In einer Zeit, in der Grundwerte der Demokratie zunehmend herausgefordert werden, ist es entscheidend, sich gemeinsam für demokratische Werte einzusetzen. Mit der Initiative "Wir alle sind Essen – Gemeinsam für ein friedliches Miteinander" in Kooperation mit der Essener Allianz für Weltoffenheit verfolgen wir das Ziel, den Dialog in der Stadtgesellschaft zu fördern und damit den Zusammenhalt zu stärken.
2025: Wir alle sind Essen - 80 Jahre Frieden in Deutschland
Veranstaltungen 2025
Der "Wir alle sind Essen – Gemeinsam für ein friedliches Miteinander" Veranstaltungskalender bietet einen Überblick über alle relevanten Veranstaltungen – von städtischen bis zu externen Institutionen, Vereinen und Gruppen – zum Thema "80 Jahre Frieden in Deutschland" und weiteren Gedenktagen.
Wir alle sind Essen - Gemeinsam für ein friedliches Miteinander
Vorhaben 2025
Mit Blick auf den 80. Jahrestag des Kriegsendes in Deutschland und der Befreiung vom Nationalsozialismus durch die Alliierten am 8. Mai 1945 liegt der Fokus im Jahr 2025 auf dem Thema "80 Jahre Frieden in Deutschland". Das vielfältige Programm umfasst Workshops für Schüler*innen, Dialogformate für Bürger*innen sowie Vorträge. Damit sollen möglichst viele Essener*innen angesprochen werden und eine Plattform für offenen Austausch entstehen.
In den Monaten von April bis Juni 2025 werden gemeinsam mit vielen Essener Akteurinnen*Akteuren Impulse gesetzt, um den Austausch fördern. Zu den Höhepunkten zählen:
Gedenkveranstaltungen
Mittwoch, 7. Mai 2025, um 18 Uhr (Erlöserkirche, Friedrichstraße 17/Ecke Bismarckstraße, 45128 Essen)
Am 8. Mai 2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 80ten Mal. Die Essener Kirchen sehen sich in der Verantwortung, an das schlimme Kriegsgeschehen zu erinnern und der zahllosen Opfer der nationalistischen Gewaltherrschaft zu gedenken. Gleichzeitig wollen sie den Frieden würdigen, der seitdem in Deutschland herrscht, und der eine Voraussetzung dafür ist, dass das Zusammenleben in unserer Stadt gelingt.
Aus diesem Anlass laden die Kirchen ein zu einem Ökumenischen Gottesdienst am Mittwoch, 7. Mai 2025, um 18 Uhr in die Erlöserkirche, Friedrichstraße 17, 45128 Essen. Die Leitung übernehmen Superintendentin Marion Greve und Stadtdechant Jürgen Schmidt. Oberbürgermeister Thomas Kufen und Pfarrer em. Fritz Pahlke, Vorsitzender der ACK Essen, sprechen Fürbitten. Wolf Codera (Saxophon) und Stephan Peller (Orgel) gestalten die Feier musikalisch. Wir freuen uns über alle, die diesen Gottesdienst mit uns feiern!
Donnerstag, 8. Mai 2025, 18:00-21:30 Uhr, Volkshochschule Essen:
Offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Essen zur Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus durch die Alliierten.
Hauptredner Prof. Dr. Heribert Prantl hält einen Vortrag mit dem Titel: "Der Krieg ist verboten!…wenn das nur so einfach wäre. Gedanken am 8. Mai 2025, achtzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs: Wie man den Frieden gewinnt und wie Entfeindung gelingt. Warum wir den Hass, die Gewalt und den Krieg gründlich verlernen müssen. Und warum wir eine gute Friedensbewegung, eine neue Entspannungspolitik und keinen dritten Weltkrieg brauchen."
Anschließend folgt ein Podiumsgespräch mit Aslı Sevindim, Abteilungsleiterin der Abteilung Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Generalvikar Klaus Pfeffer, Bistum Essen, und Muchtar Al Ghusain, Beigeordneter für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen. Zum Abschluss wird es bei einem zwanglosen Empfang die Möglichkeit für einen individuellen Austausch geben.
