Coronavirus: Schulen und Kitas in Essen

Entsprechend des sich dynamisch verändernden Infektionsgeschehens in Zusammenhang mit dem Coronavirus, macht das Land Nordrhein-Westfalen Vorgaben für den Betrieb von Kindertagesstätten und Schulen. Die aktuell geltenden Regelungen finden Interessierte im Detail in der bis 14. August geltenden Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) und in der zugehörigen Anlage.

Schulen: Präsenzunterricht

Seit 31. Mai findet grundsätzlich an allen Schulen aller Schulformen bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von unter 100 ein durchgängiger und angepasster Präsenzunterricht statt. Die bestehenden strikten Hygienevorgaben, insbesondere die Masken- und Testpflicht, gelten weiter.

Mehr Informationen des Schulministeriums zum Präsenzunterricht ab dem 31. Mai

Planungen für das Schuljahr 2021/22

Das neue Schuljahr soll nach den Sommerferien mit vollem Präsenzunterricht beginnen – mit Unterricht für alle Schüler*innen in allen Fächern nach Stundentafel und in vollem Umfang. Einschulungsfeiern, Klassenfahrten und Schüler*innenaustausche sollen wieder stattfinden können.

Weiterhin gelten die strengen Vorgaben für die Hygiene und den Infektionsschutz. Die Maskenpflicht im Schulgebäude soll vorerst weiter gelten. Zudem sollen die Testungen zweimal wöchentlich mit Antigen-Selbsttest, bzw. in der Primarstufe der Grund- und Förderschulen mit Lolli-Tests, beibehalten werden. Personen mit nachgewiesen vollständigem Impfschutz müssen nicht getestet werden. In der ersten Schulwoche soll an die bestehende Vorgehensweise zur Pooltestung angeknüpft werden. Die Schulneulinge in den Klassen 1 sollen ebenfalls in der ersten vollständigen Schulwoche in den Testrhythmus eingebunden werden.

Weitere Informationen zu den Lolli-Testungen nach den Sommerferien in der SchulMail vom 29. Juni

Regelungen bis zu den Sommerferien

Kitas und Tagespflegebetreuung: Regelbetrieb

Die Kindertagesbetreuung ist am 7. Juni in den Regelbetrieb mit dem vollen Betreuungsumfang zurückgekehrt. Seither haben alle Kinder einen uneingeschränkten Betreuungsanspruch im vertraglich vereinbarten Betreuungsumfang und pädagogische Konzepte können vollumfänglich umgesetzt werden. Die Gruppentrennung wurde aufgehoben, es gelten jedoch weiterhin die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen der Coronabetreuungsverordnung. In Folge eines Infektionsfalles kann es zu umfassenderen Schließungen kommen.

Zu den aktuellen Informationen des Ministeriums

Umgang mit positiven Fällen

Sollten bei Testungen oder auf anderem Wege Infektionsfälle mit dem Coronavirus festgestellt werden, informiert die Leitung das Gesundheitsamt, das über weitere Maßnahmen entscheidet. Ein Fließschema für Schulen (pdf, 482 kB) ReadSpeaker verdeutlicht die Meldekette der zu informierenden Stellen.

Impfungen für Beschäftigte in Schulen und Kitas

Das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat am 1. März in einem Erlass weitere Berufsgruppen für eine Coronaschutzimpfung priorisiert. Dazu zählen Personal in Kindertagesstätten, heilpädagogischen Kindertagesstätten, Grund- und Förderschulen, in der Kindertagespflege und in Einrichtungen der Jugendhilfe sowie weitere Beschäftigte, die regelmäßig in den genannten Einrichtungen tätig sind, wie beispielsweise Integrationshelfer*innen, Sozialarbeiter*innen, OGS-Personal an Grundschulen und Frühförderpersonal.

Das Impfzentrum Essen kontaktiert die entsprechenden Berufsgruppen für eine Terminvereinbarung. Arbeitgeber*innenbescheinigungen müssen als Nachweis für die Impfberechtigung mitgebracht werden.

Weitere Informationen zur Corona-Schutzimpfung und dem Impfzenrum Essen

Längerer Anspruch auf Kinderkrankengeld

Damit Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen können und zur Abfederung dieser zusätzlichen Belastung, können gesetzlich versicherte Eltern pro Kind und Elternteil 30 statt der früheren zehn Tage Kinderkrankengeld beantragen, insgesamt bei mehreren Kindern maximal 65 Tage. Alleinerziehende haben Anspruch auf 60 Tage statt bisher 20 Tage pro Kind, maximal bei mehreren Kindern auf 130 Tage. Diese neue Regelung gilt rückwirkend seit 5. Januar.

Umgang mit Elternbeiträgen

Elternbeiträge Februar bis Mai 2021
Um Eltern finanziell zu entlasten hat der Rat der Stadt Essen am 30. Juni die Aussetzung der Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, für Offene Ganztagsschule im Primarbereich und im Rahmen des Betreuungsangebotes Schule von acht bis eins von Februar bis Mai 2021 beschlossen.

Für den Februar werden die Elternbeiträge in sämtlichen Betreuungsformen ausgesetzt. Für März, April und Mai werden die Elternbeiträge für sämtliche Betreuungsformen zur Hälfte erstattet. Auch Fördervereinen werden im Rahmen ihrer Betreuungsangebote im Primarbereich die ausgefallenen Elternbeiträge für den Februar erstattet, für die Monate März, April und Mai zur Hälfte.

Die Entscheidung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zu den Elternbeträgen liegt der Stadt erst seit dem 22. Juni vor: Für den Februar übernehmen Land und Kommunen die Elternbeiträge jeweils zur Hälfte, da die Einrichtungen vollständig geschlossen waren. Für März bis einschließlich Mai übernehmen Eltern 50 Prozent der Beiträge, Kommunen und Land teilten sich die verbleibenden 50 Prozent jeweils zur Hälfte. Das Land NRW wird den Ertrags- und Einzahlungsausfall auf kommunaler Ebene für die Monate Februar 2021 bis Mai 2021 zu 50 Prozent übernehmen. Der Eigenanteil der Stadt Essen reduziert sich somit von circa 5.090.000 Euro auf etwa 2.545.000 Euro.

Die Verpflegungskosten, die auf privatrechtlichen Vereinbarungen zwischen Eltern und Träger*innen bzw. Schulen basieren, sind von der Befreiung nicht betroffen.

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