Coronavirus: FAQ zum Schulbetrieb

Entsprechend des sich dynamisch verändernden Infektionsgeschehens in Zusammenhang mit dem Coronavirus, macht das Land Nordrhein-Westfalen Vorgaben für den Betrieb von Kindertagesstätten und Schulen. Die aktuell geltenden Regelungen finden Interessierte im Detail in der Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO), die bis vorerst 9. Mai gilt, und in der zugehörigen Anlage. In Essen werden die Maßnahmen und der Betrieb in Schulen und Kitas unter Berücksichtigung der vorhandenen personellen und räumlichen Kapazitäten bestmöglich umgesetzt.

Das Ministerium für Schule und Bildung NRW hat mit seiner SchulMail am 14. April über die Ausgestaltung des Schulbetriebs in NRW informiert: Seit 19. April sindet dieser im Wechselunterricht statt. Zudem gilt seit 12. April eine grundsätzliche Testpflicht in den Schulen mit wöchentlich zweimaligen Selbsttests für Schüler*innen, Lehrkräfte und weiteres Personal an den Schulen.

Die Stadt Essen hat alles Wissenswerte zum Schulbetrieb hier zusammengestellt.

Schulbetrieb bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 200

Überschreitet ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt die 7-Tages-Inzidenz von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen, stellt das Gesundheitsministerium NRW dies durch eine Allgemeinverfügung fest, die öffentlich bekannt gemacht wird. Sie bestimmt den Tag, ab dem Unterricht in Distanzform stattfinden muss. Dies ist in der Regel ab dem zweiten Tag nach der Feststellung der Fall.

Davon nicht betroffen sind Abschlussklassen (einschließlich der Prüfungen) der allgemeinbildenden Schulen, der Berufskollegs und der Förderschulen sowie die entsprechenden Semester im Bildungsgang Realschule des Weiterbildungskollegs und Unterricht in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe, des beruflichen Gymnasiums und der Bildungsgänge des Weiterbildungskollegs. Hier ist das Präsenzformat weiter erlaubt. Dies gilt ebenso für das Angebot der pädagogischen Betreuung für Schüler*innen, die zu Hause keine angemessenen Bedingungen für das Lernen im Distanzunterricht vorfinden. Alle anderen Schüler*innen erhalten Distanzunterricht.

Sinkt der Inzidenzwert an mindestens drei Tagen hintereinander unter 200, wird zum nächsten Wochenbeginn der Wechselunterricht in den jeweiligen Kreisen und kreisfreien Städten wieder aufgenommen. Auch dies wird durch das Gesundheitsministerium per Allgemeinverfügung festgelegt und öffentlich bekannt gemacht werden.

Zur Pressemeldung des Gesundheitsministeriums

Häufig gestellte Fragen zum Betrieb von Schulen

(Stand: 19.04.2021)

Welche Regelungen gelten für Grundschulen?

An den Grundschulen findet der Unterricht für alle Schüler*innen in Form von Wechselunterricht statt. Alle Schüler*innen erhalten dabei möglichst im selben Umfang Präsenz- und Distanzunterricht. Die Schüler*innen dürfen nicht länger als eine Woche keinen Präsenzunterricht erhalten.

Über die konkrete Ausgestaltung des Wechselmodells entscheidet die Schulleitung.

Welche Regelungen gelten für die Förderschulen?

Die Schüler*innen der Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation sowie Sehen können grundsätzlich ebenfalls wieder im Präsenzunterricht beschult werden. Die Schulleitungen prüfen, ob der Präsenzunterricht auch in voller Klassenstärke erfolgen kann. Bei entsprechenden räumlichen Voraussetzungen gilt dies ebenfalls für die Förderschulen der anderen Förderschwerpunkte.

Eltern, die aus begründeter Sorge vor einer Infektion ihr Kind nicht am Präsenzunterricht teilnehmen lassen wollen, können es unter Vorlage eines ärztlichen Attests befreien lassen.

Welche Regelungen gelten für die weiterführenden allgemeinbildenden Schulen?

Die Schüler*innen aller Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I sowie die Schüler*innen der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe und der entsprechenden Semester der Weiterbildungskollegs nehmen ebenfalls im Wechselmodell am Präsenzunterricht teil. Zur Kontaktreduzierung können die Klassen in zwei Gruppen geteilt werden.

