Coronavirus: FAQ zum Schulbetrieb

Unter Einhaltung der Anforderungen an Hygiene und Infektionsschutz werden die Schulen ihren angepassten Schulbetrieb nach den Herbstferien möglichst unverändert fortsetzen. Für die Schüler*innen findet der Unterricht damit weitestgehend im Präsenzunterricht und nach Stundentafel statt. Die Betreuungsangebote des Offenen Ganztages werden ebenfalls im regulären Umfang sichergestellt. Um die Übertragung des Coronavirus an Schulen möglichst zu vermeiden, sind das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung, die Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten und die Sicherstellung der Hygiene von zentraler Bedeutung.

Häufig gestellte Fragen zum Betrieb von Schulen

(Stand: 23.10.2020)

Müssen Schüler*innen und/oder Lehrerende einen Mund-Nase-Schutz (MNS) tragen?

Für alle Schüler*innen sowie für alle weiteren Personen besteht im Schulgebäude und auf dem Schulgelände eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Dies gilt für Schüler*innen ab der Klasse 5 auch wieder im Unterricht und an ihren Sitzplätzen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gilt weiterhin nicht für Schüler*innen der Primarstufen, solange sie sich im Klassenverband im Unterrichtsraum aufhalten. In Pausenzeiten kann der Mund-Nase-Schutz beim Essen und Trinken abgenommen werden, wenn der Mindestabstand eingehalten wird. Dies gilt ebenfalls für den Verzehr von Speisen und Getränken auf den festen Sitzplätzen sowie an den Sitzplätzen in Schulmensen. Lehrkräfte müssen keine Maske tragen, wenn sie im Unterrichtsgeschehen einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten können.

Eine einfache Näh- und Pflegeanleitung für einen Behelf-Mund-Nasen-Schutz stellt die Stadt Essen in verschiedenen Sprachen zum Download zur Verfügung.

Wer beschafft die Mund-Nase-Bedeckungen für Schüler*innen?

Die Eltern bzw. Schüler*innen sind für die Beschaffung eigener Mund-Nase-Bedeckungen verantwortlich. Eine einfache Näh- und Pflegeanleitung für einen Behelf-Mund-Nasen-Schutz stellt die Stadt Essen hier in verschiedenen Sprachen zum Download zur Verfügung.

Wie wird die Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten sichergestellt?

Um Infektionsketten nachvollziehen und unterbrechen zu können, sind möglichst konstante Gruppenzusammensetzungen der Schüler*innen im Unterricht nötig. Der Unterricht soll jahrgangsbezogen und unter Einhaltung und Dokumentation einer festen Sitzordnung stattfinden. Ausnahmen bilden bereits jahrgangsgemischt zusammengesetzte reguläre Klassen bzw. Lerngruppen sowie Schulsportgemeinschaften.

Wie wird die Betreuung im Offenen Ganztag gestaltet?

Die Betreuungsangebote im Offenen Ganztag finden im Schuljahr 2020/2021 im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten und unter Beachtung des jeweiligen schulischen Hygienekonzeptes statt. Hierzu können auch jahrgangsübergreifende Gruppen gebildet werden. Zur Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit wird die Zusammensetzung der Gruppen dokumentiert. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist in den Gruppenräumen der Ganztags- und Betreuungsangebote für die Schüler*innen nicht erforderlich.

Dürfen kranke Kinder/Betreuende/Lehrende in die Schule kommen?

Kranke Kinder, Erzieher*innen sowie Lehrende müssen unbedingt zu Hause bleiben, auch bei leichteren Erkältungssymptomen ohne Fieber. Auch Schnupfen kann nach Aussage des Robert-Koch-Instituts zu den Symptomen einer COVID-19-Infektion zählen. Schüler*innen mit einer Schnupfen-Symptomatik sollten zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden.

Wie wird mit Reiserückkehrer*innen an Schulen umgegangen?

Bei einer Einreise aus einem Risikogebiet ist die Coronaeinreiseverordnung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu beachten. Aus dieser ergeben sich besondere Melde- und Verhaltenspflichten. Grundsätzlich ist nach einer Einreise aus einem Risikogebiet eine Meldung beim Gesundheitsamt erforderlich.

Weitere Informationen für Reiserückkehrer*innen aus Risikogebieten finden Interessierte hier.

Wird Distanzunterricht weiterhin miteinbezogen?

Sollte der Präsenzunterricht nach Ausschöpfen aller Möglichkeiten wegen des erforderlichen Infektionsschutzes oder aufgrund personeller Engpässe nicht möglich sein, findet Distanzunterricht statt. Der Distanzunterricht ist dem Präsenzunterricht dabei gleichgesetzt.

Wie werden an den Schulen Materialengpässe bei Hygienematerial und Schutzausrüstung vermieden?

Das Ministerium für Schule und Bildung hat Unterstützung für Schulträger und Schulen bei Materialengpässen mit gesicherten Bezugsquellen zugesagt. Damit soll die Einhaltung der Anforderungen des Infektionsschutzes sowie der notwendigen Hygienemaßnahmen bei der schrittweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs sichergestellt werden. Das Land gibt damit eine Garantie, dass die Schulen und Schulträger, bei denen entsprechende Materialien noch nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind, versorgt werden können.

Die Stadt Essen koordiniert über den Fachbereich Schule die Bedarfe an den Essener Schulen.