Weitere Informationen und Anmeldung: Gedenkveranstaltung 8. Mai
Die Gedenktafel an der Ecke Rahmbruchsweg / Erlenkampsweg in Essen-Stoppenberg erinnert an die Verfolgung der Essener Sinti und Roma im Nationalsozialismus. An der ehemaligen Wasserstraße in Essen-Stoppenberg wurde ab 1937/38 in einer bestehenden Barackensiedlung für Wohnungslose ein Sammellager für die Essener Sinti und Roma eingerichtet. Sie wurden dort zwangsweise untergebracht und von hier 1943 in die Konzentrationslager deportiert. Am 3. August 2025 um 15 Uhr an der Ecke Rahmbruchsweg / Erlenkampsweg in 45141 Essen-Stoppenberg.
Die Tafel ist Bestandteil des Denkmalpfads "Essen erinnert", der 1985 von dem renommierten Stadthistoriker Dr. Ernst Schmidt (1924-2009) zur Erinnerung an Orte des NS-Terrors in Essen ins Leben gerufen wurde und der in diesem Jahr auf sein 40jähriges Bestehen zurückblicken kann. Betreut wird der Denkmalpfad vom Haus der Essener Geschichte (HdEG). Die Tafelaufstellung wurde durch das Interkulturelle Solidaritätszentrum Essen e. V. – Anti-Rassismus-Telefon und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. (VVN-BdA) angeregt. Die Erarbeitung der Tafelinhalte erfolgte im Rahmen der Bildungspartnerschaft des HdEG mit dem Gymnasium Am Stoppenberg.
Das Essener Friedensbündnis lädt alle Interessierten zur Mahnwache am Sadako-Friedensdenkmal im Krupp-Park ein. Die Veranstaltung beginnt am 6. August 2025 um 11:58 Uhr.
Sadako Sasaki war ein japanisches Mädchen, das beim Atombombenabwurf auf Hiroshima 1945 zwei Jahre alt war. Einige Jahre später erhielt sie die Diagnose Leukämie. In Anlehnung an eine japanische Legende faltete sie 1000 Papierkraniche in der Hoffnung auf Genesung. Sie verstarb im Alter von 12 Jahren und wurde später zum Symbol für die Folgen von Atomwaffen und den Wunsch nach Frieden. Essener Schülerinnen und Schüler beteiligen sich regelmäßig mit Papierkranichen am Gedenken. Die Mahnwache erinnert an die Opfer der Atombomben und ruft zur Verantwortung für eine friedliche Zukunft auf.
Die Veranstaltung wird vom Essener Friedensbündnis in Zusammenarbeit mit der IPPNW Regionalgruppe Essen organisiert.
Weitere Informationen und die Einladung finden Sie unter: Friedenskooperative .
Kontakt: kontakt@essener-friedensforum.de
In diesem Jahr jährt sich der Genozid von Srebrenica zum 30. Mal. Die Bosnische Gemeinde Essen lädt herzlich zur zentralen Gedenkveranstaltung am 19. September 2025 um 17:00 Uhr in der Zeche Carl ein.
Der Abend steht im Zeichen des Gedenkens und der Erinnerung. Alle Interessierten sind eingeladen, teilzunehmen und gemeinsam an die Opfer zu erinnern.