Die Schüler*innen aller übrigen Klassen sollen in annähernd gleichem Umfang im Rahmen der räumlichen und personellen Kapazitäten der Schule am Präsenzunterricht teilnehmen. Sie sollen jedoch nicht länger als eine Woche keinen Präsenzunterricht erhalten.

Welche Regelungen gelten für Berufskollegs?

Auch an den Berufskollegs ist ein Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht möglich.

Werden Präsenz- und Distanzunterricht verknüpft, werden mit Blick auf die frühestens anstehenden Prüfungen und eines möglichst großen Umfangs an Präsenzunterricht folgende Prioritäten gesetzt:

  • Abschlussklassen sowie die Fachklassen des dualen Systems, die Teile ihrer Abschlussprüfungen im April oder Mai 2021 ablegen.
  • Abschlussklassen sowie die Fachklassen des dualen Systems.
  • Die Klassen 12 des Beruflichen Gymnasiums mit Blick auf die Leistungsfeststellungen innerhalb der Qualifikationsphase.
  • Schüler*innen in 3,5- oder 2,5-jährigen dualen Ausbildungsverhältnissen, die im Herbst 2021 Teile ihrer Berufsabschlussprüfungen ablegen.
  • Schüler*innen im 2. Jahr dreijähriger und im 1. Jahr zweijähriger dualer Ausbildungsberufe sowie diejenigen im 2. Jahr dreijähriger Bildungsgänge und im 1. Jahr zweijähriger Bildungsgänge mit Berufsabschluss nach Landesrecht sowie Studierende im 1. Jahr der Fachschulen in Vollzeit sowie im 2. und 3. Jahr in Teilzeit.
  • Schüler*innen in der Jahrgangsstufe 11 des Beruflichen Gymnasiums, im 1. Jahr drei- und 3,5-jähriger dualer Ausbildungsberufe und im 1. Jahr zweijähriger Bildungsgänge ohne Berufsabschluss nach Landesrecht sowie Studierende im 1. Jahr der Fachschulen in Teilzeit.

Der Präsenzunterricht in Abschlussklassen des dualen Systems der Berufsausbildung soll drei Wochen vor dem Prüfungstermin beendet und in Distanzform weitergeführt werden. Für alle anderen Abschlussklassen kann von dieser Regelung ebenfalls Gebrauch gemacht werden.

Schüler*innen, die nach Einschätzung der Schulleitung zuhause oder im Ausbildungsbetrieb nicht mit Erfolg am Distanzunterricht teilnehmen können, soll in der Schule die Möglichkeit zur Teilnahme am Distanzunterricht gegeben werden.

Finden die Abiturprüfungen regulär statt?

Die Abiturprüfungen beginnen wie vorgesehen am 23. April.

Wird eine Betreuung angeboten?

Schüler*innen der Jahrgangsstufen 1 bis 6, für die an den Tagen des Distanzunterrichts keine häusliche Betreuung ermöglicht werden kann, wird weiterhin eine Betreuung in der Schule angeboten. Der zeitliche Umfang der Betreuung richtet sich nach den regulären Unterrichtszeiten bzw. nach den üblichen Ganztags- und Betreuungszeiten. Teilnehmen können alle Schüler*innen, deren Eltern dies bei der Schule beantragen. Hierfür steht Ihnen ein Formular zum Download zur Verfügung.

Für Schüler*innen mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung an Förderschulen oder Schulen des Gemeinsamen Lernens, der eine besondere Betreuung erfordert, wird diese auch in den höheren Altersstufen ermöglicht.

Zur Wahrung der Chancengerechtigkeit und ausschließlich auf Initiative der Schulen erhalten Schüler*innen weiterhin ein erweitertes schulisches Unterstützungsangebot, wenn der Distanzunterricht im häuslichen Umfeld nicht zielgerichtet wahrgenommen werden kann.

Auch die Teilnahme an der pädagogischen Betreuung setzt die Teilnahme an wöchentlich zwei Coronaselbsttests voraus.

Wie werden die Gruppen gebildet?

