Weitere Informationen zur Solarförderung

Dach-Check Solardachkataster

Über das Solardachkataster des Regionalverbandes Ruhr können Sie sich informieren, wann ein Dach für die Nutzung von Solaranlagen geeignet ist. In wenigen Schritten präsentiert das Online-Tool Ergebnisse zur möglichen Größe, Wirtschaftlichkeit der Anlage und zu möglichen CO2-Einsparungen.

www.solarmetropole.ruhr/solardachkataster/

Handwerker*in finden

Handwerker*innen, die Sie beraten und Ihnen ein Angebot erstellen können, finden Sie über das Internetportal der Handwerkskammern. Die Stadt Essen spricht aus Neutralitätsgründen keine Empfehlungen zu konkreten Betrieben aus.

www.lokaleshandwerk.de

Einstiegsberatung

Die Energiefachleute der Verbraucherzentrale NRW Beratungsstelle Essen beraten Sie zu Hause im Rahmen eines Energie-Checks rund um die energetische Haussanierung und den Einsatz erneuerbarer Energien.

Sie können einen Termin über die Beratungsstelle Essen über das Kontaktformular www.verbraucherzentrale.nrw/essen oder Telefon 0201 64 95 74 01 vereinbaren.

Photovoltaik und Steuern

Lohnt sich eine Photovoltaikanlage auf meinem Dach und welche steuerrechtlichen Folgen hat eine Installation? Hierzu werden Online-Beratungstermine im Rahmen der Ausbau-Initiative Solarmetropole Ruhr in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW und der EnergieAgentur.NRW angeboten.

www.solarmetropole.ruhr/veranstaltungen

Einhaltung von Abstandsflächen

Bei der Installation von Photovoltaikanlagen sind unter Umständen Mindestabstandsflächen nach der Landesbauordnung NRW einzuhalten. Informationen dazu erhalten Sie über die

Bauberatung@amt61.essen.de oder 0201 88 61500

Förderdatenbank

Suchen Sie Fördermöglichkeiten zu anderen Modernisierungsmaßnahmen? In der Förderdatenbank finden Sie durch die Filterfunktionen unter einem Stichwort schnell und übersichtlich mögliche Förderprogramme für Ihr Vorhaben.

https://www.foerderdatenbank.de/FDB/DE/Foerderprogramme/foerderprogramme.html

Energie-Effizienz-Expert*innen (für andere Fördervorhaben)

In manchen Förderrichtlinien sind bestimmte Energieberatungen beziehungsweise Baubegleitungen gefordert. Dienstleister*innen dafür sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelistet. Unter Eingabe Ihrer Postleitzahl finden Sie die gelisteten Expert*innen in Ihrem Umkreis unter der folgenden Seite: https://www.energie-effizienz-experten.de/

Für die Solarförderung der Stadt Essen sind diese Energie-Effizienz-Expert*innen nicht vorgeschrieben.

Registrierung von Photovoltaik-Anlagen

Ihre PV-Anlage registrieren Sie bei dem lokalen Verteilnetzbetreiber und bei der Bundesnetzagentur. Die Registrierung ist online möglich.

Die Seiten des Verteilnetzbetreibers für das Essener Stadtgebiet finden Sie unter https://service.westnetz.de/einspeisung/ablauf.

Die Bundesnetzagentur führt die Anlagen im Marktstammdatenregister. Das finden Sie unter https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR.

Stecker-Solargeräte

Interessieren Sie sich für ein Stecker-Solargerät (auch "Plugin-PV“ oder „Balkonmodul“), finden Sie die wichtigsten Informationen bei der Verbraucherzentrale unter https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/erneuerbare-energien/steckersolar-solarstrom-vom-balkon-direkt-in-die-steckdose-44715. Konkrete Anbieter können wir als neutrale Institution nicht empfehlen. Für den Betrieb brauchen Sie das Gerät „steckerfertig“. Neben den Solarmodulen brauchen Sie daher

  • einen Wechselrichter (bis maximal 600 VA genehmigungsfrei),
  • die Kabel mit passenden Anschlüssen für Ihre Steckdose und
  • eine geeignete Befestigung.

