Coronavirus: Schulen und Kitas in Essen

Entsprechend des sich dynamisch verändernden Infektionsgeschehens in Zusammenhang mit dem Coronavirus, macht das Land Nordrhein-Westfalen Vorgaben für den Betrieb von Kindertagesstätten und Schulen. Sämtliche aktuell geltenden Regelungen finden Interessierte im Detail in der Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO), die bis vorerst 31. Dezember gilt, und in der zugehörigen Anlage. In Essen werden die Maßnahmen und der Betrieb in Schulen und Kitas unter Berücksichtigung der vorhandenen personellen und räumlichen Kapazitäten bestmöglich umgesetzt.

Rückerstattung von Elternbeiträgen

Da coronabedingt in den vergangenen Monaten die Kinderbetreuung in Kindertagespflege, Kitas und Schulen nicht im gewohnten Umfang zur Verfügung stehen konnte, mussten Eltern in dieser Zeit keine Elternbeiträge zahlen. Da die Stadt Essen aus rechtlichen Gründen nicht die Bankverbindungsdaten von bisherigen Überweisungen für Rückerstattungen nutzen darf, werden Eltern, die noch darauf warten und nicht am SEPA-Lastschriftverfahren teilnehmen, gebeten, ihre Bankverbindung anzugeben: telefonisch unter 0201 88-21888, per E-Mail an finanzbuchhaltung@essen.de oder per Kontaktformular auf www.essen.de/kontaktfibu. Die Finanzbuchhaltung der Stadt Essen empfiehlt das SEPA-Lastschriftverfahren, da dieses zu kürzeren Bearbeitungszeiten führt.

Schulen

Angepasster Regelbetrieb mit Maskenpflicht nach den Herbstferien

Nach den Sommerferien sind die Schulen in Nordrhein-Westfalen am 12. August in einen angepassten Regelbetrieb zurückgekehrt, der auch nach den Herbstferien beibehalten wird. Dieser sieht für alle Schüler*innen Präsenzunterricht vor. Sollte dies im Einzelfall nicht möglich sein, soll Unterricht auf Distanz stattfinden.

In den Räumen für den Unterricht und andere schulische Angebote muss für alle Klassen, Kurse und Lerngruppen eine feste Sitzordnung eingehalten und dokumentiert werden. Eine Ausnahme bilden dabei Ganztags- und Betreuungsangebote. Für jede schulische Nutzung, die auch die Betreuung einschließt, müssen zudem aus Gründen der Rückverfolgbarkeit die Namen der teilnehmenden Personen für vier Wochen dokumentiert werden.

Bei Schulveranstaltungen unter Beteiligung außerschulischer Personen, beispielsweise bei Elternabenden, kann auf das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verzichtet werden, wenn die Personen den Sitzplatz eingenommen haben. Über eine außerschulische Nutzung der Schulgebäude entscheidet der Schulträger in Abstimmung mit der Schulleitung auf Grundlage der Coronaschutzverordnung.

Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes

Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens gilt bis zum Beginn der Weihnachtsferien am 22. Dezember eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für alle Personen auf dem Schulgelände, auch in Gebäuden. Die Maskenpflicht gilt nach den Herbstferien auch für Schüler*innen ab der Klasse 5 während sie im Unterrichtsraum auf ihren Sitzplätzen sitzen. In Pausenzeiten kann der Mund-Nase-Schutz aber beim Essen und Trinken abgenommen werden, wenn der Mindestabstand eingehalten wird. Dies gilt ebenfalls für den Verzehr von Speisen und Getränken auf den festen Sitzplätzen sowie an den Sitzplätzen in Schulmensen.

