Sturmereignis

2014 verursachte der Gewittersturm "ELA" enorme Schäden im gesamten Stadtgebiet. Unter anderem kippten unzählige Bäume um und stellten eine akute Gefahr für die Bevölkerung dar. Meteorologen beobachten, dass Stürme in Europa immer heftiger werden. Gefährlich sind vor allem die bei Stürmen auftretenden Böen, die viermal so starke Windkräfte erzeugen wie der Sturm selbst.

Durch einige vorbeugende Maßnahmen können auch Bürger*innen sich bestmöglich vorbereiten und die Auswirkungen eines Sturms auf sich und ihr Umfeld abmildern. Während und nach einem Sturmereignis bestehen verschiedene Gefahren, wie zum Beispiel Überschwemmungen und vollgelaufene Keller oder Souterrainwohnungen durch die mit dem Sturm einhergehenden, extremen Regenereignisse und durch überstaute Abwasserkanäle sowie hochgedrückte und dann nicht mehr vorhandene Schachtdeckel in den Fahrbahnen der Straßen und Wege. Weitere Informationen zu den Themen "Hochwasser" und "Starkregen" sind auf den Seiten des Umweltamtes verfügbar.

Vorbeugende Maßnahmen vor dem Sturm

Was jede*r tun kann

Gebäude und Bäume stellen im Falle eines Sturms eine besondere Gefahr dar. Bei Gebäuden sind besonders Vordächer und Vorbauten dem Sturm ausgesetzt. Auch lose und gelöste Dachpfannen können von einem Sturmereignis leicht heruntergetragen werden. Umherfliegende Trümmerteile stellen eine Gefahr dar. Bei Neubauten sollte daher bereits bei der Planung die Sturmsicherheit beachtet werden. An bestehenden Bauten sollten regelmäßig Kontroll- und Wartungsarbeiten an Dach und Gebäudehülle von Fachleuten durchgeführt werden. Zudem sollten Eigentümer eines Grundstücks den darauf befindlichen Baumbestand in der Nähe von Gebäuden und angrenzenden öffentlichen Verkehrsflächen regelmäßig auf Standsicherheit überprüfen. Nach Möglichkeit sind Gebäude und Hausrat gegen Sturmschäden zu versichern.

Ist ein Sturm durch den Wetterdienst angekündigt, sollten Bürger*innen sich rechtzeitig über die Medien, im Internet, über Kurznachrichtendienste oder andere digitale Plattformen über Unwetterwarnungen informieren. Um sich bestmöglich vor dem Sturm zu schützen, sind unter anderem folgende Punkte zu beachten:

  • Der Aufenthalt in einem Gebäude ist sicherer, als der im Freien. Auch der Aufenthalt in einem Zelt oder Wohnwagen wird nicht empfohlen.
  • Fenster und Türen sollten geschlossen werden.
  • Lose Gegenstände um das Gebäude (Mülltonnen, Gartenmöbel, Blumenkästen, Lichterketten sowie alles, was auf Personen herabfallen kann) sollten gesichert werden.
  • Orte, an denen man von Gegenständen getroffen werden kann, die der Sturm mitreißt, sollten gemieden werden.
  • Bei einem Sturmereignis kann es zu einem Ausfall des Stroms kommen. Tipps zur Vorbereitung auf einen Stromausfall und empfohlenes Verhalten beim Eintreten eines Stromausfalls gibt es hier.
  • Fahrzeuge sollten, wenn möglich, in der Garage und nicht in der Nähe von hohen Bäumen und Häusern abgestellt werden.

Was die Stadt unternimmt

Auch die Stadt bereitet sich kontinuierlich auf eventuelle Sturmereignisse vor. So werden an städtischen Straßenbäumen regelmäßige Baumkontrollen durchgeführt, um einen langfristig sicheren Baumbestand zu erhalten. Sollten potentielle Gefahren festgestellt werden, werden entsprechende Baumpflegearbeiten durchgeführt. Bäume, die nicht mehr gesichert werden können, werden als Risikobäume oder Gefahrenbäume bezeichnet und gefällt.

Anders als an öffentlichen Straßen gibt es im Wald keine umfassende Verkehrssicherungspflicht für Bäume. Daher sind beim Betreten des Waldes die waldtypischen Gefahren zu beachten: herabfallende Äste, Totholz oder umstürzende Bäume. Das Betreten des Waldes erfolgt immer auf eigene Gefahr! Während und nach einem Sturmereignis sollte der Wald grundsätzlich nicht betreten werden.