Werden die Klassenräume gelüftet?

Ja. Eine regelmäßige und wirksame Durchlüftung der Unterrichtsräume wird sichergestellt. Diese muss unter Berücksichtigung möglicher Unfallgefahren erfolgen. Räume, in denen die Belüftung nicht möglich ist, sind für den Unterricht nicht zugelassen.

Müssen die Räume oder Oberflächen in den Schulen desinfiziert werden?

Eine routinemäßige Flächendesinfektion in häuslichen und öffentlichen Bereichen, auch der häufigen Kontaktflächen, wird in der jetzigen Coronavirus-Pandemie nicht empfohlen. Die Oberflächenreinigung erfolgt in Essener Schulen täglich mit einer Alkohollösung, welche auch in der jetzigen Situation ausreichend ist. Alle vom NRW-Schulministerium geforderten Maßnahmen werden an Essener Schulen eingehalten.

Sind gehäufte Reinigungszyklen erforderlich?

Eine Reinigung erfolgt täglich nach Ende des Schulbetriebes. Besondere Maßnahmen sind dabei nicht zu ergreifen. Besonders wichtig ist eine tägliche Reinigung der Handkontaktflächen wie Türklinken, Tische, Stuhlrücklehnen, Lichtschalter, WC-Anlagen etc. Auch die Fußböden an Essener Schulen werden täglich gereinigt.

Ist Händedesinfektionsmittel in Schulen erforderlich?

Nein. Laut RKI stellt die konsequente Umsetzung des Händewaschens mit Wasser und Seife eine wirksame Maßnahme gegen die Übertragung von Krankheitserregern außerhalb von medizinischen Einrichtungen dar. In den Räumen, in denen es jedoch keine Gelegenheit zum Händewaschen gibt, wird alternativ Händedesinfektionsmittel bereitgestellt.

Muss in jedem (Klassen-)Zimmer ein Waschbecken vorhanden sein?

Nein. Wenn Waschbecken in den (Klassen-)Zimmern vorhanden sind, sollen sie als Handwaschbecken genutzt und entsprechend Flüssigseife und Einmal-Handtücher zur Verfügung gestellt werden. Dies fördert die Möglichkeit, das Händewaschen zu beaufsichtigen. Lehrende oder Erzieherinnen und Erzieher sollen darauf achten, dass die Schüler*innen die Hände regelmäßig nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung waschen – beispielsweise nach dem Naseputzen oder vor der Einnahme von Mahlzeiten.

Muss an den Waschbecken warmes Wasser zur Verfügung stehen?

Nein. Die Temperatur des Wassers spielt gegen das Coronavirus keine Rolle.

Sind Wasser und Seife ausreichend, um Viren zu beseitigen?

Ja. Außerhalb von Einrichtungen des Gesundheitswesens bedarf es keiner zusätzlichen Desinfektion. Händewaschen und -desinfektion zusammen wären sogar schädlich für die Haut und ist deshalb nicht empfehlenswert. Die Schulhausmeister*innen kontrollieren den Bestand an Einmalhandtüchern und Seife stetig und füllen bei Bedarf auf. Hier finden Interessierte ein Video der Stadt Essen zum richtigen Händewaschen.

Welche Handtücher müssen benutzt werden?

Die Verwendung von Papier-Einmalhandtüchern wird empfohlen und ist zu bevorzugen. Alternativ können Mehrweghandtücher verwendet werden, wenn diese personalisiert sind und regelmäßig gewaschen werden. In diesem Fall muss sichergestellt werden, dass diese Handtücher ausschließlich von der jeweiligen Person verwendet werden.

Welche Hygienemaßnahmen gelten im Schülerverkehr?

Im ÖPNV ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung seit dem 27. April verpflichtend. Bei der Nutzung von Schulbussen wird diese Regelung analog angewandt. Weiterhin soll auf den Mindestabstand und das Einhalten der üblichen Hygieneregeln geachtet werden. Wo möglich, sollen Schüler*innen den Schulweg mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen. Detaillierte Hinweise und Verhaltensregeln stehen hier zur Verfügung.

Wieviel Abstand muss beim Transport der Schüler*innen eingehalten werden?

Analog zur bekannten Abstandsregelung sollten auch beim Transport möglichst 1,5 Meter Abstand eingehalten werden. Ist dies nicht möglich, sollte eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden, die im ÖPNV bereits verpflichtend ist.

Müssen Lehrerende/Betreuende in Förderschulen Schutzausrüstung tragen?

Sofern es sich um schwerst mehrfach behinderte Schüler*innen handelt, die während des Unterrichts pflegerisch betreut werden, sollten die gleichen Schutzmaßnahmen wie im häuslichen Umfeld angewandt werden, z. B. beim Absaugen. Bei Kontakt mit möglicherweise infektiösem Material, wie Stuhl, Erbrochenem oder großen Mengen Speichel, sollen Einmalhandschuhe verwendet werden. Nach dem Ausziehen der Handschuhe müssen die Hände gewaschen werden. Schutzhandschuhe sollten nur bei den entsprechenden Tätigkeiten angezogen werden, da durch das unsachgemäße Tragen eine erhebliche Kontaminationsgefahr für die Umgebung besteht. Da es sich weder um Infizierte noch um Kontaktpersonen handelt, muss keine weitere Schutzausrüstung getragen werden.

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