Es sollen möglichst konstante Betreuungsgruppen gebildet werden, Gruppenzusammensetzungen sind zu dokumentieren. Es ist möglich, dass die Kinder, die an den Betreuungsangeboten teilnehmen, durch die Teilnahme am Präsenzunterricht sowie der Betreuung pro Tag zwei feste Bezugsgruppen haben.

Wer kann an dem erweiterten Angebot teilnehmen?

Teilnehmen können Schüler*innen, denen selbst bzw. deren Eltern von der Schulleitung ein entsprechendes Angebot unterbreitet wurde. Die Annahme des Angebots ist freiwillig. Eine Anmeldung durch die Eltern ist nicht möglich.

Finden die Angebote des Offenen Ganztages statt?

Die Angebote des Offenen Ganztags werden noch nicht vollumfänglich aufgenommen. Die Betreuung wird zu den regulären Betreuungszeiten jedoch weiterhin gewährleistet.

Besteht eine Testpflicht?

Der Besuch der Schule ist an die Voraussetzung geknüpft, an zwei Coronaselbsttests pro Woche teilgenommen zu haben und ein negatives Testergebnis vorweisen zu können. Die Testpflicht gilt für die Schüler*innen, die Lehrkräfte sowie das sonstige an der Schule tätige Personal. Schüler*innen, die der Testpflicht nicht nachkommen, können nicht in Präsenzform beschult werden.

Was passiert wenn Schüler*innen an den Tests nicht teilnehmen?

Personen, die nicht getestet sind, werden durch die Schulleitung vom Schulbetrieb (in Form des Präsenzbetriebes bzw. der pädagogischen Betreuung) ausgeschlossen.

Nicht getestete Schüler*innen haben keinen Anspruch auf ein individuelles Angebot des Distanzunterrichts.

Besteht im Rahmen der Abschlussprüfungen eine Ausnahme von der Testpflicht?

Eine Ausnahme von der Testpflicht gilt für die Tage der schulischen Abschlussprüfungen und Berufsabschlussprüfungen. Auch nicht getestete Schüler*innen dürfen wegen der besonderen Bedeutung an den Prüfungen teilnehmen. Diese werden räumlich getrennt von den Prüfungen getesteter Schüler*innen durchgeführt.

Wie ist mit einem positiven Testergebnis des Selbsttests umzugehen?

Positiv getestete Personen müssen sich in einem Testzentrum oder bei der Hausärztin oder dem Hausarzt unverzüglich einem PCR-Test unterziehen. Erst nach Vorlage eines negativen Ergebnisses ist die Teilnahme am Schulbetrieb wieder möglich. Zudem ist eine Meldung gegenüber dem zuständigen Gesundheitsamt erforderlich.

Soweit erforderlich ,gewährleistet die Schule eine Aufsicht über die in der Schule positiv getesteten Schüler*innen bis die Eltern sie dort abholen oder von einer beauftragten Person abholen lassen.

Was passiert bei einem positiven Fall an der Schule?

Sollten Infektionsfälle mit dem Coronavirus festgestellt werden, informiert die Schulleitung das Gesundheitsamt. Dieses entscheidet über die weiteren Maßnahmen. Ein Fließschema verdeutlicht die Meldekette der zu informierenden Stellen:

Wo werden die Selbsttests für Schüler*innen durchgeführt?

Die Durchführung der Selbsttests findet für alle Schüler*innen in der Schule statt. Alternativ ist eine höchstens 48 Stunden zurückliegende negative Testung durch eine Teststelle (Bürgertest) nachzuweisen.

Mehr Informationen zu Teststellen in Essen

Für Schüler*innen mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung kann durch die Schulleitung zugelassen werden, dass der Selbsttest zuhause und unter elterlicher Aufsicht durchgeführt wird. Das negative Testergebnis ist seitens der Eltern schriftlich zu versichern.

Müssen Schüler*innen und/oder Lehrende eine Maske tragen?

Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände besteht für alle Schüler*innen und Lehrenden eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-, FFP2- oder KN95-Maske). Das Tragen der Maske ist auch an den festen Sitzplätzen und im Unterricht verpflichtend.