Bitte melden Sie sich über den folgenden Link an: Anmeldung
Zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Essen in der Alten Synagoge zum Novemberpogrom 1938
16 Uhr
Grußwort: Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen
Die Jüdische Gemeinde Essen:
- Grußwort: Schalwa Chemsuraschwili, Vorstand der Jüdischen Kultus-Gemeinde
- Gebet für die jüdischen Märtyrer "El male rachamim"
17:30 Uhr
Zentraler ökumenischer Gedenkgottesdienst in der Marktkirche
19 Uhr
- "Lebendige Stolpersteine", Projekt des Grillo-Theaters, Regie: Dor Aloni; Idee und Konzept: Sapir Heller
- Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen: Grußwort
- Impuls: Kantorin Jalda Rebling, Leiterin der jüdischen Gemeinde Ohel
Hachidusch / Direktorin der Europäischen Akademie für jüdische Liturgie
(London)
Sonntag, 16. November 2025, 16:30 Uhr:
Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag im Rathaus Essen
Sonntag, 16. November 2025, 16:30 - 17:30 Uhr
Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag im Rathaus Essen
Ort: Rathaus, Ratssaal, Porscheplatz 1, 45127 Essen
Anmeldung zur Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag 2025
Am Volkstrauertag kommen wir zusammen, um der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Zeichen von 80 Jahren Frieden in Deutschland – eine Gelegenheit, dankbar zurückzublicken, aber auch die Gegenwart mit ihren kriegerischen Konflikten in den Blick zu nehmen. Viele Essenerinnen und Essener trauern um Angehörige und Freunde, die in ihren Herkunftsländern Opfer von Krieg und Gewalt geworden sind. Vor diesem Hintergrund möchten wir gemeinsam ein Zeichen für den Frieden setzen und das Miteinander in unserer Stadt stärken.
Das Programm umfasst:
- Vortrag von Frau Lisa Hönes (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) zu den Themen Erinnern, Gedenken, Identität und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
- Musikalische Beiträge eines Bläsertrios der Essener Philharmoniker mit Werken jüdischer Komponisten, die während der NS-Zeit verfolgt wurden oder Widerstand leisteten.
- Beiträge von Essener Schülerinnen und Schülern des Mariengymnasiums sowie der Goetheschule, die ihre Gedanken und Perspektiven zum Volkstrauertag vorstellen.
Begleitende Ausstellung des Hauses der Essener Geschichte / Stadtarchivs zur Entstehung, zu den Werten und zur Bedeutung des Grundgesetzes für unsere Demokratie.
Die Veranstaltung lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, innezuhalten, sich zu erinnern und gemeinsam ein Zeichen für Frieden und Zusammenhalt zu setzen.
Am Volkstrauertag kommen wir zusammen, um der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Zeichen von 80 Jahren Frieden in Deutschland – eine Gelegenheit, dankbar zurückzublicken, aber auch die Gegenwart mit ihren kriegerischen Konflikten in den Blick zu nehmen. Viele Essenerinnen und Essener trauern um Angehörige und Freunde, die in ihren Herkunftsländern Opfer von Krieg und Gewalt geworden sind. Vor diesem Hintergrund möchten wir gemeinsam ein Zeichen für den Frieden setzen und das Miteinander in unserer Stadt stärken.
Das Programm umfasst:
- Vortrag von Frau Lisa Hönes (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) zu den Themen Erinnern, Gedenken, Identität und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
- Musikalische Beiträge eines Bläsertrios der Essener Philharmoniker mit Werken jüdischer Komponisten, die während der NS-Zeit verfolgt wurden oder Widerstand leisteten.
- Beiträge von Essener Schülerinnen und Schülern des Mariengymnasiums sowie der Goetheschule, die ihre Gedanken und Perspektiven zum Volkstrauertag vorstellen.
Begleitende Ausstellung des Hauses der Essener Geschichte / Stadtarchivs zur Entstehung, zu den Werten und zur Bedeutung des Grundgesetzes für unsere Demokratie.
Die Veranstaltung lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, innezuhalten, sich zu erinnern und gemeinsam ein Zeichen für Frieden und Zusammenhalt zu setzen.
Veranstaltungen zum Mitmachen
Mittwoch, 07. Mai 2025, 19.30 bis ca. 21.30 Uhr, Aula des Burggymnasiums
Sängerinnen und Sänger, die sich dafür interessieren, am 10. Mai als Teilnehmende eines kleinen Chores auf der Bühne beim "Sing for Peace: Konzert zum Mitsingen" mitzuwirken oder sich einfach nur vorher einstimmen möchten, können sich für einen Chorworkshop anmelden. Der Komponist Herr Axel Christian Schullz, der die Menschenrechtslieder komponiert und arrangiert hat, wird diesen Workshop anleiten und uns auch am 10. Mai auf dem Burgplatz begleiten.
