TIKWAH - Festival jüdischer Musik
bis 30. Mai 2026
TIKWAH – das Festival Jüdischer Musik, welches die Philharmonie gemeinsam mit der Alten Synagoge Essen ausrichtet, erstreckt sich über die gesamte Spielzeit 2025/2026. TIKWAH bedeutet im Hebräischen "Hoffnung“. Das Festival hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt jüdischer Musiken und Kulturen abzubilden, wie sie international, aber auch regional verankert sind. Die Diversität der Antworten auf die Fragen "Gibt es jüdische Musik?“ oder "Was ist jüdische Musik?“ können in bereichernder Vielfalt programmatisch dargestellt werden – als Ambiguität der Gegenwart, die Vielfalt als Chance begreift.
Das Spektrum der hochkarätig besetzten Veranstaltungen reicht von Konzerten über Diskussionen und Vorträge bis hin zu Theaterprojekten und Filmen. Viele der bedeutenden Essener Kulturorte sind beteiligt, neben der Philharmonie und der Alten Synagoge auch das Schauspiel im Grillo-Theater, die Folkwang Musikschule, die Lichtburg und das Aalto Musiktheater.
Das vollständige Programm zum Download finden Sie hier zum Download (pdf, 8573 kB) 
Verlängert bis zum 12. Juli 2026: Ausstellung Essen in Bewegung. Dore Jacobs und die Kulturen der Körper
Sonderführungen durch die Ausstellung am 26. April und 31. Mai 2026, jeweils 15:00 – 17:00 Uhr
Die Ausstellung "Essen in Bewegung - Dore Jacobs und die Kulturen der Körper" ist einer bedeutenden Bewegungspädagogin gewidmet. Die aus Essen stammende Jüdin Dore Jacobs entwickelte nicht nur eine eigene Bewegungslehre, sondern begründete auch eine eigene Berufsschule, die bis heute besteht.
Zusammen mit ihrem Mann Artur war Dore Jacobs auch politisch aktiv. Sie waren beteiligt an der Gründung der Essener Volkshochschule, traten aktiv für Frauenrechte ein und begründeten den "Bund - Gemeinschaft für sozialistisches Leben", der während der NS-Zeit illegal weiter bestand und aktiv Widerstand leistete.
Neben Archivmaterialien werden vor allem - teilweise bisher unbekanntes - Bild-, Film- und Tonmaterial verschiedene Aspekte ihres Lebens behandeln. Ihre Körperphilosophie soll hierbei nicht nur in fließenden, bewegten Materialien dargestellt, sondern auch durch ein aktives Begleitprogramm erfahrbar gemacht werden.
"Lebendige Stolpersteine" - Ein theatraler Gang durch die jüdische Geschichte Essens
Sonntag, 19.04.2026
Sonntag, 26.04.2026
Jeweils 16:30-18:15 Uhr
Start- und Endpunkt am Grillo-Theater
Nach einer Idee und dem Konzept von Sapir Heller entwickelte der Regisseur Dor Aloni gemeinsam mit dem Ensemble des Grillo-Theaters einen Mehrstationen-Weg durch Essen. An jeder Station erzählen und spielen Schauspieler*innen Geschichten von Menschen, die mit diesen Orten verbunden sind. Die Alte Synagoge ist eine Station des theatralen Rundgangs.
Tickets unter: www.theater-essen.de
Sounds of Heimat: Kroke Klezmer Fusion
Freitag, 8. Mai 2026
19:00 Uhr
Philharmonie Essen
Der 8. Mai gilt seit 1945 als Tag des Neuanfangs und der Befreiung - vom Krieg, der Naziherrschaft, von der Unterdrückung und Vernichtung vor allem der jüdischen Kultur. KROKE (Jiddisch für Krakau) hebt in seinen Konzerten den Schatz der jiddischen Tradition. Die Band fusioniert Klezmer mit musikalischen Strömungen europäischer Klassik, polnischem Jazz, Balkan- und Oriental-Pop.
Weitere Infos unter www.tikwah.de
Tikwah - Festival jüdischer Musik: My Sweet Canary (2011)
Mittwoch, 13. Mai 2026
17:30 - 19:00 Uhr
Filmstudio Glückauf
OmU | 89 Minuten, Regie und Drehbuch: Roy Sher, FSK 12
Drei junge Musiker aus Zypern, Israel und der Türkei begeben sich auf die Spuren der legendären "Rembetiko"-Sängerin Roza Eskenazi, eine in Istanbul geborene sephardische Jüdin, die diese Musikrichtung seit den 1930er-Jahren prägte und über 500 Lieder hinterließ.
Begegnung durch Musik: Interkulturelles Singen außer Haus!
Sonntag, 21. Mai 2026
19:30 Uhr
St. Albertus Magnus 45, 45136 Essen
Eintritt frei
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ein Projekt von Arche Noah Essen und der Alten Synagoge Essen, bei dem in einem internationalen SingTreff Lieder aus aller Welt gesungen werden. Eigene Lieder können ebenfalls mitgebracht werden.
Daniel Hope: Berlin 1938 - das Schicksalsjahr
Samstag, 30. Mai 2026
19:00 Uhr
Philharmonie Essen
Geiger Daniel Hope liebt es zu erforschen, wie Musik und Geschichte ineinandergreifen. Ein Ergebnis dieser Leidenschaft ist ein Projekt, das beim Verbier Festival seinen Ausgang genommen hat. Hope präsentiert aus der Sicht zweier Radiomoderatoren aus Deutschland und den USA Zeitgeschichte und Musik des Jahres 1938. Songs und Lieder greifen die Stimmungslagen auf, hüben ironisch, drüben sorglos. Gemeinsam mit Chansonnier Horst Maria Merz, Bariton Thomas Hampson und "einer Band wunderbarer Musiker*innen", wie Hope sagt, gestaltet er diese erschütternde, aber auch inspirierende multimediale Zeitreise. "In diesem Abend gibt es eine Verrücktheit, die ziemlich ansteckend ist." Ein (denk)würdiger Abschluss des Essener TIKWAH-Festivals.
Weitere Informationen zu Veranstaltungen in der Alten Synagoge finden Sie unter Veranstaltungen Startseite .