TIKWAH - Festival jüdischer Musik
bis 30. Mai 2026
TIKWAH – das Festival Jüdischer Musik, welches die Philharmonie gemeinsam mit der Alten Synagoge Essen ausrichtet, erstreckt sich über die gesamte Spielzeit 2025/2026. TIKWAH bedeutet im Hebräischen "Hoffnung“. Das Festival hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt jüdischer Musiken und Kulturen abzubilden, wie sie international, aber auch regional verankert sind. Die Diversität der Antworten auf die Fragen "Gibt es jüdische Musik?“ oder "Was ist jüdische Musik?“ können in bereichernder Vielfalt programmatisch dargestellt werden – als Ambiguität der Gegenwart, die Vielfalt als Chance begreift.
Das Spektrum der hochkarätig besetzten Veranstaltungen reicht von Konzerten über Diskussionen und Vorträge bis hin zu Theaterprojekten und Filmen. Viele der bedeutenden Essener Kulturorte sind beteiligt, neben der Philharmonie und der Alten Synagoge auch das Schauspiel im Grillo-Theater, die Folkwang Musikschule, die Lichtburg und das Aalto Musiktheater.
Das vollständige Programm zum Download finden Sie hier zum Download (pdf, 8573 kB) 
Daniel Hope: Berlin 1938 - das Schicksalsjahr
Samstag, 30. Mai 2026
19:00 Uhr
Philharmonie Essen
Geiger Daniel Hope liebt es zu erforschen, wie Musik und Geschichte ineinandergreifen. Ein Ergebnis dieser Leidenschaft ist ein Projekt, das beim Verbier Festival seinen Ausgang genommen hat. Hope präsentiert aus der Sicht zweier Radiomoderatoren aus Deutschland und den USA Zeitgeschichte und Musik des Jahres 1938. Songs und Lieder greifen die Stimmungslagen auf, hüben ironisch, drüben sorglos. Gemeinsam mit Chansonnier Horst Maria Merz, Bariton Thomas Hampson und "einer Band wunderbarer Musiker*innen", wie Hope sagt, gestaltet er diese erschütternde, aber auch inspirierende multimediale Zeitreise. "In diesem Abend gibt es eine Verrücktheit, die ziemlich ansteckend ist." Ein (denk)würdiger Abschluss des Essener TIKWAH-Festivals.
Verlängert bis zum 12. Juli 2026: Ausstellung Essen in Bewegung. Dore Jacobs und die Kulturen der Körper
Sonderführungen durch die Ausstellung am 26. April und 31. Mai 2026, jeweils 15:00 – 17:00 Uhr
Die Ausstellung "Essen in Bewegung - Dore Jacobs und die Kulturen der Körper" ist einer bedeutenden Bewegungspädagogin gewidmet. Die aus Essen stammende Jüdin Dore Jacobs entwickelte nicht nur eine eigene Bewegungslehre, sondern begründete auch eine eigene Berufsschule, die bis heute besteht.
Zusammen mit ihrem Mann Artur war Dore Jacobs auch politisch aktiv. Sie waren beteiligt an der Gründung der Essener Volkshochschule, traten aktiv für Frauenrechte ein und begründeten den "Bund - Gemeinschaft für sozialistisches Leben", der während der NS-Zeit illegal weiter bestand und aktiv Widerstand leistete.
Neben Archivmaterialien werden vor allem - teilweise bisher unbekanntes - Bild-, Film- und Tonmaterial verschiedene Aspekte ihres Lebens behandeln. Ihre Körperphilosophie soll hierbei nicht nur in fließenden, bewegten Materialien dargestellt, sondern auch durch ein aktives Begleitprogramm erfahrbar gemacht werden.
Alte Synagoge and Friends: Sommerfest und Fête de la musique 2026
Sonntag, 21. Juni 2026
14:00 - 20:00 Uhr
Die Alte Synagoge feiert den Sommerbeginn an der Synagoge mit Nachbar*innen und Freund*innen und lädt ein zu Musik, Workshops, Führungen, Getränken und Essen.
Eine Reihe spannender Formate erwartet Sie.
Queer Jewish Days 2026: Let It Be Light!
Montag, 23. Juni 2026 bis Sonntag, 28. Juni 2026
Die dritten Queer Jewish Days der Alten Synagoge Essen finden unter dem Motto "Let it be light!" statt. Ob queer und jüdisch, muslimisch, christlich oder ungebunden.
Wir werfen im Rahmen der Queer Jewish Days 2026 einen Blick auf Bewegungen aus der Zivilgesellschaft. Im Fokus stehen Queerness, Tradition und Bürger*innenrechte in der Bundesrepublik Deutschland, der DDR und in Europa.
Kinoführungen, Workshops, Vorträge, Führungen und unser Sixties-Kaffeeklatsch zum Jahrestag des Stonewall-Aufstands (28. Juni 1969) dem Beginn der queeren Bewegung bringen Sie mit zahlreichen Akteur*innen und Partner*innen zusammen.
Weitere Inforamtionen zum Programm finden Sie unter Queer Jewish Days
Weitere Informationen zu Veranstaltungen in der Alten Synagoge finden Sie unter Veranstaltungen Startseite .