Freitag, 9. Mai 2025, 9:00-13:30 Uhr:
Schüler*innen beschäftigen sich in altersgerechten Formaten mit Themen wie Frieden, Krieg, Flucht, Freiheit, Unfreiheit, Befreiung, Grundrechten, Demokratie. Ab der 8. Klasse können Jugendliche Workshops und Dialoggruppen im Rathaus und in Institutionen in der Innenstadt besuchen.
Für Kinder der 3. bis 7. Klasse gibt es von 9 bis 10 Uhr eine Kindervorlesung zum Thema "Warum brauchen Kinder Demokratie?" im Audimax der Universität Duisburg-Essen.
Samstag, 10. Mai 2025, 15:30-17:00 Uhr:
Bei einem Konzert zum Mitsingen im Rahmen von Essen Original wird der Burgplatz mit Menschenrechts-, Friedens- und Freiheitsliedern bespielt. Höhepunkt ist das gemeinsame Singen, an dem sich Chöre, Gruppen und Ensembles ebenso wie Bürger*innen beteiligen.
Zum Liederheft (pdf, 3093 kB) ![]()
Samstag, 17. Mai 2025, 11-15 Uhr:
Was bedeutet Frieden in einer Zeit globaler Unsicherheiten? Welche Rolle spielt die Erinnerung an die Vergangenheit für das Miteinander von heute? Wie fühlt sich gesellschaftlicher Zusammenhalt in einer vielfältigen Stadtgesellschaft an? Wie blicken Essener Bürgerinnen und Bürger auf die Themen Frieden, Krieg, Freiheit, Demokratie, Grundrechte?
Im Jahr 2025 geht es im Zeichen von 80 Jahren Frieden in Deutschland um Erinnerung, Begegnung und Dialog. In einer Welt, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen und demokratische Grundwerte unter Druck geraten, setzt Essen ein starkes Zeichen für ein friedliches Miteinander.
Bürger*innen – von Jung bis Alt, aus dem Norden und dem Süden Essens – sind eingeladen, sich während einer Schifffahrt über den Baldeneysee auf der „Heisingen“ der Weißen Flotte in Dialoggruppen mit ca. 15 anderen Bürger*innen und ausgebildeten Dialogbegleiter*innen zu Themen wie Frieden, Krieg, Freiheit, Befreiung, Flucht, Grundrechte, Demokratie, miteinander Leben etc. auszutauschen. Der Beigeordnete für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen, Muchtar Al Ghusain, wird ebenfalls als Gesprächspartner anwesend sein. Getränke und Snacks stehen zur Verfügung. Sie werden auch Gelegenheit haben, die Fahrt über den Baldeneysee zu genießen.
Weitere Informationen sowie die Anmeldung zum Dialogtag 17. Mai 2025 finden Sie hier: Anmeldung: Dialogveranstaltung auf dem Baldeneysee
Samstag, 24. Mai 2025, 12-15 Uhr:
Was bedeutet Frieden in einer Zeit globaler Unsicherheiten? Welche Rolle spielt die Erinnerung an die Vergangenheit für das Miteinander von heute? Wie fühlt sich gesellschaftlicher Zusammenhalt in einer vielfältigen Stadtgesellschaft an? Wie blicken Essener Bürgerinnen und Bürger auf die Themen Frieden, Krieg, Freiheit, Demokratie, Grundrechte? Im Jahr 2025 geht es im Zeichen von 80 Jahren Frieden in Deutschland um Erinnerung, Begegnung und Dialog. In einer Welt, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen und demokratische Grundwerte unter Druck geraten, setzt Essen ein starkes Zeichen für ein friedliches Miteinander. Bürger*innen – von Jung bis Alt, aus dem Norden und dem Süden Essens – sind eingeladen, sich in den Linien 108 und U 11 der Ruhrbahn mit anderen Fahrgästen und ausgebildeten Dialogbegleiter*innen zu Themen wie Frieden, Krieg, Freiheit, Befreiung, Flucht, Grundrechte, Demokratie, miteinander Leben etc. auszutauschen. Der Beigeordnete für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen, Muchtar Al Ghusain, wird ebenfalls als Gesprächspartner anwesend sein.