Photovoltaik auf dem Mehrfamilienhaus

Für Mehrfamilienhäuser gibt es verschiedene Betriebskonzepte. Jedes Modell hat Vor- und Nachteile. Zu nennen sind:

1. Stromlieferung in die Wohneinheiten (Mieterstrom)
2. Allgemeinstromversorgung (ausgelegt auf gemeinsamen Strombedarf)
3. Einzelanlagen je Wohneinheit und gegebenenfalls zusätzlich für Allgemeinstrom (Dach wird aufgeteilt, mehrere Anlagen)
4. Volleinspeisung (eine Anlage nur zur Einspeisung ins Stromnetz)

Anschaulich dargestellt und gut erklärt werden diese Modelle hier: https://energieagentur-regio-freiburg.eu/pv-mehrfamilienhaus/

Vermietung von Photovoltaik-Anlagen (beispielsweise an Mieter*innen)

Photovoltaik-Anlagen können unter bestimmten Voraussetzungen auf vermieteten Objekten wirtschaftlich betrieben werden. Der*die Mieter*in kann beispielsweise die Anlage mieten, zum Eigenstromverbrauch nutzen und Überschüsse einspeisen. Der Mietvertrag für die Anlage darf nicht an den eigentlichen Mietvertrag oder den Stromertrag gekoppelt sein, damit der*die Gebäudebesitzer*in rechtlich gesehen nicht zum Energieversorger wird. Musterverträge gibt es bei der Deutsche Gesellschaft für Solarenergie e.V. Weitere Informationen unter https://www.dgs.de/service/pv-mietenplus/.

EEG-Einspeisevergütung

Die aktuellen Fördersätze nach dem EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) für die Einspeisung von Photovoltaikstrom-Strom in das Stromnetz veröffentlicht die Bundesnetzagentur regelmäßig hier: Bundesnetzagentur - Veröffentlichung von EEG-Registerdaten. Dort sehen Sie verschiedene Sätze. Denn die Vergütung hängt insbesondere von der Anlagengröße, dem Monat der Inbetriebnahme, dem Errichtungsort (beispielsweise Dach oder Freifläche) und dem Betrieb (Volleinspeisung, Teileinspeisung nur der Stromüberschüsse beziehungsweise Zuschläge bei Mieterstrom) ab.

Photovoltaik-Nutzung in Essen in Zahlen

Der Ausbau der Solarenergie ist entscheidend zur Erreichung der Klimaziele in Essen. Auf den Dächern in Essen gibt es technisches Potenzial für eine Photovoltaik-Leistung von 1.440 Megawatt-Peak (MWp). Damit können 1.200 Gigawattstunden (GWh) Strom im Jahr gewonnen werden (Quelle: Landtagsdrucksache 17/7697). Für Freiflächen-PV gibt es weiteres Potenzial von 904,9 MWp, mit denen nochmal 740,8 GWh Strom im Jahr gewonnen werden können (zusammen 1.940,8 GWh/a). Essens Strombedarf von jährlich 991,5 GWh (Quelle: Treibhausgasbilanz der Stadt Essen für 2019) kann theoretisch also rund zweimal mit PV-Anlagen in Essen gedeckt werden. Anfang Oktober 2022 waren im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur knapp 3.600 PV-Anlagen auf dem Stadtgebiet Essen mit einer Brutto-Leistung von etwa 46,8 MWp registriert, die in Betrieb sind. Pro Kopf entspricht das ungefähr 80,8 Wp, weniger als ein Stecker-Solargerät. Demnach werden erst knapp Prozent des vorhandenen Potenzials auf Dächern und Freiflächen in Essen genutzt. Stecker-Solargeräte, Fassaden-PV und andere innovative Formen sind bei diesem Potenzial noch nicht berücksichtigt.

In 2022 gab es zwei Runden der Solarförderung. In der ersten Runde ab Januar wurden Anträge mit einer Leistung von insgesamt 4,72 MWp gestellt. Ab Juli wurden in der zweiten Runde Anträge mit 2,78 MWp gestellt.

Pascal Krüger
Energiewende
Telefon: +49 201 88-82330
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