Die Schüler*innen der Primarstufe müssen weiterhin keine Mund-Nase-Bedeckung tragen, solange sie sich im Klassenverband im Unterrichtsraum aufhalten. Auch Schüler*innen, die an Angeboten der Ganztagsbetreuung teilnehmen, müssen innerhalb der Betreuungsräume und in definierten Bereichen des Außengeländes keine Mund-Nase-Bedeckung tragen, wenn die Betreuung in festen Gruppen erfolgt und eine gemeinsame Nutzung der jeweiligen Bereiche durch Mitglieder mehrerer Betreuungsgruppen ohne das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ausgeschlossen wird. Lehrkräfte können die Maskenpflicht aus pädagogischen Gründen, insbesondere im Sportunterricht oder in Prüfungen, zeitweise oder in bestimmten Unterrichtseinheiten aussetzen. Dann muss, mit Ausnahme des Sportunterrichts, der Mindestabstand sichergestellt sein.

Die Maskenpflicht gilt zudem nicht für Lehr- und Betreuungskräfte sowie sonstiges Personal, wenn der Mindestabstand zu den anderen Personen im Raum eingehalten wird. Ausnahmen sind im Einzelfall zudem aus medizinischen Gründen mit Attest möglich. Das Abstandsgebot gilt jedoch weiterhin.

Visiere können nicht anstelle eines Mund-Nase-Schutz getragen werden. Sie sind lediglich für Personen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können, eine Option. Laut Coronaschutzverordnung NRW ist eine Mund-Nase-Bedeckung auch im ÖPNV und den zugehörigen Einrichtungen wie Bus- und Bahnhaltestellen verpflichtend. Schüler*innen, die aus medizinischen Gründen keinen Mund-Nase-Bedeckung tragen können, wird empfohlen, ein entsprechendes Attest ständig mit sich zu führen, um bei Bedarf für eine schnelle Klärung sorgen zu können. Das Einhalten eines Mindestabstandes ist während der Beförderung nicht verpflichtend.

Die Eltern bzw. Schüler*innen sind dafür verantwortlich, Mund-Nase-Bedeckungen zu beschaffen.

Hygiene
Die Reinigung der Schulräume erfolgt regelmäßig und falls erforderlich mit kürzeren Abständen als im Normalbetrieb. Schultoiletten werden angemessen ausgestattet (Seife, Einmalhandtücher) und es werden bei Bedarf zusätzlich Handdesinfektionsspender bereitgestellt.

Lüften der Klassenräume
Nach den Herbstferien wird der Fokus stark auf dem richtigen Lüften der Klassenräume liegen, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu reduzieren: Wesentlich sind dabei das sogenannte Stoßlüften alle 20 Minuten, das Querlüften wann immer möglich und das Lüften während der Pausen. Bei Bedarf sollen mobile Luftreinigungsanlagen zum Einsatz kommen, für die das Land NRW ein Sonderprogramm in Höhe von 50 Millionen angekündigt hat.
Weitere Informationen finden Interessierte in der SchulMail vom 21. Oktober

Schutz von vorerkrankten Schüler*innen und Angehörigen
Grundsätzlich sind Schüler*innen verpflichtet, am Präsenzunterricht teilzunehmen. Wenn relevante Vorerkrankungen vorhanden sind, entscheiden die Eltern, ob durch den Schulbesuch für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung entstehen könnte. Sie müssen unverzüglich schriftlich die Schule darüber informieren und darlegen, dass wegen einer Vorerkrankung eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf im Falle einer Coronavirus-Infektion besteht. Entsprechende Pflichten gelten für volljährige Schüler*innen. Bei begründeten Zweifeln kann die Schule ein ärztliches Attest verlangen und in besonderen Fällen ein amtsärztliches Gutachten einholen. Die Verpflichtung zur Teilnahme an Prüfungen bleibt bestehen.

Sofern ein*e Schüler*in mit Angehörigen mit relevanter Vorerkrankung – insbesondere Eltern, Großeltern oder Geschwistern – in häuslicher Gemeinschaft lebt, muss der Haushalt Maßnahmen der Infektionsprävention zum Schutz dieser Angehörigen treffen. Zum Schutz der Angehörigen kommt die Nichtteilnahme von Schüler*innen am Präsenzunterricht nur in besonderen Ausnahmefällen und nur vorübergehend in Betracht.