Im Süden des Essener Stadtgebiets liegen rund 78 Hektar Wald, der auf kritischen Felsböschungen oder Steilhängen wächst und der sich gleichzeitig oberhalb von Verkehrsinfrastruktur oder von Gebäuden befindet. Diese Wälder müssen auf besondere Weise gepflegt werden, da von ihnen eine Gefahr, etwa durch umstürzende Bäume, ausgehen kann. Gleichzeitig schützen die Wälder den Boden jedoch vor Erosion und die Baumstämme können Steinschläge abbremsen oder sogar aufhalten.

Verhalten während des Sturms

Was jede*r tun kann

Während eines Sturms gilt: Wenn möglich, in einem Gebäude aufhalten und sich von Fenstern fernhalten. Zudem sollten Räume unmittelbar unter dem Dachstuhl gemieden werden sowie Räume, die von umstürzenden Bäumen geschädigt werden können. Durch Radio, Fernsehen und Internet können Bürger*innen aktuelle Informationen erhalten. Auch auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes gibt es aktuelle Informationen zur Wetterlage. Sollte ein Notfall vorliegen, ist die Notrufnummer der Feuerwehr (112) zu wählen. Sollte es zu einem Stromausfall kommen können folgende Tipps beachtet werden. (Verlinkung zur Blackout-Seite).

Was die Stadt unternimmt

Die Stadt informiert über die Unwetterwarnungen im Essener Stadtgebiet. Bürger*innen erhalten aktuelle Informationen über die Internetseite der Stadt Essen sowie über die sozialen Kanäle. Darüber hinaus warnen die Feuerwehr Essen und die Stadt auch über die Warn-App NINA. In akuten Situationen warnen Feuerwehr und Stadt Essen über die Sirenen im Stadtgebiet.

Bei Gefahrenlagen, die durch ein Sturmereignis verursacht wurden, werden die jeweiligen Auswirkungen durch die Feuerwehr Essen oder durch die Gefahrenabwehr von Grün und Gruga behoben.

Sollte es zu einem schweren Sturm kommen, kann das Gefahrentelefon der Stadt Essen unter der 0201 88-33333 verfügbar sein.

Verhalten nach dem Sturm

Was jede*r tun kann

Nach dem Sturm sollten Bürger*innen ihr Haus auf Sturmschäden überprüfen und diese gegebenenfalls beseitigen und ihrer Versicherung melden. Zudem haben Hauseigentümer*innen eine so genannte Verkehrssicherungspflicht. Das heißt, sie tragen die Verantwortung, dass niemand Schaden nimmt, der am Grundstück vorbeiläuft.

Beim Aufenthalt im Freien ist auch nach dem Sturm überall Vorsicht geboten. Anders als an öffentlichen Straßen gibt es im Wald keine umfassende Verkehrssicherungspflicht für Bäume. Daher sollten Bürger*innen auch nach dem Sturm die Tipps und Regeln für den Waldbesuch beachten. Das Betreten eines Waldes erfolgt immer auf eigene Gefahr. Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen, auf mögliche Gefahrenquellen, wie herabfallende Äste, zu achten.

Was die Stadt unternimmt

Die Stadt ist bestrebt, die öffentlichen und städtischen Flächen schnellstmöglich von den Folgen des Sturms zu beseitigen. So müssen sowohl die Straßen für den Straßenverkehr freigeräumt werden. Aber auch die Schienen müssen schnellstmöglich für den Schienenverkehr zur Verfügung stehen. Hierbei werden Gefahrenquellen priorisiert behoben. Zufahrtsstraßen zu Krankenhäusern werden beispielsweise zuerst geräumt.

Sollten Bürger*innen eine akute Gefahrenlage entdecken, kann der Notruf der Feuerwehr (112) gewählt werden. Wenn Bäume oder große Äste auf die Straße fallen und keine Gefahr im Verzug vorliegt, können die Bürger*innen die Verkehrsleitstelle unter der Rufnummer 0201 88-66766 kontaktieren. Außerhalb einer akuten Gefahrenlage steht die Abteilung Waldungen und Baumpflege von Grün und Gruga für Fragen zur Verfügung.

Für umgeknickte oder zu entfernende Bäume werden entsprechende Nachpflanzungen vorgenommen. Grundsätzlich führt die Stadt Essen beispielsweise für jeden entfernten Straßenbaum mit eigenem Baumbeet eine Ersatzpflanzung am gleichen Standort durch. Vor der Ersatzpflanzung werden Standort und Baumart überprüft und bei Bedarf angepasst. Weitere Informationen stehen auf der Seite zu Nachpflanzungen und Pflanzkonzepten zur Verfügung.

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