Die Fahrtroute (5 Fahrten zwischen 12 bis 15 Uhr):
12:11 Linie 108 ab Bredeney → 12:35 Altenessen Bf.
12:40 Linie 108 ab Altenessen Bf. → 13:03 Bredeney
13:11 Linie 108 ab Bredeney → 13:35 Altenessen Bf.
13:40 Linie 108 ab Altenessen Bf. → 14:03 Bredeney
14:33 Linie U 11 ab Essen Hbf → 14:56 Karnaper Markt
(Dort startet übrigens um 15:00 Uhr der „Carnaper Käsekuchen Cup“ – Vielleicht ein Ziel für Sie?)
Weitere Informationen folgen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, ein gültiger Fahrschein aber die Voraussetzung zur Mitfahrt. Einige Gratisfahrscheine stehen bei Bedarf für Interessierte zur Verfügung.
Samstag, 14. Juni 2025, 13-17 Uhr:
Was bedeutet Frieden in einer Zeit globaler Unsicherheiten? Welche Rolle spielt die Erinnerung an die Vergangenheit für das Miteinander von heute? Wie fühlt sich gesellschaftlicher Zusammenhalt in einer vielfältigen Stadtgesellschaft an? Wie blicken Essener Bürgerinnen und Bürger auf die Themen Frieden, Krieg, Freiheit, Demokratie, Grundrechte? Im Jahr 2025 geht es im Zeichen von 80 Jahren Frieden in Deutschland um Erinnerung, Begegnung und Dialog. In einer Welt, in der gesellschaftliche Spannungen zunehmen und demokratische Grundwerte unter Druck geraten, setzt Essen ein starkes Zeichen für ein friedliches Miteinander. Bürger*innen – von Jung bis Alt, aus dem Norden und dem Süden Essens – sind eingeladen, sich im Stadion an der Hafenstraße in Dialoggruppen mit ca. 15 anderen Bürger*innen und ausgebildeten Dialogbegleiter*innen zu Themen wie Frieden, Krieg, Freiheit, Befreiung, Flucht, Grundrechte, Demokratie, miteinander Leben etc. auszutauschen. Der Beigeordnete für Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen, Muchtar Al Ghusain, wird ebenfalls als Gesprächspartner anwesend sein. Getränke und Snacks stehen zur Verfügung, eine kurze Führung ist inbegriffen.
Weitere Informationen sowie die Anmeldung zum Dialogtag 14. Juni 2025
Auf dem Platz vor der Marktkirche, Markt 2/Porschekanzel, 45127 Essen-Stadtmitte, findet die Dialogveranstaltung "Das Ruhrgebiet spricht" statt. Am 22. und 23. August kommen Menschen in Vieraugen-Gesprächen zusammen. Zentrale Innenstadtplätze der vier größten Ruhrgebietsstädte Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen werden damit zu strahlenden Verständigungsorten. "Das Ruhrgebiet spricht" ist eine Adaption des erfolgreichen Formats "Deutschland spricht" der ZEIT Verlagsgruppe. Teilnehmer*innen beantworten dabei vorab Fragen zu aktuellen lebensrelevanten und politischen Themen. Die Software nutzt ein Algorithmus gestütztes Matching, um Menschen mit unterschiedlichen Meinungen zu verbinden. Am Aktionstag kommen so je zwei Personen mit möglichst gegensätzlichen Meinungen für ein Gespräch zusammen. Die Eins-zu-Eins-Gespräche dauern etwa 60 bis 90 Minuten. Die einmalige Erfahrung liegt darin, sich trotz der Differenzen der anderen Meinung zu stellen. Sich auf das Gespräch einzulassen, ist gelebte Kultur des Friedens und Ausdruck unserer demokratischen Haltung. Eingeladen sind Einzelpersonen, Schulen, Unternehmen und Organisationen aus unserer gesamten Region – alle, die daran mitwirken, wollen, dass "das Ruhrgebiet spricht".
