MobilitätWerkStadt Essen 25

Das Thema Mobilität wird in Deutschland und Europa intensiv diskutiert. Urteile zu Fahrverboten und der drohende Verkehrskollaps in Großstädten machen das Thema zum Dauerbrenner in der Tages- und Fachpresse. Die Stadt Essen steht, wie auch viele andere Kommunen, unter besonderem Leidens- und Handlungsdruck. Zur Erreichung der Mobilitätswende hat die Stadt Essen das ambitionierte Ziel, bis 2035 einen Modal Split von 4 x 25 Prozent zu erreichen. Der Prozess zu diesem Ziel sieht im nächsten Schritt die Aufstellung eines Gesamtkonzepts Mobilität in Essen vor. Das Förderprojekt MobilitätWerkStadt Essen 25 bildet in der ersten Phase den Auftakt mit der Durchführung eines breiten Stakeholder-Partizipationsverfahrens.

Im Rahmen des Förderprojekts wird in wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung der Universität Duisburg-Essen ein Partizipationsverfahren im Sinne einer nachhaltigen Mobilitätswende entwickelt. Das Gelingen der Mobilitätswende ist eine Gemeinschaftsaufgabe und so werden verschiedene Akteursgruppen, insbesondere aus der Bürgerschaft, organisierten Zivilgesellschaft und Verwaltung, beteiligt. Neben der expliziten Beteiligung von Akteursgruppen, wird ebenfalls eine Partizipation nach Themenschwerpunkten durchgeführt.

Die Methodik der Beteiligung passt sich an die jeweiligen Akteure und Themen an und reicht unter der aktuell herrschenden Situation von Online-Workshops über digitale Befragungen bis zu physischer Beteiligung, in Form eines Bürgerforums. Gemeinsam mit den Beteiligten werden Leitbilder, Ziele und Maßnahmen zu verschiedenen Themenfeldern erarbeitet und sowohl kurzfristig als auch perspektivisch in einer zweiten Phase des Förderprojekts umgesetzt. Die Rolle des Projektpartners ist insbesondere die Beratung und Unterstützung beim Design und der Auswertung des Partizipationsprozesses, um die Grundzüge des Gesamtkonzepts Mobilität in einen wissenschaftlichen Kontext zu stellen.

Ziel des Förderprojekts ist es, das verwaltungsintern erstellte „Handlungskonzept Modal Split 2035“ in einem Stakeholder-Partizipationskonzept zu diskutieren und im Sinne eines Gesamtkonzepts Mobilität weiterzuentwickeln. Die verschiedenen Beteiligungsformate mit den unterschiedlichsten Akteuren sollen gemeinsame Zielvorstellungen und Handlungsmöglichkeiten zu nachhaltiger urbaner Mobilität in Essen hervorbringen. Die erzielten Ergebnisse und entwickelten Konzepte sollen dann in praktische Umsetzungsprojekte überführt werden.

Wencke Malburg
Mobilität
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