Sollte die medizinische Maske nicht passen, können Schüler*innen bis zur Klasse 8 eine Alltagsmaske tragen. Personen, die der Verpflichtung zum Tragen der Maske nicht nachkommen, können durch die Schulleitung von der schulischen Nutzung ausgeschlossen werden.

Eine einfache Näh- und Pflegeanleitung für einen Behelf-Mund-Nasen-Schutz stellt die Stadt Essen in verschiedenen Sprachen zum Download zur Verfügung.

Wer beschafft die Masken für Schüler*innen?

Die Eltern bzw. Schüler*innen sind für die Beschaffung eigener Masken verantwortlich.

Gibt es Ausnahmen von der Maskenpflicht an Schulen?

Die Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske oder einer medizinischen Maske gilt nicht für Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. Das Vorliegen der medizinischen Gründe ist durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen, welches auf Verlangen vorzulegen ist.

Die Maske kann zur Aufnahme von Speisen und Getränken abgenommen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet ist. Nutzt eine Person einen geschlossenen Raum oder das Außengelände alleine, gilt hier ebenfalls eine Ausnahme von der Maskenpflicht. Zudem kann die Lehrkraft entscheiden, dass das Tragen einer Maske zeitweise oder in bestimmten Unterrichtseinheiten mit den pädagogischen Erfordernissen und den Zielen des Unterrichts nicht vereinbar ist.

Welche Hygienemaßnahmen gelten im Schülerverkehr?

Im ÖPNV ist das Tragen einer medizinischen Maske verpflichtend. Bei der Nutzung von Schulbussen wird diese Regelung analog angewandt. Weiterhin soll auf den Mindestabstand und das Einhalten der üblichen Hygieneregeln geachtet werden. Wo möglich, sollen Schüler*innen den Schulweg mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen.

Wie viel Abstand muss beim Transport der Schüler*innen eingehalten werden?

Analog zur bekannten Abstandsregelung sollten auch beim Transport möglichst 1,5 Meter Abstand eingehalten werden. Das Tragen einer medizinischen Maske ist im ÖPNV und Innenbereichen sonstiger Beförderungsmittel verpflichtend.

Dürfen kranke Kinder/Betreuende/Lehrende in die Schule kommen?

Kranke Kinder, Erzieher*innen sowie Lehrende müssen unbedingt zu Hause bleiben, auch bei leichteren Erkältungssymptomen ohne Fieber. Auch Schnupfen kann nach Aussage des Robert-Koch-Instituts zu den Symptomen einer COVID-19-Infektion zählen. Schüler*innen mit einer Schnupfen-Symptomatik sollten zunächst für 24 Stunden zu Hause beobachtet werden.

Wie wird die Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten sichergestellt?

Um Infektionsketten nachvollziehen und unterbrechen zu können, sind möglichst konstante Gruppenzusammensetzungen der Schüler*innen im Unterricht erforderlich. Der Unterricht soll unter Einhaltung und Dokumentation einer festen Sitzordnung stattfinden.

Es ist möglich, dass die Kinder, die an den Betreuungsangeboten teilnehmen, durch die Teilnahme am Präsenzunterricht und an der Betreuung pro Tag zwei feste Bezugsgruppen haben.

Werden die Klassenräume gelüftet?

Ja. Eine regelmäßige und wirksame Durchlüftung der Unterrichtsräume wird sichergestellt. Diese muss unter Berücksichtigung möglicher Unfallgefahren erfolgen. Räume, in denen die Belüftung nicht möglich ist, sind für den Unterricht nicht zugelassen.

Richtiges Lüften heißt nicht, dass die Fenster dauerhaft geöffnet bleiben sollten. Für effektives Lüften und den Luftaustausch ist der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen sehr wichtig. Räume sollten nicht auskühlen, da ansonsten der Luftaustausch nicht in gewünschtem Maße erfolgen kann.

Wichtig ist, die verbrauchte und abgestandene Luft durch möglichst viel Frischluft zu tauschen. Um das zu erreichen, ist das sogenannte Stoßlüften einen Möglichkeit. Dafür wird das Fenster komplett geöffnet. Querlüften ist ebenfalls möglich. Dafür werden an verschiedenen Punkten im Raum Fenster geöffnet. In Schulen wird empfohlen, alle 20 Minuten für fünf Minuten zu lüften.