Vorgehen in Schulen bei auftretenden Corona-Fällen bzw. Verdachtsfällen
Schüler*innen, die im Schulalltag Coronavirus-Symptome, wie Fieber, trockener Husten oder Verlust des Geschmacks-/Geruchssinns aufweisen, sind ansteckungsverdächtig. Die Schulleitung muss sie daher zum Schutz der Anwesenden – bei Minderjährigen nach Rücksprache mit den Eltern – unmittelbar und unverzüglich nach Hause schicken oder von den Eltern abholen lassen. Bis zum Verlassen der Schule müssen sie getrennt untergebracht und angemessen beaufsichtigt werden. Die Schulleitung nimmt mit dem Gesundheitsamt Kontakt auf, das über das weitere Vorgehen entscheidet.

Da auch Schnupfen zu den Symptomen einer Coronavirus-Infektion gehören kann, sollten Eltern angesichts der Häufigkeit eines einfachen Schnupfens ein Kind mit dieser Symptomatik ohne weitere Krankheitsanzeichen oder Beeinträchtigung des Wohlbefindens zunächst 24 Stunden zu Hause beobachten. Treten keine weiteren Symptome auf, nimmt das Schulkind wieder am Unterricht teil. Kommen jedoch weitere Symptome wie Husten, Fieber etc. hinzu, ist eine diagnostische Abklärung nötig. Das Schulministerium stellt ein Schaubild zur Verfügung, das Eltern eine Empfehlung gibt, was bei einer Erkrankung ihres Kindes zu beachten ist.

Sollten bei Testungen oder auf anderem Wege Infektionsfälle mit dem Coronavirus festgestellt werden, informiert die Schulleitung das Gesundheitsamt, das über weitere Maßnahmen entscheidet: Beispielsweise kommt eine Testung von Kontaktpersonen in Betracht, um lokale Cluster und Infektionsketten zu identifizieren und möglichst frühzeitig zu unterbrechen. Je nach Infektionsgeschehen und regionaler Gegebenheit werden Schulen auch umfassend oder vollständig getestet und, wenn nötig, kurzfristig vorübergehend geschlossen, um das Infektionsgeschehen gesichert abklären und eindämmen zu können.

Detaillierte Informationen finden Interessierte auf den Internetseiten des Bildungsministeriums.

Kitas und Tagespflegebetreuung

Regelbetrieb seit 17. August

Die Betreuung von Kindern in Kitas und der Tagespflege erfolgt seit 17. August wieder im Regelbetrieb.

Damit haben alle Kinder wieder Anspruch auf den vertraglich vereinbarten Betreuungsumfang. Zudem können alle gewohnten pädagogischen Konzepte wieder umgesetzt werden – ohne eine strikte Trennung von Gruppen. Mehr Informationen erhalten Interessierte online beim MKFFI .

Zur Verringerung von Infektionsrisiken müssen Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, heilpädagogische Kindertageseinrichtungen und Gruppen sowie Brückenprojekte geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, Einhaltung des Mindestabstands zwischen Erwachsenen und zur Rückverfolgbarkeit treffen. Kann der Mindestabstand zwischen Erwachsenen nicht eingehalten werden, ist eine Mund-Nase-Bedeckung verpflichtend.

Empfehlungen zum Umgang mit Krankheitssymptomen bei betreuten Kindern

Das MKFFI empfiehlt, dass Kinder mit Fieber und/oder Symptomen, die nach Einschätzung der Eltern und der Einrichtung oder Kindertagespflegestelle auf eine akute, infektiöse und ansteckende Erkrankung hinweisen, nicht betreut werden sollen. Im Falle einer laufenden Nase ohne weitere Krankheitsanzeichen empfiehlt das Ministerium, das Kind zunächst für 24 Stunden zu Hause zu beobachten. Kommen keine weiteren Symptome wie Husten, Fieber etc. hinzu, kann das Kind wieder in der Kindertageseinrichtung oder -pflegestelle betreut werden. Für die Wiederaufnahme ist kein ärztliches Attest erforderlich.