Das Essener Friedensbündnis lädt alle Interessierten zur Mahnwache am Sadako-Friedensdenkmal im Krupp-Park ein. Die Veranstaltung beginnt am 6. August 2025 um 11:58 Uhr.
Sadako Sasaki war ein japanisches Mädchen, das beim Atombombenabwurf auf Hiroshima 1945 zwei Jahre alt war. Einige Jahre später erhielt sie die Diagnose Leukämie. In Anlehnung an eine japanische Legende faltete sie 1000 Papierkraniche in der Hoffnung auf Genesung. Sie verstarb im Alter von 12 Jahren und wurde später zum Symbol für die Folgen von Atomwaffen und den Wunsch nach Frieden. Essener Schülerinnen und Schüler beteiligen sich regelmäßig mit Papierkranichen am Gedenken.
Die Mahnwache erinnert an die Opfer der Atombomben und ruft zur Verantwortung für eine friedliche Zukunft auf. Die Veranstaltung wird vom Essener Friedensbündnis in Zusammenarbeit mit der IPPNW Regionalgruppe Essen organisiert. Weitere Informationen und die Einladung finden Sie unter: Friedenskooperative . Kontakt: kontakt@essener-friedensforum.de
Vorträge und Filmvorführungen
Freitag, 11. April 2025, 18:00-19:30 Uhr
Vortrag von Dr. Klaus Wisotzky über das Kriegsende 1945 in Essen. Die Veranstaltung findet in der Volkshochschule Essen statt.
Mittwoch, 7. Mai 2025, 19:30 Uhr:
Der mit Schülerinnen*Schülern des Grashofgymnasiums produzierte Film beschreibt das Erleben einer Gruppe junger Menschen in den letzten Kriegswochen in Essen. Ort: Filmkunstkino Eulenspiegel. Weitere Informationen und Ticketverkauf: Verlorener Stern – Ein Film gegen das Vergessen
Hintergrund
Nach den terroristischen Angriffen auf Israel durch die Hamas am 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Krieg in Gaza erlebte auch Essen eine Phase der Sprachlosigkeit, insbesondere unter jüdischen und muslimischen Bürgerinnen*Bürgern sowie Schülerinnen*Schülern. Um dieser Sprachlosigkeit entgegenzuwirken, fand am 14. Juni 2024 der erste Aktionstag "Wir alle sind Essen – Gemeinsam für ein friedliches Miteinander" statt.
Herzstück war die Demokratiekonferenz auf PACT Zollverein, ergänzt durch zahlreiche weitere Aktionen. Rund 1.100 Essener Schüler*innen, Multiplikatorinnen*Multiplikatoren sowie Bürger*innen hatten die Möglichkeit, in Workshops, Dialoggruppen und durch Impulsvorträge neue Perspektiven zu gewinnen und in den Dialog zu treten. Die Themen Antisemitismus, anti-muslimischer Rassismus und Rechtsextremismus standen dabei im Mittelpunkt.
Der Leitgedanke "Wir alle sind Essen – Gemeinsam für ein friedliches Miteinander" wurde bei verschiedenen Veranstaltungen im November weitergetragen. In der Zeit vom 6. bis zum 17. November 2024 ging es hierbei um die Themen Gedenken, Erinnern und gesellschaftlicher Zusammenhalt. Das Angebot reichte von interaktiven Formaten über Filmvorführungen für Schüler*innen gegen das Vergessen bis hin zu Gedenkveranstaltungen zur Reichspogromnacht und dem Volkstrauertag. Im Rahmen der Folkwang Dekade ermöglichte erstmalig das interaktive Format "unterHALTUNG - Lasst uns miteinander über Hürden, Lösungen und Visionen in der kulturellen Bildung sprechen" den Dialog in 27 Talks an acht Kulturorten in der nördlichen Innenstadt.