Neubau der Kampmannbrücke

Kampmannbrücke wurde am 20. Dezember 2019 eröffnet

Die von 1950 bis 1951 gebaute Kampmannbrücke in Essen-Kupferdreh, deren Ursprünge bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, erhielt ein neues Gesicht: Die in die Jahre gekommene Brücke wurde abgerissen und durch eine moderne Schrägseilbrückenkonstruktion ersetzt, die die Essener Stadtteile Kupferdreh und Heisingen miteinander verbindet.

Nach rund drei Jahren Bauzeit wurde die Kampmannbrücke am Freitag, 20. Dezember 2019, feierlich eröffnet. Oberbürgermeister Thomas Kufen, Geschäftsbereichsvorstand für Umwelt, Bauen und Sport Simone Raskob sowie Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel weihten das Bauwerk offiziell ein und gaben die Brücke symbolisch auf der Mitte der Ruhr-Überführung frei. Interessierte Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um die Ersten zu sein, die die neue Schrägseilbrücke über die Ruhr zu Fuß überqueren.

Nach dem Ende der Eröffnungsveranstaltung wurde die Kampmannbrücke für den motorisierten Verkehr freigegeben.

Mehr zur Eröffnung und zum Bau der Kampmannbrücke

Kosten für den Neubau

Die Baukosten für die Maßnahme, die am September 2018 von Rat der Stadt Essen in Höhe von 14.338.300 Euro beziffert und beschlossen wurden, erhöhen sich im Zuge der Fertigstellung um 2.109.000 Euro auf insgesamt 16.477.300 Euro. Der Bau- und Verkehrsausschuss hat sich in seiner heutigen Sitzung (14.05.2020) für die Bereitstellung der zusätzlichen Mitte ausgesprochen.

Gründe für die Kostensteigerungen liegen unter anderem in angefallenen Mehraufwänden in den Bereichen des Betonbaus, aufgrund von nicht umfänglich bekannter Bodenbeschaffenheit sowie Hindernissen im Baugrund, oder des Straßenbaus. Im Zuge dieser Arbeiten wurde beispielsweise festgestellt, dass die Menge der vorgefundenen schadstoffbelasteten Baustoffe deutlich größer als in den Planungen vermerkt war. Damit einher gingen entsprechend höhere Entsorgungskosten.

Weitere Mehrkosten entstanden in Zusammenhang mit der Begrünungsarbeiten im Bereich des angrenzenden Biotops sowie beim Stahlbau. Darüber hinaus kam es aufgrund von umfangreichen und ebenfalls kostenintensiven Kampfmittelsondierungen im Brückenumfeld zu Verzögerungen, die sich unter anderem auf die Dauer der Unterwasser-Abbrucharbeiten auswirkten.

Die Entscheidung über die Gesamtkostenänderung sowie die nötige Mittelbereitstellung in Höhe von 2.109.000 Euro ist am 18. Mai 2020 im Ausschuss für Finanzen und Beteiligung sowie am 27. Mai 2020 im Rat der Stadt Essen gefallen.

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