Zu den Empfehlungen für Eltern, Träger, Leitungen und Personal in der Kindertagesbetreuung

Hygieneregeln

Erwachsene müssen einen Mund-Nase-Schutz tragen, wenn sie Kinder zur Einrichtung bringen oder abholen. Zudem ist er verpflichtend, wenn sie in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Erwachsenen unterschreiten. Externe Personen müssen Mund-Nase-Schutz beim Aufenthalt in Räumen von Kindertagesbetreuungsangeboten zu Betreuungszeiten durchgehend tragen. Ausnahmen sind aus medizinischen Gründen möglich.

Testungen für Beschäftigte in Schulen und in der Kindertagesbetreuung

Vom 3. August bis 9. Oktober konnten sich in NRW alle Beschäftigten an Schulen und in Kindertageseinrichtungen sowie Kindertagespflegepersonen alle 14 Tage freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.

Zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien haben sie nun die Möglichkeit, sich bis zu dreimal kostenlos bei niedergelassenen Vertragsärzt*innen, insbesondere Hausärzte*Hausärztinnen, und in Testzentren auf COVID-19 testen zu lassen. Der Zeitpunkt ist dabei frei wählbar.

Hier können sich Beschäftigte testen lassen
Zuständig für die Testungen sind die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVNO), die einen Rahmenvertrag über die Testungen abgeschlossen haben. Informationen zu den Testmöglichkeiten erhalten Kindertagespflegepersonen sowie Kita- und Schulbeschäftigte bei ihren Ärzt*innen und bei der Arztrufzentrale der KVNO unter der Telefonnummer 116 117.

Weitere Informationen der KVNO

Umgang mit positiven Fällen

Sollte es in einer Schule oder Kinderbetreuungseinrichtung zu einem oder mehreren Corona-Fällen kommen, müssen die notwendigen Entscheidungen zu Maßnahmen viele verschiedene Gegebenheiten berücksichtigen. In allen Einrichtungen erfolgt in einem solchen Fall ein einheitliches Vorgehen. Dieses ist in einem Schreiben vom Lagezentrum Untere Gesundheitsbehörde (LZUGB) an die Essener Schulen sowie Kindertagesstätten (pdf, 357 kB) ausführlich erklärt. Darüber hinaus verdeutlicht ein Fließschema (pdf, 482 kB) die Meldekette der zu informierenden Stellen. Sollten Einrichtungen geschlossen, Klassen bzw. Gruppen oder Einzelpersonen unter Quarantäne gestellt werden, so erfolgt dies auf Anordnung des Gesundheitsamts der Stadt Essen.

Notbetreuung für Kinder

Wird eine nicht nur vorübergehende Schließung einer oder mehrerer Schulen angeordnet, kann die obere Schulaufsichtsbehörde eine Notbetreuung von Schüler*innen, in der Regel der Jahrgangsstufen 1 bis 6, einrichten. Dieses Angebot ist für Kinder von Eltern vorgesehen, die bestimmten Berufsgruppen angehören und unabkömmlich sind, sofern eine private Betreuung nicht möglich ist. Eine Notbetreuung ist unabhängig von der beruflichen Situation des anderen Elternteils möglich, sofern eine Betreuung durch diese nicht gewährleistet ist.

Sämtliche Tätigkeitsbereiche, die für die erweiterte Notfallbetreuung berücksichtigt werden, können Interessierte in der Anlage zur Coronabetreuungsverordnung einsehen. Die Notbetreuung wird außerdem für Kinder von Alleinerziehenden angeboten, die erwerbstätig sind oder die sich in einer Abschlussprüfung befinden. Die Entscheidung über die Aufnahme in der Schule trifft die jeweilige Leitung. Für die Notbetreuung in der Schule ist von den Eltern eine Eigenerklärung, dass eine private Betreuung nicht anderweitig möglich ist, vorzulegen, ebenso wie eine Bescheinigung des Arbeitgebers.

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