Werden Räume fremdbelüftet, etwa durch eine Klimaanlage, ist von einem ausreichenden Luftwechsel auszugehen, sodass keine weiteren Maßnahmen nötig sind.

Müssen die Räume oder Oberflächen in den Schulen desinfiziert werden?

Eine routinemäßige Flächendesinfektion in häuslichen und öffentlichen Bereichen, auch der häufigen Kontaktflächen, wird in der jetzigen Coronavirus-Pandemie nicht empfohlen. Die Oberflächenreinigung erfolgt in Essener Schulen täglich mit einer Alkohollösung, welche auch in der jetzigen Situation ausreichend ist. Alle vom NRW-Schulministerium geforderten Maßnahmen werden an Essener Schulen eingehalten.

Sind gehäufte Reinigungszyklen erforderlich?

Eine Reinigung erfolgt täglich nach Ende des Schulbetriebes. Besondere Maßnahmen sind dabei nicht zu ergreifen. Besonders wichtig ist eine tägliche Reinigung der Handkontaktflächen wie Türklinken, Tische, Stuhlrücklehnen, Lichtschalter, WC-Anlagen etc. Auch die Fußböden an Essener Schulen werden täglich gereinigt.

Ist Händedesinfektionsmittel in Schulen erforderlich?

Nein. Laut RKI stellt die konsequente Umsetzung des Händewaschens mit Wasser und Seife eine wirksame Maßnahme gegen die Übertragung von Krankheitserregern außerhalb von medizinischen Einrichtungen dar. In den Räumen, in denen es jedoch keine Gelegenheit zum Händewaschen gibt, wird alternativ Händedesinfektionsmittel bereitgestellt.

Sind Wasser und Seife ausreichend, um Viren zu beseitigen?

Ja. Außerhalb von Einrichtungen des Gesundheitswesens bedarf es keiner zusätzlichen Desinfektion. Händewaschen und -desinfektion zusammen wären sogar schädlich für die Haut und ist deshalb nicht empfehlenswert. Die Schulhausmeister*innen kontrollieren den Bestand an Einmalhandtüchern und Seife stetig und füllen bei Bedarf auf. Die Stadt Essen hat für Interessierte ein Video zum richtigen Händewaschen erstellt.

Muss in jedem (Klassen-)Zimmer ein Waschbecken vorhanden sein?

Nein. Wenn Waschbecken in den (Klassen-)Zimmern vorhanden sind, sollen sie als Handwaschbecken genutzt und entsprechend Flüssigseife und Einmal-Handtücher zur Verfügung gestellt werden. Dies fördert die Möglichkeit, das Händewaschen zu beaufsichtigen. Lehrende oder Erzieherinnen und Erzieher sollen darauf achten, dass die Schüler*innen die Hände regelmäßig nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung waschen – beispielsweise nach dem Naseputzen oder vor der Einnahme von Mahlzeiten.

Muss an den Waschbecken warmes Wasser zur Verfügung stehen?

Nein. Die Temperatur des Wassers spielt gegen das Coronavirus keine Rolle.

Welche Handtücher müssen benutzt werden?

Die Verwendung von Papier-Einmalhandtüchern wird empfohlen und ist zu bevorzugen. Alternativ können Mehrweghandtücher verwendet werden, wenn diese personalisiert sind und regelmäßig gewaschen werden. In diesem Fall muss sichergestellt werden, dass diese Handtücher ausschließlich von der jeweiligen Person verwendet werden.

Wie werden an den Schulen Materialengpässe bei Hygienematerial und Schutzausrüstung vermieden?

Das Ministerium für Schule und Bildung hat Unterstützung für Schulträger und Schulen bei Materialengpässen mit gesicherten Bezugsquellen zugesagt. Damit soll die Einhaltung der Anforderungen des Infektionsschutzes sowie der notwendigen Hygienemaßnahmen bei der schrittweisen Wiederaufnahme des Schulbetriebs sichergestellt werden. Das Land gibt damit eine Garantie, dass die Schulen und Schulträger, bei denen entsprechende Materialien noch nicht in ausreichendem Maße vorhanden sind, versorgt werden können.

Die Stadt Essen koordiniert über den Fachbereich Schule die Bedarfe an den Essener Schulen.

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