schutz eine zweite Impfdosis nach einer bestimmten Zeitspanne nötig ist. Den Termin für die Zweitimpfung können die Impfberechtigten in der Regel zusammen mit dem ersten Termin vereinbaren. Die Verschiebung eines bereits vereinbarten Termins ist ausschließlich in Ausnahmefällen und bei besonderer Dringlichkeit möglich.

Registrierung
Wer einen Termin für das Impfzentrum Essen bucht, benötigt eine Registrierung. Diese Registrierung ist Voraussetzung dafür, dass im Nachgang die Dokumente für die Impftermine vor Ort zugesandt werden können. Zur Online-Registrierung

Was muss ich zum Termin mitbringen?

Jedem Impfling wird neben der Einladung zum Termin im Impfzentrum ein sogenannter Anamnese- und ein Aufklärungsbogen zugesandt. Zur Beschleunigung des Impfprozesses sollen beide idealerweise gut durchgelesen und ausgefüllt, am besten in doppelter Ausfertigung, ins Impfzentrum mitgenommen werden. Bürger*innen können die Dokumente auch hier herunterladen. Sie werden ebenfalls bei Impfungen in den Arzt- und Facharztpraxen benötigt.

Ebenfalls zum Termin im Impfzentrum mitbringen müssen die Impflinge:

  • Terminbestätigung
  • Lichtbildausweis
  • Nachweis der Impfberechtigung (Womit Bürger*innen ihre Impfberechtigung nachweisen können, finden sie weiter oben in der Rubrik "Wer kann sich wo impfen lassen?")
  • Impfpass (falls vorhanden)
  • Medizinische Unterlagen (wenn vorhanden, zum Beispiel Herzpass, Diabetikerausweis oder Medikamentenliste)

Wie läuft die Impfung im Impfzentrum Essen ab?

Bürger*innen werden gebeten, pünktlich zur vereinbarten Uhrzeit zu ihrem Termin zu erscheinen, jedoch nicht zu früh, um Warteschlangen und Menschenansammlungen zu vermeiden. Alle Impflinge dürfen grundsätzlich nur eine Begleitperson mit ins Impfzentrum bringen und dort gelten die Maskenpflicht und das Abstandsgebot.

Wo bekomme ich den digitalen Impfnachweis?

Am 10. Juni hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahnden digitalen Impfpass vorgestellt. Auch in Essen sowie in ganz Nordrhein-Westfalen startet nun nach und nach die Umsetzung: In den kommenden Tagen werden Arztpraxen, Apotheken oder auch die Impfzentren eingebunden.

Im Impfzentrum Essen startet die Ausstellung des Zertifikats sobald die nötige Software zur Verfügung steht. Die anbietenden Apotheken finden Interessierte auf www.mein-apothekenmanager.de. Die Anbindung der niedergelassenen Arztpraxen soll sukzessive bis Mitte Juli erfolgen.

Der digitale Impfnachweis weist ebenso wie der gedruckte gelbe Impfausweis den Impfstatus nach. Er kann in der CovPass-App, Corona-Warn-App oder Luca-App, die alle kostenfrei zum Download bereit stehen, genutzt werden: Dafür müssen Geimpfte dort ihren QR-Code einscannen, um bei Bedarf ihren Impfstatus vorzeigen zu können. Die Daten werden nur auf dem Smartphone der Nutzer*innen gespeichert.

Den QR-Code erhalten Bürger*innen künftig für neu durchgeführte Impfungen vor Ort. Allen, die bereits einen über die Kassenärztliche Vereinigung gebuchten Termin im Impfzentrum hatten, wird der QR-Code automatisch bis Ende Juni per Post zugeschickt. Das Impfzentrum Essen kann im Nachhinein keine QR-Codes generieren. Eine nachträgliche Ausstellung ist aber in einer Arztpraxis oder Apotheke möglich. Dort erhalten auch alle anderen bereits Geimpften ihren Code. Für dessen Ausstellung benötigen die entsprechenden Stellen Angaben zu Name, Vorname, Geburtsdatum, Impfstoff, Datum der Erst- und Zweitimpfungen (bei Impfung mit Johnson & Johnson nur einmalige Impfung) sowie die Chargennummer des Impfstoffs. Diese können Bürger*innen beispielsweise durch den gelben Impfpass oder eine Impfbescheinigung nachweisen.

Mit einem EU-weit gültigen Corona-Ausweis sollen zudem Reisen künftig erleichtert werden: Mit dem digitalen oder gedruckten Ausweis inklusive QR-Code sollen Reisende erfolgte Impfungen, negative Tests oder überstandene Corona-Erkrankungen zweifelsfrei nachweisen können. Die Mitgliedsstaaten der EU müssen die Zertifikate dafür jedoch gegenseitig anerkennen.

Corona-Info-Mobil der Stadt Essen

Seit 7. Juni ist das Corona-Info-Mobil der Stadt Essen an unterschiedlichen Tagen und in verschiedenen Stadtteilen in Essen unterwegs. Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamtes, der Stadtteilarbeit des Jugendamtes sowie beispielsweise auch Integrationslotsen beraten über die wichtigen Vorteile einer Schutzimpfung gegen das Coronavirus. Im Gespräch beantworten sie allgemeine Fragen rund um das Thema COVID-19 und die Coronaschutzimpfung, aber auch individuelle Fragen zur Impfung. Es gibt ein Fremdsprachenangebot und Aufklärungs- und Informationsmaterialien in unterschiedlichen Herkunftssprachen stehen zur Verfügung.

Die Stadt Essen veröffentlicht die Termine wöchentlich für die jeweils kommende Woche: unter anderem in den täglichen Updates.

Antworten auf weitere häufig gestellte Fragen rund um die Coronavirus-Schutzimpfung

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein, die in Essen für die Terminvereinbarung, die medizinische Aufklärung und die eigentliche Impfung zuständig ist, hat Antworten auf zahlreiche Fragen zur Schutzimpfung, zur Terminvereinbarung und damit verbundenen technischen Problemen sowie zu weiteren organisatorischen Aspekten zusammengestellt.

Zu den FAQ zur Terminvergabe auf der Website der KVNO

Zu den FAQ zur Corona-Schutzimpfung auf der Website der KVNO

Bürgertelefone zur Corona-Schutzimpfung

Bürgertelefon der KVNO
Telefon: 0800 116117-01

Bürgertelefon des Landes NRW
Telefonnummer: 0211 9119-1001
Montag bis Freitag: 8 bis 20 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 bis 18 Uhr

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