Coronavirus: Schulen und Kitas in Essen

Entsprechend des sich dynamisch verändernden Infektionsgeschehens in Zusammenhang mit dem Coronavirus, macht das Land Nordrhein-Westfalen Vorgaben für den Betrieb von Kindertagesstätten und Schulen. Die aktuell geltenden Regelungen finden Interessierte im Detail in der bis 7. Februar geltenden Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) und in der zugehörigen Anlage.

PCR-Pooltests in Kitas seit 13. Januar

Seit 13. Januar werden Essener Kita-Kinder zweimal pro Woche vor Ort in der Kita mit einem "PCR-Lolli-Test", einem einfachen Speicheltest, auf das Coronavirus getestet. Zum Start nahmen rund 180 der rund 300 Kitas teil. Die verbleibenden werden noch im Laufe des Januars ebenfalls beginnen.
Aufgrund der aktuellen Situation und Überlastung der Labore können derzeit – anders als in Schulen – keine Rückstellproben erfolgen, sodass die Kinder bei einem positiven PCR-Pooltests zunächst zuhause bleiben. Die Eltern bringen dann Einzelproben in die Kita, die vom Labor geprüft werden. Die Stadt Essen arbeitet intensiv daran, auch in Kitas perspektivisch direkt Rückstellproben zu ermöglichen.
Weitere Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den PCR-Pooltestungen in Kitas

Schulen: Präsenzunterricht

Es findet grundsätzlich Präsenzunterricht statt – für alle Schüler*innen in allen Fächern nach Stundentafel und in vollem Umfang. Soweit möglich werden feste Lerngruppen und Platzverteilungen sichergestellt. Weiterhin gelten die strengen Vorgaben für die Hygiene und den Infektionsschutz sowie das Lüften. Die Maskenpflicht am Sitzplatz gilt für Schüler*innen aller Schulformen. Zudem finden in weiterführenden Schulen Testungen dreimal wöchentlich mit Antigen-Selbsttest statt und in der Primarstufe der Grund- und Förderschulen sowie weiteren Schulen mit Primarstufen zweimal wöchentlich mit Lolli-Tests. Vor dem Hintergrund der Omikron-Variante dürfen seit 10. Januar am Unterricht sowie allen anderen schulischen und außerschulischen Nutzungen auch immunisierte Personen nur teilnehmen, wenn sie über einen negativen Test verfügen. Schüler*innen, die nicht an den Schultestungen teilnehmen, können nur am Präsenzunterricht teilnehmen, wenn sie zu dem Zeitpunkt der vorgesehenen Schultestung über einen aktuellen negativen Bürgertest verfügen.

Weitere Informationen zu den Rahmenbedingungen im Schuljahr 2021/2022 auf der Homepage des Schulministeriums.

Kitas und Tagespflegebetreuung: Regelbetrieb

Die Kindertagesbetreuung ist am 7. Juni in den Regelbetrieb mit dem vollen Betreuungsumfang zurückgekehrt. Seither haben alle Kinder einen uneingeschränkten Betreuungsanspruch im vertraglich vereinbarten Betreuungsumfang und pädagogische Konzepte können vollumfänglich umgesetzt werden. Die Gruppentrennung wurde aufgehoben, es gelten jedoch weiterhin die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen der Coronabetreuungsverordnung. In Folge eines Infektionsfalles kann es zu umfassenderen Schließungen kommen.

Zu den aktuellen Informationen des Ministeriums

Längerer Anspruch auf Kinderkrankengeld

Damit Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen können und zur Abfederung dieser zusätzlichen Belastung, können gesetzlich versicherte Eltern pro Kind und Elternteil 30 statt der früheren zehn Tage Kinderkrankengeld beantragen, insgesamt bei mehreren Kindern maximal 65 Tage. Alleinerziehende haben Anspruch auf 60 Tage statt bisher 20 Tage pro Kind, maximal bei mehreren Kindern auf 130 Tage. Diese neue Regelung gilt rückwirkend seit 5. Januar.

Umgang mit Elternbeiträgen

Elternbeiträge Februar bis Mai 2021
Um Eltern finanziell zu entlasten hat der Rat der Stadt Essen am 30. Juni die Aussetzung der Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, für Offene Ganztagsschule im Primarbereich und im Rahmen des Betreuungsangebotes Schule von acht bis eins von Februar bis Mai 2021 beschlossen.

Für den Februar werden die Elternbeiträge in sämtlichen Betreuungsformen ausgesetzt. Für März, April und Mai werden die Elternbeiträge für sämtliche Betreuungsformen zur Hälfte erstattet. Auch Fördervereinen werden im Rahmen ihrer Betreuungsangebote im Primarbereich die ausgefallenen Elternbeiträge für den Februar erstattet, für die Monate März, April und Mai zur Hälfte.

Die Entscheidung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen zu den Elternbeträgen liegt der Stadt erst seit dem 22. Juni vor: Für den Februar übernehmen Land und Kommunen die Elternbeiträge jeweils zur Hälfte, da die Einrichtungen vollständig geschlossen waren. Für März bis einschließlich Mai übernehmen Eltern 50 Prozent der Beiträge, Kommunen und Land teilten sich die verbleibenden 50 Prozent jeweils zur Hälfte. Das Land NRW wird den Ertrags- und Einzahlungsausfall auf kommunaler Ebene für die Monate Februar 2021 bis Mai 2021 zu 50 Prozent übernehmen. Der Eigenanteil der Stadt Essen reduziert sich somit von circa 5.090.000 Euro auf etwa 2.545.000 Euro.

Die Verpflegungskosten, die auf privatrechtlichen Vereinbarungen zwischen Eltern und Träger*innen bzw. Schulen basieren, sind von der Befreiung nicht betroffen.

© 2021 Stadt Essen